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Detailinformationen
zur Tour: Westrügen - Insel Hiddensee
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1.
Bergen -
7
km
Bewertung
Zustand
Erlebnis
Natur
Erholung
Versorgung
Aussicht
Wetterschutz
Badestellen ---
|
Sie haben sich zu einer sehr schönen aber auch schweren Radtour zur Insel Hiddensee entschlossen. Es wird für Sie ein langer Tag, wenn Sie diese Tour komplett mit dem Rad zurück legen wollen. Der Schwierigkeitsgrad wird erhöht durch besonders große Lücken im Radwegenetz. Sie müssen mit alten DDR-Plattenwegen genauso zurecht kommen, wie mit sandigen oder modrigen Feldwegen. Das alternative Befahren der in der Saison vielbefahrenen öffentlichen Straßen von Bergen nach Schaprode ist kürzer und schneller aber auch extrem gefährlich und daher nicht zu empfehlen. Tipp: Wenn Sie sich viele Strapazen ersparen wollen und natürlich auch dann viel mehr Zeit für die Insel Hiddensee selbst zur Verfügung haben möchten, steigen Sie in Bergen am Busbahnhof in den RADzfatz des Rügener Nahverkehrs ein. Diese Busse mit Radanhänger bringen Sie in ca. 45 min. mit Ihrem Rad nach Schaprode. Bitte sehen Sie zuvor den aktuellen Fahrplan ein! Sie entschließen sich für den ungefährlichen aber auch längeren Weg. Na dann los! Sie radeln vom Markt, vorbei an der Post und ältesten Kirche Rügens, die gepflasterte Marktstraße hinab. Radwege - leider Fehlanzeige! Bei der ersten Gelegenheit biegen Sie nach rechts in die Bahnhofstraße ein. Am Kaufhaus verzweigt sich die Straße. Bleiben Sie rechts und fahren Sie vorbei am etwas unscheinbaren Bismarkdenkmal die steil abfallende, nunmehr geteerte Straße hinunter. An der Ampelkreuzung biegen Sie nach rechts in die Ringstraße ab. Diese viel befahrene Straße hat leider auch keinen Radweg. Tipp: Wenn Sie viel befahrene Straßen hassen und sich berechtigterweise nicht auf die Solidarität der Rügener Autofahrer verlassen möchten, dann fahren Sie gerade aus über die Ampelkreuzung. Dort wo die Bahnhofstraße einen Knick nach links macht, führt eine Fußgängerbrücke über die Gleise. Nun müssen Sie allerdings einige Treppen überwinden (Fahrradschiene ist vorhanden). Hinter der Brücke fahren Sie gerade aus in den Hinterhof des Realmarktes. Biegen Sie nach links auf den Parkplatz des Marktes ein und überqueren Sie die dahinter liegende Ampelkreuzung in Richtung "famila"-Markt. Damit haben Sie sich einige bange Minuten erspart! Sie fahren an der Ampelkreuzung nach rechts. Dann passieren Sie eine Tankstelle und fahren unter der Eisenbahnlinie Bergen - Sassnitz hindurch. An der folgenden Ampelkreuzung biegen Sie nach rechts zum Markt "famila" ab. Nun fahren Sie auf einen straßenbegleitenden gepflasterten Radweg. Wenn dieser endet fahren Sie gerade aus auf einen Plattenweg. Dieser mündet in einen schmalen Pfad, der längs altehrwürdiger Kastanien zur nahen B 96 führt. Überqueren Sie bitte diese extrem stark befahrene Straße sehr vorsichtig! Ein unterschotterter Weg, gesäumt von riesigen Kastanien, führt entlang des Ufers des Nonnensees (~~> Thesenvitz 3,5 km; Parchtitz 2,4 km). Dieser See entstand erst, als nach der Wende das Pumpwerk ausfiel und sich die Weideflächen mit Wasser füllten. Heute ist er einer der bedeutensten Flachwasserseen M/V und bietet auf 75 ha. Lebensraum für zahlreiche Vogelarten. Natürlich wurde er als Naherholungszentrum von den Bergenern sehr gut angenommen. Im Winter, wenn er zugefroren ist, tummeln sich hier hunderte Einwohner auf Schlittschuhen. Im Sommer trainiert man hier seine Fitness. Nun beginnt der Rundweg um den Nonnensee, der vorerst naturbelassen ist. An einem Aussichtsturm sollten Sie halt machen und die Vogelwelt dieses Paradieses beobachten. Am Ende des Sees, hinter einem Durchlass, verzweigt sich der Radwanderweg. Sie fahren nach rechts, um an der nächsten Abzweigung nach links auf einen neuen Betonspurenweg zu gelangen. Dieser verläuft wellig längs einer Waldkante. Weiter geht es durch Wiesen, vorbei an einer einsamen Pension mit Reitstall. Auf diesem schönen Radweg kommen Sie schnell voran. Am Ortseingang von Thesenvitz, einem kleinen Dörfchen, biegen Sie nach rechts in eine schmale, relativ wenig befahrene Alleenstraße ab (~~> Neuenkirchen 15,5 km; Patzig 0,8 km). Diese Straße steigt nach Patzig hin allmählich an. Unmittelbar vor Patzig geht es nun steil bergab in den Ort hinein. Sie passieren das Mühlenmuseum und gelangen zur rechterhand auf einem Hang befindlichen, mitteralterlichen St. Margarethenkirche in Patzig. Die Kirche beherbergt den wohl ältesten Taufstein Rügens aus dem Jahre 1250 und ist einen Besuch wert. Leider ist sie nicht immer geöffnet, da Dieben und Vandalen in der heutigen Zeit nichts mehr heilig ist. |
Startpunkt der Tour - der Bergener Markt
Der
Klosterhof
Der
Nonnensee
Beobachtungsturm
Auch
Weißstörche |
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2.
Patzig - Woorke -
16
km
Bewertung
Zustand
Erlebnis
Natur
Erholung
Versorgung
Aussicht
Wetterschutz
Badestellen --- |
Hinter
der Kirche biegen Sie nach links in die abfallende Lindenallee nach
Woorke ein. Vorsicht, tiefere Löcher können zu Unfällen
führen! Vorbei an einem idyllischem Teich verlassen Sie Patzig.
Ein alter, aber noch gut befahrbarer Betonplattenweg führt
vorbei an einer Kläranlage nach Woorke. Im winzigen Ort Woorke
fahren Sie an einer Straßengabelung nach rechts ab. Nun führt
Sie ein neuer asphaltierter Weg zu den Woorker Bergen. Damit ist
ein weithin sichtbares, bronzezeitliches Gräberfeld aus dreizehn
bewachsenen, sechs bis acht Meter hohen Hügelgräbern bezeichnet.
Rügen hat übrigens noch ca. 560 solcher Gräber. Der
Weg knickt nach links ab und führt an einzelstehenden Gehöften
(Neu Kartzitz) vorbei. Wenn das Asphaltband nach rechts abknickt,
fahren Sie gerade aus in einen unbefestigten Feldweg hinein. Hagebutten-
und Schlehensträucher säumen Ihren Weg, der leider nur
im trockenen Zustand gut befahrbar ist. Vor Kartzitz kickt der Weg
nach rechts ab und führt zur nahen, relativ wenig befahrenen,
asphaltierten Ortsverbindungsstraße von Ralswiek nach Rappin.
Gegenüber befindet sich der liebevoll restaurierte Gutshof
Kartzitz. Tipp:
Ein kurzer Abstecher zum Gutshaus Kartzitz lohnt sich auf jedem
Fall. Handelt es sich um die einzige auf Rügen noch erhaltene
Barockanlage. Sie wurde vom damaligen Besitzer von Usedom zwischen
1760 und 1780 errichtet. Heute gehört das Gut Graf und Gräfin
Knyphausen. Leider weisen Schilder darauf hin, dass man sich auf
Privatbesitz befindet und die Besitzer nicht möchten, dass
man ihnen all zu nahe auf den Pelz rückt...
Sie biegen nach links auf die Asphaltstraße ab (~~>
Neuenkirchen 10,2 km, Bubkevitz 1,6 km). Nach ca. 1 km gabelt
sich die Asphaltstraße. Biegen Sie nach rechts ab (~~>
Neuenkirchen 9,1 km; Bubkevitz 0,6 km, ==>
Rappin 3 km).
In einer Rechtskurve fahren Sie links auf die schmale, asphaltierte
Straße nach Bubkevitz (~~> Neuenkirchen
8,7 km; Ziermoisel 1,7 km). Hier in diesen kleinen Dörfchen,
weitab vom Tourismus, scheint die Zeit stehen geblieben zu sein.
Genießen Sie die Stille und Abgeschiedenheit dieser von Landwirtschaft
geprägten Gegend. Den Übergang von Bubkevitz nach Ziermoisel
werden Sie kaum spüren. Ortsschilder - Fehlanzeige! An einer
Straßengabelung an einem alten Gutsanlage halten Sie sich
links. Ein schmales Asphaltband führt durch Wiesen. Das Asphaltband
mutiert zu einer Betonplattenstraße, die von Weiden und Pappeln
gesäumt ist. Hinter einem Bach mutiert nun der Betonplattenweg
zu einem unbefestigten Feldweg. Sie haben die unterste Kategorie
der Rügener Wege vor sich. Ohne ausreichende Fahrfertigkeiten
sollten sie bei diesem losen Sand besser Ihr Rad ab und zu schieben.
Vorbei an einzelstehenden Gehöften stoßen Sie auf die
Gutsanlage Venz (Venz Hof).
Tipp: Bevor Sie links abbiegen schauen Sie sich doch diese schöne Gutsanlage etwas genauer an. Sie wurde 1486 erstmalig urkundlich erwähnt. Seit 1583 gehörte Sie der auf Rügen sehr bekannten Familie von Platen. 1756 machte der berühmte Marschall von Blücher Ferien auf dem Hof seiner Schwester. 1945 wurde das Gut, im Rahmen der Bodenreform in der DDR, enteignet. 1995 erfolgte die Rückübertragung. Radeln Sie am idyllischen kleinen Teich vorbei zur asphaltierten Alleenstraße Neuenkirchen - Silenz. Diese Straße ist relativ wenig befahren und Sie werden sie auch nur ca. 300 m benutzen. Biegen sie nach rechts in diese Allee ein. Die erste mögliche Abfahrt nach links verlassen Sie diese Straße wieder. Auf einer schmalen Asphaltstraße geht Ihre Fahrt an zwei großen Wohnblöcken vorbei. Diese wurden zu DDR-Zeiten gebaut, um Jugendlichen den Verbleib im Dorf schmackhaft zu machen. Am OA beginnt nun ein sandiger Feldweg. Nach wenigen Hundert Metern wird er zum Pfad und führt in einen Gehöft. Hier beginnt der sicher von Ihnen schon heiß "geliebte" DDR-Plattenweg. Am nahem Waldrand beschreibt dieser unangenehme Weg eine Linkskurve. Sie fahren gerade aus in den Wald. Tipp: Wenn Sie von solch furchtbaren Wegen die Nase voll haben und eine viel befahrene Straße nicht scheuen, dann fahren Sie nach links bis zur nahen Landstraße Bergen - Trent - Schaprode. Fahren Sie nach rechts auf diese Straße auf. Sie führt durch ein Wäldchen, vorbei an den unscheinbaren Dörfchen Garditz und Ganschvitz nach Trent. Am Biergarten "Inseltrend" stoßen Sie wieder auf Ihre Tour. Ich hoffe für Sie, dass Ihnen Ihr Schutzengel auf diesen drei Kilometern fest zur Seite steht. Im Wald verzweigt sich der unbefestigte Weg. Halten Sie sich rechts. Auch am Abzweig nach Verlassen des Waldstücks bleiben Sie rechts. Nun führt ein unterschotterter Weg zum nahen Waldrand. Sie stoßen auf ein Wegekreuz. Biegen Sie nach links auf einen Waldweg ein (~~> Trent). Der erste Teil des unbefestigten Weges ist noch ziemlich komfortabel. Er führt längs des ehemaligen Bahndamms der Rügener Kleinbahn entlang. Je weiter Sie nun in die großen Wiesen hineinfahren, desto schmaler und unangenehmer wird dieser Weg. Nach Regen ist er besonders schwer zu befahren. Im Sommer werden Sie durch schmackhafte Mirabellen entschädigt, die am Wegrand stehen. An einem Funkmast trifft der der Wiesenpfad auf die Ortsstraße Trent. Fahren Sie wenige Meter nach rechts die Straße entlang bis zur Gaststätte "Inseltrend". Ein guter Platz für eine kleine Rast. Hier beginnt der nagelneue, asphaltierte Radweg zur Wittower Fähre. |
Die
mittelalterliche Dorfkirche
Hügelgräberfeld
Frühling
auf Rügen
Sandige
Feldwege
Das
Gutshaus
Im
Frühsommer färben Mohnblumen |
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3.
Trent
-
14
km
Bewertung
Zustand
Erlebnis
Natur
Erholung
Versorgung
Aussicht
Wetterschutz
Badestellen
|
Tipp:
Nehmen Sie sich noch einige Minuten Zeit und überqueren Sie
die Straße. Radeln Sie in die Nebenstraße. Biegen Sie
nach rechts ab und Sie gelangen zum wertvollsten Gebäude in
Trent, zur 1318 erstmals urkundlich erwähnten Backsteinkirche.
Sehenswert sind der um 1400 entstandene kreuzrippengewölbte
Chor und der kunstvoll geschnitzte Holzaltar von 1752. Leider ist
die Kirche nicht immer geöffnet, da Vandalen und Diebe leider
mittlerweile auch vor Gotteshäusern nicht mehr halt machen. Fahren Sie hinter der Gaststätte "Inseltrend" auf den asphaltierten Radweg (~~> Vaschvitz 4,9 km; Wittower Fähre 4,0 km). Er verläuft am Ortsrand entlang und folgt im weiteren der Alleenstraße zur Wittower Fähre. Vorbei führt Ihre Tour am kleinem Dörfchen Holstenhagen. Am Abzweig Vaschvitz verlassen Sie den Radweg (~~> Schaprode 10,4 km; Vaschvitz 0,9 km). Überqueren Sie vorsichtig die in der Saison stark befahrene Straße und fahren Sie auf eine gut befahrbare Pflasterstraße. Nun gelangen Sie zu der am Rasower Strom gelegenen, schönen aber doch ein bisschen einsamen Ferienanlage Radison SAS. Sie umfahren links diese Anlage. Natürlich können Sie auch einen Abstecher durch diese Anlage machen und schauen, ob Sie hier nicht einmal Urlaub machen möchten. Vorbei am Haupteingang kommen Sie auf einen ungemütlichen DDR-Plattenweg. Dieser bringt Sie ans nahe Ufer des Rasower Stroms. Nun werden Sie mit einer tollen Aussicht auf Hiddensee, mit seinem Leuchtturm auf dem Dornbusch sowie die Halbinsel Bug entschädigt. Gott sei Dank biegt der Plattenweg nach ca 1 km ins Inselinnere ab. Sie bleiben auf dem leicht unterschotterten, aber gut befahrbaren Weg, der unmittelbar am Ufer verläuft. Bei Regen können Sie sich an einer Wetterschutzhütte unterstellen. Vom Rad-/Wanderweg haben Sie nach wie vor eine tolle Aussicht und nur wenige Wanderer werden Ihre Ruhe stören. Sie kommen an eine weitere Wetterschutzhütte, unmittelbar am mit Schilf bewachsenen Ufer des Rasower Stroms mit bester Aussicht. Hier sollten Sie eine kleine Rast einplanen. An der dritten Wetterschutzhütte verlässt der unterschotterte Feldweg das Ufer und verläuft leicht ansteigend durch Felder. Infolge loser Steine ist er unangenehm zu befahren. Am Abzweig Seehof fahren sie gerade aus auf einen neuen Betonspurenweg. Dieser verläuft eben und fast geradlinig bis nach Poggenhof. Hier treffen Sie auf eine original DDR - Dorfstraße. Fahren Sie gerade aus, vorbei an einer Stieleiche (Umfang 3,6 m) und dem Feuerwehrhaus. Bleiben Sie auf der kurvigen Hauptstraße bis zum OA. Nun beginnt eine breite Asphaltstraße, die ohne jeden Windschutz durch riesige Felder führt. Rechterhand sehen Sie den Schaproder Bodden und Ihr Ziel - die Insel Hiddensee. Am OE von Schaprode stoßen Sie auf die Straße Trent - Schaprode. Biegen Sie nach rechts auf diese Straße ein. Nun fahren Sie durch das kleine aber feine Dörfchen Schaprode, welches das Tor zur Insel Hiddensee darstellt. Da Hiddensee eine autofreie Insel ist, hat Schaprode am Ortsrand einen riesigen Parkplatz. Hier müssen Sie Ihr Auto abstellen, falls Sie mit diesen hierher gekommen sind. Im Sommer sind in Schaprode immer sehr viele Menschen anzutreffen, die von Hiddensee kommen oder dorthin übersetzen wollen. Sie halten sich rechts und gelangen zur St. Johanneskirche, welche die drittälteste Kirche auf Rügen ist. Sie entstand bereits unmittelbar nach der Christianisierung Rügens zu Beginn des 13. Jh. Bemerkenswert die 1723 geschaffene Kanzel und der Barocke Altaraufsatz. Eine alte Grabplatte zeugt davon, dass hier das Familiengrab der Familie von Platen ist, die auf Rügen eine bedeutende Rolle spielte. Nur wenige Meter weiter gelangen Sie zum Hafen. Hier legen die Fähren nach Hiddensee ab. Nun wird es ungemütlich. Gehen Sie zur Kasse und lösen Sie Ihr Bilett für die Überfahrt. Zwei Personen mit Rädern müssen hier über 41 € (Stand 2007) berappen (zur dänischen Insel Bornholm, kommen Sie von Neu Mukran aus für die Hälfte des Geldes bei vielfacher Entfernung)! Es vergeht kaum ein Jahr, wo hier die Preise nicht steigen. So werden Sie sicher nicht gleich wieder eine Überfahrt zum Söten Lännecken planen... Sie sind auf der Fähre und genießen die Überfahrt über den Schaproder Bodden nach Hiddensee. Natürlich ist auch hier für Ihr leibliches Wohl gesorgt. Nach ca. 30 min legen Sie in Neuendorf auf Hiddensee an. |
St. Katharinenkirche
Der
Altar der
Die
Ferienanlage
St. Johanneskirche
Überfahrt nach Hiddensee |
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4.
Insel Hiddensee
20
km
Bewertung
Zustand
Erlebnis
Natur
Erholung
Versorgung
Aussicht
Wetterschutz
Badestellen
(auf der Insel Hiddensee in der Vitter Bucht)
|
Auf Rügens
kleiner Schwester, der Insel Hiddensee, ist vieles noch ursprünglicher
und beschaulicher. Das "Söte Lännecken" begeistert
seine Gäste weniger mit Errungenschaften der modernen Technik
oder pompösen Hotels als vielmehr mit seiner Ruhe und einzigartigen
Natur. Seit 1990 gehört die Insel mit Ausnahme der Ortslagen
zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Das ist der Garant,
das trotz enormer Profitinteressen die Ursprünglichkeit Hiddensees
noch einige Zeit gewahrt werden kann. Hiddensee ist nur 18,6 km
lang und 0,3 bis 3 km breit. Dem ca. 1200 Einwohnern stehen ein
Vielfaches an Urlaubern gegenüber. Gleich vorweg, Hiddensee
ist ein Radlerparadies. Neben Pferdekutschen ist das Rad das einzige
zugelassene Verkehrsmittel, auf der vom privaten Autoverkehr freien
Insel. Bitte verzichten Sie auf Querfeldeinfahrten, um die Natur
nicht zu gefährden! Tipp: Es ist ein heißer Tag und Sie möchten gern baden! Dann fahren Sie am Wegekreuz nach links (~~> Strand 0,6 km) zum nahen Sandstrand. Nichts als rein in die kühlenden Fluten! Dazu benötigen Sie auch keine Badesachen und nicht einmal ein Handtuch. Die Ostsee hat einen so geringen Salzgehalt, dass man sich auch von der Sonne trocknen lassen kann. An Ihrer Nacktheit wird auch niemand Anstoß nehmen. In der DDR war zwar Pornographie verboten, aber Nacktbaden sehr beliebt... Fahren Sie am Wegekreuz nach rechts ab (~~> Hafen 0,8 km). Der gut befahrbare Weg verläuft auf dem Deich entlang. Sie haben eine gute Aussicht auf den Vitter Bodden und die Halbinsel Bug. Bänke laden zum Verweilen ein. Vor dem Hafen in Vitte gelangen Sie erneut an ein Wegekreuz. Bevor Sie dieses gerade aus überfahren, machen Sie einen kurzen Abstecher zum idyllischen Hafen. Hier können sie auch Ihren Hunger und Durst stillen. Von hier aus kann man auch zur Insel Rügen übersetzen. Fahren Sie zurück zum Wegekreuz und dann nach rechts (~~> Kloster 2,1 km; Leuchtturm 3,9 km). Ihr Rad-/Wanderweg führt weiter auf dem Deich entlang. Im Sommer sind hier immer viele Wanderer und Radler unterwegs. Sie haben eine tolle Aussicht auf den Bodden, Rügen und den Leuchtturm auf dem Dornbusch. Der gepflasterte, gut befahrbare Weg endet am belebten Hafen in Kloster. Hier empfängt Sie eine umfangreiche Gastronomie, die keine Wünsche offenläßt. Sie haben auch eine öffentliche Toilette und eine Infotafel zur Insel Hiddensee zu Ihrer Verfügung. Von hier aus können Sie auch jederzeit nach Schaprode (Insel Rügen) übersetzen. Die Orte Kloster und Vitte werden Sie auf dem Rückweg genauer inspizieren. Nun sollen Sie sich erst einmal dem Wahrzeichen von Hiddensee, dem Leuchtturm, zuwenden. Vom Hafen aus, hinter einem Hotel, führt links der Weg zum Dornbusch. Anfangs ist er noch betoniert. Überqueren sie ein Wegekreuz. Dann steigt der Weg, umrahmt von Sandornbüschen an und wird sehr sandig. Nun führt ein schlimmer DDR-Plattenweg weiter steil nach oben. Sie sollten bei diesem Anstieg und den vielen Menschen, die hier in der Saison unterwegs sind, Ihr Rad schieben. Der Weg führt in einen Kiefernwald zu einem Aussichtspunkt. Von hier aus können Sie große Teile der Insel, die Boddengewässer und Uferbereiche der Insel Rügen sehen. Der Leuchtturm und der Dornbusch liegen greifbar nahe vor Ihnen. Ein Fernglas empfiehlt sich. Eigentlich sollen Sie nun laut Hinweisschildern Ihr Fahrrad stehen lassen und den weiteren Weg zu Fuß laufen. Obwohl Diebstahl auf Hiddensee noch eher selten ist, sollten Sie wertvolle Räder besser weiter schieben, denn dann sind Sie ja laut StVO Fußgänger. Nun führt ein naturbelassener Weg durch ein Wäldchen und dann durch Wiesen zum Leuchtturm. Sie befinden sich nun auf dem Dornbusch in einer Höhe von ca. 70 m über dem Meeresspiegel. Das Besteigen des 1887/88 erbauten und 28 m hohen Leuchtturms ist bei guter Sicht ein Muss (geöffnet täglich 10.30 Uhr - 16.00 Uhr). Nachdem Sie die 95 Stufen geschafft haben, bietet sich vom weithin sichtbaren Wahrzeichen Hiddensees ein beeindruckendes Panorama. Bei klarem Wetter reicht Ihre Sicht vom Kap Arkona im Nordosten über die gesamte Insel Hiddensee bis nach Stralsund im Süden. Am fernem nordwestlichen Horizont erheben sich aus dem endlosen, blauen Meer die Kreidefelsen der dänischen Insel Moen. Der Sand, der ständig von den Hängen des Dornbusch abgespült wird legt sich an den weit in die See hineinragenden Nehrungen Altbessin und Neubessin wieder ab. So wachsen diese jährlich ca. 5 m. Auf den Nehrungen sowie der zu Hiddensee gehörenden Fährinsel sind umfangreiche Vogelschutzgebiete entstanden. Genießen Sie den Ausblick und erholen Sie sich hier von Ihrer anstrengenden Radtour. Alles geht einmal zu Ende! Schieben Sie Ihr Rad wieder den Weg zurück bis zum Wegekreuz am OE Kloster. Nun fahren Sie nach rechts ab (~~> Neuendorf 8,0 km; Vitte 2,7 km; Inselkirche 0,2 km; Hauptmann Haus 0,5 km; Museum 0,6 km). Der kleine Ort Kloster hat so einiges zu bieten. Erfreuen Sie sich an der um 1400 erbauten kleinen aber feinen Inselkirche. Sie ist das älteste Gebäude Hiddensees. Nachdem sie im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde, wurde sie 1781 wieder aufgebaut. Eine Besonderheit ist hier ein frei fliegender Engel. Auf dem anliegenden Friedhof finden Sie das Grab von Gerhart Hauptmann (+1946) und Gret Palucca (+1993), sowie weitere bedeutende Persönlichkeiten aus unserer Geschichte, die Hiddensee als Rückzugsgebiet für ihr turbulentes Leben erkannt hatten. Vorbei an schönen Pensionen und der Insel Galerie gelangen Sie zum Gerhart Hauptmann Haus. 1885 weilte der große deutsche Dichter erstmals auf Hiddensee und konnte nie mehr von diesem Eiland lassen. 1930 kaufte er das Haus Seedorn, welches nach seinem Tod 1946 zum Museum wurde. Vorbei an Malern, die ihre Inselerlebnisse auf Leinwand bannen und kleinen Läden gelangen Sie zum Heimatmuseum. Hier können Sie vieles Interessantes zur Geschichte und Kultur Hiddensees erfahren. Weit über die Grenzen Hiddensees hinaus bekannt ist der Goldschmuck, der nach einer Sturmflut 1872 bei Neuendorf gefunden wurde. Dieser Goldschmuck gilt als eine der wertvollsten Arbeiten wikingischer Handwerkskunst aus dem 10. Jh. Halten Sie sich links und radeln Sie auf den schmalen Weg längs des feinsandigen Strandes, der durch die bewachsenen Dünen sichtgeschützt ist gen Süden. Natürlich haben Sie immer wieder die Möglichkeit an einem Übergang zum Strand zu gelangen und sich zu erfrischen oder nur zu erholen. Fast unmerklich gelangen Sie durch Wiesen zum administrativen Zentrum Vitte. Auf der Herfahrt haben Sie bereits den Hafen kennen gelernt, nun sollen Sie auch noch den Ort einen Besuch abstatten. Neben wunderschönen Pensionen, die sich bewundernswert in die Natur einpassen ist die Blaue Scheune ein Besuchermagnet von Vitte. Am Ortsausgang von Vitte stoßen Sie wieder auf das Wegekreuz, welches Sie schon auf der Herfahrt gesehen haben. Fahren Sie über dieses Wegekreuz gerade aus drüber (~~> Neuendorf 5,2 km; Leuchtfeuer 8,0 km; Dünenheide 2,4 km). Auf dem bereits bekannten Weg durchqueren Sie die Dünenheide und radeln zum Hafen von Neuendorf. Ihr Hiddenseeaufenthalt nähert sich seinem Ende. Nun heißt es nur noch auf die Fähre zu warten. Die kleine Gastronomie am Hafen hilft Ihnen die Zeit zu überbrücken. Nun gilt es Abschied zu nehmen von diesem schönen Eiland. Mit jeder Minute wird das Ufer kleiner. Die Abendsonne spiegelt sich im Schaproder Bodden und Sie hängen noch lange Ihren Eindrücken nach... |
Hiddensee ist eine Insel ohne Auto
Der Leuchtturm am Gellen auf Hiddensee
Uferlandschaft auf Hiddensee
Im
Spätsommer blüht auf Hiddensee
Hafen in Vitte
Die Blaue Scheune in Vitte
Prominenz auf dem Friedhof von Hiddensee
Der Weg zum Leuchtturm auf dem Dornbusch
Das Wahrzeichen von Hiddensee
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5.
Schaprode -
17
km
Bewertung
Zustand
Erlebnis
Natur
Erholung
Versorgung
Aussicht
Wetterschutz
Badestellen ---
|
Die Küste
Rügens rückt immer näher und mit ihr die Entscheidung:
wie weiter bis nach Bergen. Glücklicherweise haben Sie mehrere
Möglichkeiten zur Auswahl. Tipp: Sind Sie müde und möchten die letzte Etappe auslassen, dann fahren Sie in Patzig nach rechts auf die ansteigende Hauptstraße. Nach einer Schussfahrt nach Thesenvitz hinunter, biegen Sie am OE nach links auf den neuen Betonspurenradweg nach Bergen ab (~~> Bergen 4,5 km; Nonnensee 2,2 km). Vorbei am Nonnensee bringt Sie dieser gut befahrbare Radweg in ca. 30 Minuten an Ihr Ziel - Bergen. |
Das
Ufer Winter
am
Die
St. Georgkirche
Der (Rad)Weg am Neuendorfer Wiek
Das
Gut Kartzitz mit wunderschönem |
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6.
Gnies -
10
km
Bewertung
Zustand
Erlebnis
Natur
Erholung
Versorgung
Aussicht
Wetterschutz
Badestellen
(Hafen Ralswiek) |
Im
kleinem Örtchen Gnies gabelt sich die Straße. Sie fahren
nach rechts ab (~~> Bergen 9,4 km; Ralswiek
2,1 km). Die insbesondere vor den Störtebekerveranstaltungen
stark befahrene Straße steigt allmählich an. Den nach
Jarnitz abzweigenden Weg lassen Sie rechts liegen. Linkerhand sehen
Sie nun einen großen Parkplatz für die Besucher der Störtebekerfestspiele
in Ralswiek. Die Straße taucht in ein Waldstück ein und
fällt nach Ralswiek hinein steil ab. In wenigen Minute kommen
Sie an eine Kreuzung im Zentrum von Ralswiek. Nach links gelangen
Sie zum Schlosspark und Schloss. Nach halblinks führen Wege
zur Freilichtbühne, gerade aus gelangen Sie zum Jachthafen
und nach rechts führt die Alleenstraße nach Bergen. Tipp: Wenn Sie schon mal ohne zu bezahlen eine Weile in die Aufführung hinein schauen wollen, stellen Sie sich im Schlosspark oberhalb der Bühne an eine günstige Stelle. Mit einem Fernglas sind sogar die Akteure gut zu sehen. Und bestimmt bekommen sie dabei Lust diese in Deutschland einmalige Bühne und Veranstaltung zu besuchen. Ich verspreche Ihnen, dass Sie es nicht bereuen werden! Nun noch schnell einen kleinen Abstecher zum Jachthafen. Genießen Sie den Blick auf tolle Jachten und die Abendstimmung am Großen Jasmunder Bodden. Nun wird es Zeit diesen schönen Ort zu verlassen. Übrigens war Ralswiek vom 9. bis 12 Jh. bereits eine bedeutende slawische Siedlung, die Handelsbeziehungen bis zum Orient pflegte. Dies bewies der 1974 gefundene Dirhamschatz mit über 2000 Gold- und Silbermünzen. Fahren Sie die Dorfstraße entlang zum Ortsausgang. Von ca. 17.00 Uhr bis 23.00 Uhr sind die Zufahrtsstraßen nach Ralswiek für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Busse und Kleinbahnen bringen die Besucher, die von den Parkplätzen aus nicht laufen möchten oder können zur Freilichtbühne. Sie haben also möglicherweise eine leere Straße vor sich. Am OA beginnt links der Rad-/Fußweg. Am Waldrand sollte Sie noch einen Blick auf die kleine, hölzerne Schwedenkirche werfen, die 1907 erbaut wurde. Nun steigt der straßenbegleitende Rad/-Fußweg steil an. Vorbei am riesigen Hauptparkplatz für die Störtebekerfestspiele gelangen Sie zur B 96. Überqueren Sie vorsichtig die Bundesstraße. Auf der anderen Seite fahren Sie nach rechts auf den asphaltierten, straßenbegleitenden Radweg (~~> Bergen 5,6 km). Der Radweg verläuft stark wellig vorbei an den kaum sichtbaren Orten Strüßendorf und Prisvitz. Nun verläuft er weiter neben der Zufahrtsstraße nach bergen. Überqueren Sie den Bahnübergang der Strecke Bergen - Sassnitz bzw. Binz. Hinter dem Bahnübergang rechts der Straße befindet sich ein Storchennest, welches jedes Jahr besetzt ist. Machen Sie vor den steilen Anstieg nach Bergen noch eine kleine Pause und genießen Sie das Familienleben der Störche. Diese sorgen sich rührend um ihren Nachwuchs. Nun geht es steil bergan. Am OE von Bergen endet der Radweg. Fahren Sie soweit es geht auf den rechtsseitigen Bürgersteig weiter nach oben. Nach rechts und links abzweigende Straßen ignorieren Sie. Das letzte Stück müssen Sie mit der etwas holprigen Pflasterstraße vorlieb nehmen. Sie gelangen schnell zum Markt und somit ans Ziel Ihrer langen und beschwerlichen Radtour. Meine Hochachtung, Sie sind fit und gesund. Nun haben Sie Ruhe und Erholung nötig. Ich sage Ihnen: "Tschüs, bis zu unserer nächsten gemeinsamen Radtour über unsere schöne Insel. |
Das
Schloss
Die
Freilichtbühne der Störtebekerfestspiele
Klaus
Störtebeker:
Der
Schlosspark
Die
Schwedenkapelle
Bergen - am Markt |
| Legende:
~~> Wegweiser für
Radwege; ==> Wegweiser für
Straßen; OE - Ortseingang; OA - Ortsausgang;
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