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Detailinformationen zur Tour 5: Westrügen - Insel Ummanz

1.  Bergen - Patzig

7 km
ca. 40 min

 

Bewertung der Etappe:

 

Zustand

Erlebnis

Natur

Erholung

Versorgung

Aussicht

Wetterschutz

Badestellen

---

 

Glückwunsch, Sie haben sich zu einer Radtour fernab vom hektischen Treiben der Bäderorte ins ländlich geprägte Westrügen und die Insel Ummanz entschieden. Sie gehören zu den Menschen, denen Ruhe viel bedeutet und die sich auch an den kleinen Dingen des Lebens erfreuen können. Na, dann los. Sie radeln vom Markt, vorbei an der Post und ältesten Kirche Rügens, die gepflasterte Marktstraße hinab. Radwege - leider Fehlanzeige! Bei der ersten Gelegenheit biegen Sie nach rechts in die Bahnhofstraße ein. Am Kaufhaus verzweigt sich die Straße. Bleiben Sie rechts und fahren Sie vorbei am etwas unscheinbaren Bismarkdenkmal und dem Sanakrankenhaus die steil abfallende, nunmehr asphaltierte Straße hinunter. An der Ampelkreuzung biegen Sie nach rechts in die Ringstraße ab. Diese viel befahrene Straße hat leider noch keinen Radweg in Richtung Märkte / Industriegebiet.
Tipp: Wenn Sie viel befahrene Straßen hassen und sich berechtigterweise nicht auf die Solidarität der Rügener Autofahrer verlassen möchten, dann fahren Sie gerade aus über die Ampelkreuzung. Dort wo die Bahnhofstraße einen Knick nach links macht, führt eine Fußgängerbrücke über die Gleise. Nun müssen Sie allerdings einige Treppen überwinden (Fahrradschiene ist vorhanden). Hinter der Brücke fahren Sie gerade aus in den Hinterhof des Realmarktes. Biegen Sie nach links auf den Parkplatz des Marktes ein und überqueren Sie die dahinter liegende Ampelkreuzung in Richtung "famila"-Markt. Damit haben Sie sich einige bange Minuten erspart!


Sie passieren eine Tankstelle, halten sich an einer Straßengabelung links und fahren unter der Eisenbahnlinie Bergen - Sassnitz hindurch. An der folgenden Ampelkreuzung biegen Sie nach rechts zum Markt "famila" ab. Nun haben Sie einen großzügig angelegten straßenbegleitenden, gepflasterten Radweg zu Ihrer Verfügung. Wenn dieser endet fahren Sie, anstatt nach rechts zum famila-Markt, gerade aus auf einen Plattenweg. Dieser mündet in einem schmalen Pfad, der längs altehrwürdiger Kastanien zur nahen B96 führt. Übrigens sind nun mittlerweile die wunderschönen Kastanien Rügens auch von Motten befallen und man vermisst schmerzlich im Herbst ihre ansonsten so wunderschöne Färbung... Überqueren Sie bitte die extrem stark befahrene Bundesstraße sehr vorsichtig! Ein unterschotterter Weg, gesäumt von riesigen Kastanien, führt nun entlang des Ufers des Nonnensees (~~> Thesenvitz 3,5 km; Parchtitz 2,4 km). Dieser See entstand erst, als nach der Wende das Pumpwerk ausfiel und sich die Weideflächen mit Wasser füllten. Heute ist er einer der bedeutendsten Flachwasserseen M/V und bietet auf 75 ha. Lebensraum für zahlreiche Vogelarten. Natürlich wurde er als Naherholungszentrum von den Bergenern sehr gut angenommen. Im Winter, wenn er zugefroren ist, tummeln sich hier hunderte Einwohner auf Schlittschuhen. Im Sommer trainiert man hier seine Fitness. Nun beginnt der Rundweg um den Nonnensee, der vorerst naturbelassen ist. An einem Aussichtsturm sollten Sie halt machen und die Vogelwelt dieses Paradieses beobachten. Besonders im Frühjahr und Herbst treffen Sie hier tausende von Gänsen, Schwänen, Enten und anderen Wasservögeln. Am Ende des Sees, hinter einem Durchlass, verzweigt sich der Radwanderweg. Sie fahren nach rechts (2007 fehlte hier die Ausschilderung in diese Richtung), um an der nächsten Abzweigung nach links auf einen neuen Betonspurenweg zu gelangen. Dieser verläuft wellig längs einer Waldkante. Linkerhand ist eine ausgedehnte Weide, auf der Sie oft Rinder sehen. Weiter geht es durch Wiesen, vorbei an einer einsamen Pension mit Reitstall. Auf diesem schönen Radweg, der nun eben durch Felder und Wiesen verläuft, kommen Sie schnell voran. Am Ortseingang von Thesenvitz, einem kleinen aber feinen Dörfchen, biegen Sie nach rechts in eine schmale, wenig befahrene Alleenstraße ab (~~> Neuenkirchen 15,5 km; Patzig 0,8 km). Die Asphaltstraße steigt nach Patzig hin allmählich an. Unmittelbar vor Patzig geht es nach steilen Anstieg ebenso steil bergab in den Ort hinein. Linkerhand befindet sich das Mühlenmuseum. Hier erhalten Sie Informationen über die Funktionsweise alter Mühlen. Weiter unten im Ort gelangen Sie nach rechts auf die auf einem Hang befindliche, mittelalterlichen St. Margarethenkirche. Die im 15. Jh. erbaute Kirche beherbergt den wohl ältesten Taufstein Rügens aus dem Jahre 1250, einen geschnitzten Flügelaltar (15. Jh.) und teilweise freigelegte Wandmalereien aus dem 15 Jh. Leider ist sie auf Grund des zunehmenden Vandalismus und Kirchendiebstahls nicht immer geöffnet.

Katholische Kirche in Bergen

Klosterhof Bergen mit Stadtmauer

Abendstimmung am Nonnensee bei Bergen

St. Margarethenkirche in Patzig



Idyllischer Teich in Patzig

2.  Patzig - Woorke - Veikvitz - Gagern - Silenz - Gingst

 

17 km
ca. 110 min

 

Bewertung der Etappe:

 

Zustand

Erlebnis

Natur

Erholung

Versorgung

Aussicht

Wetterschutz

Badestellen

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Die Dorfstraße beschreibt nun eine Rechtskurve. Nach dieser biegen Sie nach links in eine abfallende Lindenallee ein (==> Woorke; Hügelgräber). Die sanierungsbedürftige Asphaltstraße mündet am Ortsausgang, an einem idyllischen Teich, in eine DDR-Plattenstraße. Sie biegen aber nach rechts in einen unbefestigten Feldweg ab. Dieser bei Trockenheit durchaus passable Weg bringt Sie zu einer einmaligen Grabanlage auf Rügen - den Hügelgräberfeld von Woorke. Aus der Ebene erheben sich plötzlich 14 mit Eichen und Buchen bewachsene ca. 8 m hohe Hügel. Diese in der Bronzezeit (ca. vor 3000 Jahren) entstandenen Großgräber zeugen von der Totenverehrung durch unsere Vorfahren. Sie sind genau so wie die Großsteingräber ein Wahrzeichen Rügens. Hinter dem Gräberfeld biegen Sie an einer Verzweigung nach links auf die neue schmale Straße nach Woorke ab. Ein Auto wird Ihnen hier sicher nicht begegnen. Woorke, ein winziger Ort mit nur wenigen Häusern zeugt von einer unbeschreiblichen Zersiedlung Rügens. Hier haben Fürst Malte und seine Vorfahren seinerzeit keine gute Arbeit geleistet! Im winzigen Ort gabelt sich die schmale Straße. Sie biegen nach rechts ab (~~> Veikvitz I / II). Ihre komfortable Betonplattenstraße aus der Nachwendezeit mündet nun in eine alte DDR-Plattenstraße. Der Unterschied ist spürbar. Diese Holperpiste verläuft durch freie Felder. Veikvitz II empfängt Sie mit ländlichem Geruch. Der Ort besteht, wie so viele auf Rügen, nur aus drei, vier Häusern.
Biegen Sie im Ort nach links auf einen neuen Betonspurenweg ab. Nach einer steilen Rechtskurve sind Sie schon im nicht viel größeren Ortsteil Veikvitz I. Durchfahren Sie diesen, gelangen Sie zur Kreisstraße nach Rappin. Überqueren Sie bitte vorsichtig diese Straße. Auf der anderen Seite beginnt ein breiter, etwas unterschotterter Feldweg (~~> Gagern), der sich recht gut befahren lässt und Sie durch Felder führt. Am OE Gagern beginnt eine neue Asphaltstraße Vorbei an schönen Häusern fahren Sie in den Ort hinein. In der Ortsmitte gelangen Sie an eine etwas verschobene Kreuzung. Halten Sie sich erst links und dann gleich wieder rechts. Linkerhand lädt Sie das Gasthaus "Alte Schule" zu einer Rast ein.


Tipp: Vor dem Gasthaus nach links gelangen Sie zum ca. 2 km entfernten Schlosspark Pansevitz. Er gehört zu den wertvollsten Parkanlagen Rügens. Hier erwartet Sie eine Schlossruine und ein wunderschöner, gepflegter Park mit Teichen, Alleen und uralten, wertvollen Bäumen. Der Umweg lohnt sich und nimmt ca. 30 min in Anspruch.

Sie verlassen nun das kleine Örtchen Gagern. Am OA gelangen Sie zu einer Wegegabelung. Fahren Sie nach rechts auf den unterschotterten, etwas unangenehmen, aber sehr breiten Feldweg (~~> Silenz). Vor Ihnen erstreckt sich nun ein großer Windpark. Das ist einer der ersten auf Rügen gebauten Windparks. Da auf Rügen fast immer Wind weht, eignet es sich in besonderer Weise dafür. Allerdings regt sich auch Widerstand von Anwohnern und Naturschützern gegen diese umweltfreundlichen Stromerzeuger. Vorbei an den riesigen Windrädern verläuft der Weg durch Felder und gabelt sich in Sichtweite des Dörfchen Silenz. Sie fahren nach rechts weiter. Durchqueren Sie die neu sanierte Gutsanlage Silenz. Vorbei am kleinen aber feinen Gutspark fahren Sie nun in den Ort hinein. Die schmale asphaltierte Ortsstraße mündet auf der Kreisstraße nach Neuenkirchen. Fahren Sie nach halblinks auf diese in der Saison stärker befahrene Straße. Nach ca. 200 m gelangen Sie an eine Kreuzung mit der Kreisstraße von Bergen nach nach Trent. Überqueren Sie diese in der Saison sehr stark frequentierte Straße. Der breite, asphaltierter Radweg steigt leicht an (~~> Insel Ummanz; Gingst 3,5 km). Leider ist er für Anlieger frei und wird gern als Rennpiste verwendet. Er schlängelt sich durch Wiesen und Felder. In einer Doppelkurve bietet Ihnen eine Wetterschutzhütte ihre Dienste an. Der weg steigt an und gibt die Sicht auf Koselower See frei. Dieser See und die Breite trennen die Insel Ummanz von der Insel Rügen. Fahren sie vorbei an einzelstehenden Gehöften und passieren Sie den Abzweig nach Teschvitz. Nun sehen Sie schon zum Greifen nah Gingst mit seinem Wahrzeichen - der mittelalterlichen Kirche. Vorbei an einer Schutzhütte (~~> Rügenrundtour) fahren Sie nach rechts auf die Hauptstraße von Gingst auf. Auch diese Straße, die Sie nur wenige Meter bis zum Markt benutzen, ist in der Saison stark befahren.

Hügelgrab bei Woorke

 

Gutshof in Silenz

 

Gutspark in Silenz

 

St. Jacobikirche in Gingst

 

Orgel der St. Jacobikirche

3. Gingst - Kapelle -
Volsvitz - Rattelvitz
Varbelvitz -
Mursewiek
Waase

 

7 km
ca. 45 min

 

Bewertung der Etappe:

 

Zustand

Erlebnis

Natur

Erholung

Versorgung

Aussicht

Wetterschutz

Badestellen

Am kleinen Markt in Gingst gönnen Sie sich erst einmal eine Pause. Dazu laden verschiedene kleine Restaurants und Läden ein. Sie können auch draußen sitzen und Ihre Räder im Auge behalten. Gingst wurde übrigens bereits 1232 urkundlich erwähnt und war über Jahrhunderte ein bedeutendes Handwerkerdorf auf Rügen. Davon zeugt das Handwerksmuseum, welches in einem Gebäude aus dem 17. Jh. untergebracht ist. Dem Museum und insbesondere der Anfang des 15. Jh. errichteten Jacobikirche sollten Sie ein bisschen Zeit widmen. Allein schon die spätbarocke Orgel aus dem Jahre 1790 ist ein Besuch dieser schönen, alten Kirche Wert. Sie haben sich gestärkt und ein bisschen umgesehen. Na dann weiter!
Fahren Sie in die Pflasterstraße gegenüber der Kirche hinein (==> Rügenpark). Diese verläuft längs eines kleinen Parkes. Weiter säumen kleine Einfamilienhäuser, ein Hotel und Märkte den Weg. Unmittelbar am OA von Gingst treffen Sie auf den Rügenpark, den größten Freizeitpark Rügens. Über 60 maßstabsgetreue Modelle weltbekannter Gebäude, Rügen in Miniaturausgabe und 10 Attraktionen von einer Riesenrutsche bis zum Scooter erwarten Sie. Der Park hat in der Saison täglich von 09.00 - 18.00 Uhr geöffnet. In der Vor- und Nachsaison ist montags geschlossen.
Wenn Sie die 8,00 € Eintritt (Stand: 2007) nicht scheuen und mindestens ein bis zwei Stunden opfern können, sollten Sie diese Abwechslung auf Ihrer Tour in Anspruch nehmen. Insbesondere Kinder werden dafür sehr dankbar sein.
Sie setzen Ihre Fahrt nunmehr auf einer Asphaltstraße fort. Sie passieren den Parkplatz des Rügenparkes und durchfahren den winzigen Ortsteil von Gingst - Kapelle. Dahinter verläuft das schadhafte Asphaltband längs einer Zeile mächtiger uralter Eichen. Immer wieder bietet sich Ihnen ein kurzer Ausblick auf den Varbelvitzer Bodden und Ihr Tagesziel - die Insel Ummanz. Nach einer Linkskurve radeln Sie in das kleine aber feine Volsvitz. Schöne Einfamilienhäuser mit gepflegten Vorgärten und eine größere Pension säumen Ihren Weg. Das Asphaltband tritt nun in ein kleines Wäldchen ein. An einer Abzweigung halten Sie sich links. Versuchen Sie den üblen Schlaglöchern auszuweichen. Nach kurzer Fahrt gelangen Sie an einem einzelstehenden Gehöft auf die viel befahrene Straße nach Ummanz. Radweg - Fehlanzeige! Zu spät wurde auf Rügen die Bedeutung eines Radwegenetzes erkannt. Heute fehlt es weniger am guten Willen als vielmehr am Geld, um die Situation grundlegend zu verbessern... Biegen Sie nach rechts auf die asphaltierte Allee ab. Für die nächsten Kilometer brauchen Sie in der Saison gute Nerven. Vorbei führt Ihre Strecke an dem winzigen Ort Varbelvitz. Eine nach links abzweigende, schmale Straße ignorieren Sie. Die dorthin angezeigten Ziele: Bauer Lange und Edeldestillerie Lieschow besuchen Sie auf der Rücktour von Ummanz. Sie bleiben rechts (==> Waase 2 km)! In einer Linkskurve führt nach rechts ein Weg zum Geflügelhof Kliewe. Vor sich sehen Sie die Wiesen voller Federvieh, wenn nicht gerade mal wieder durch die Obrigkeit Stallpflicht angeordnet wurde. Den kurzen Abstecher sollte Sie sich nicht entgehen lassen. Dieser moderne Bauernhof hat auf Rügen einen guten Ruf. Hier lebt das Federvieh artgerecht und schmeckt auch dementsprechend. Der Bauernhof beinhaltet einen Hofladen und eine Pension. Hinter der Pension finden Sie noch einen kleinen Streichelzoo
Weiter geht Ihre Fahrt auf der Asphaltstraße Richtung Ummanz. Die Straße beschreibt eine steile Rechtskurve (~~> Insel Ummanz; Waase 1,2 km). Am OE des kleinen Dorfes Mursewiek befindet sich rechterhand ein im Bau befindlicher Wohnpark in bester Lage. Reedgedeckte Häuser entstehen in unmittelbarer Nähe des Ufers. Übrigens werden Sie auf den Rückweg hier abbiegen. Nun fahren Sie aber gerade aus weiter (~~> Insel Ummanz; Waase 0,6 km). Unmittelbar vor der Brücke zur Insel Ummanz beginnt rechterhand ein mit der Brücke gebauter der Radweg. Auf der Brücke halten Sie bitte an und genießen Sie die Aussicht auf den schilfbewachsenen Focker Strom und den Varbelwitzer Bodden (rechterhand) und die Breite (linkerhand). Vor Ihnen liegt Ihr Tagesziel - die Insel Ummanz, die stille Schwester Rügens.

Blick in den Miniaturenpark in Gingst


Gesundes und glückliches Federvieh auf Rügen


Geflügelhof Kliewe bei Mursewiek


Blick auf den Focker Strom

 

4. Waase - Wusse -
Suhrendorf - Haide -
Markow - Waase
(Insel Ummanz)

10 km
ca. 60 min

 

Bewertung der Etappe:

 

Zustand

Erlebnis

Natur

Erholung

Versorgung

Aussicht

Wetterschutz

Badestellen

 

Leider endet der Radweg unmittelbar hinter der Brücke. Sie sind in Waase, einem kleinen, aber dennoch den größten Ort der Insel. Die Küsten der Insel gehören neben weiteren kleinen Inseln zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Sie ist nur ca. 20 qkm groß und hat etwa 650 Bewohner. Ihre höchste Erhebung beträgt 3 m. Auf Ummanz brüten zahlreiche Wasservögel. Gelegentlich kann man auch See- und Fischadler beobachten. Hier gibt es noch wirkliche Stille und die Möglichkeit mit sich und der Natur eins zu sein. Sie werden die Insel im Uhrzeigersinn erkunden. Fahren Sie also die Straßengabelung nach links ab. Am Ufer haben Sie eine schöne Gaststätte, wo Sie auch unmittelbar am Wasser sitzend ein gutes Mahl einnehmen können. Gegenüber befindet sich die 1291 von Zisterzienser Mönchen erbaute Kapelle - St. Marienkirche mit separaten Glockenturm. Nehmen Sie sich einige Minuten Zeit und genießen Sie Malereien aus der Zeit um 1470 und den gotischen Schnitzaltar aus dem Jahre 1520. Diese mittelalterlichen Kirchen sind die versteckten Reichtümer Rügens. Man kann nur hoffen, dass Sie in einer gottfernen Welt nicht dem Zeitgeist zum Opfer fallen...
Hinter der Kirche bietet eine restaurierte Scheune ihre lukullischen Spezialitäten an. Sie fahren weiter auf der nun unmittelbar am Ufer verlaufenden Straße in Richtung Wusse. Diese Straße ist auch in der Saison nur mäßig befahren. Gelegentlich bietet sich Ihnen eine gute Aussicht auf die Breite und den dahinter beginnenden Kubitzer Bodden. Passieren Sie das winzige Dörflein Wusse. Nun gabelt sich die Straße. Wenn Sie noch Reserven haben, ist ein Abstecher nach links nach Freesenort eine lohnende Sache. Dort finden Sie eines der ältesten Häuser Rügens, die Hasenburg (17. Jh.) und haben eine gute Sicht auf den Kubitzer Bodden und die unbewohnte Insel Heuwiese. Zeitbedarf 20 min.
Sie haben es eilig! Dann halten Sie sich rechts. Ein neues, schmales Asphaltband verläuft nun durch Felder und Weiden. Bei vorbei fahrenden Fahrzeugen wird es eng! Nach einer Rechtskurve gelangen Sie nach Suhrendorf. Hier ist nach der Wende ein modernes Feriencamp entstanden. Fahren Sie in die Anlage hinein und halten Sie sich am Ufer rechts. Am Rande des Ferienparkes beginnt direkt auf der Deichkrone der nagelneue asphaltierte Radweg (Sollte man Ihnen die Durchfahrt verwehren, fahren Sie hinter dem Feriendorf in Richtung Haide an einer Bushaltestelle auf einen unauffälligen Waldweg zum Deich). Sie haben nun eine tolle Aussicht auf den Schaproder Bodden und die Insel Hiddensee. Ja, so wünscht man sich Radwege auf Rügen! Leider ist dieser Radweg nach 2,8 km am Jugenddorf Jump schon wieder zu Ende. Sie durchfahren den kleinen Ort Haide und weiter geht es durch Felder und ein kleines Waldstück nach Markow. Radeln Sie nun auf einer schmalen Asphaltstraße Richtung Waase. An der nächsten Straßengabelung halten Sie sich rechts. Nach wenigen Minuten durch Felder sind Sie wieder am Ausgangspunkt Ihrer Inselrundfahrt - in Waase.


Sollten Sie im Frühjahr oder Herbst diese Tour abfahren, ist ein Abstecher in Richtung Tankow nur zu empfehlen. Sie könnten sonst Ihr größtes Inselerlebnis verpassen! Tausende von Kranichen fliegen hier jedes Jahr ein, um sich für den Weiterflug zu stärken. Ein Fernglas empfiehlt sich. Dann könnte es Ihnen sogar gelingen, sich am eleganten Tanz der Kraniche zu erfreuen. Für diesen kurzen Abstecher sollten Sie ca. 45 min einplanen.

Ansonsten fahren Sie auf der Hauptstraße von Waase weiter bis die Brücke nach Rügen ins Sichtfeld gerät. Unmittelbar davor, rechter Hand ist ein kleines Museum, welches Ihnen noch einige Minuten wert sein sollte.

Brücke zur Insel Ummanz

St. Marienkirche in Waase / Ummanz

Eingang zum Ostseecamp Suhrendorf
auf Ummanz


Radweg auf dem Deich bei Suhrendorf

5. Waase -
Mursewiek -
Lieschow - Klein
Kubitz

 

8 km
ca. 40 min

 

Bewertung der Etappe:

Zustand

Erlebnis

Natur

Erholung

Versorgung

Aussicht

Wetterschutz

Badestellen

Sie verlassen über die Brücke wieder dieses unspektakuläre Eiland und durchfahren auf bekannter Strecke den Ort Mursewiek. Am OA, gegenüber der Siedlung "Am Focker Strom" zweigt eine Straße nach rechts ab (~~> Lieschow 2,3 km). Fahren Sie in diese schmale Asphaltstraße hinein. Vorbei an schönen Einfamilienhäusern verlassen Sie den kleinen Ort Mursewiek. Das schmale Asphaltband, kaum von Autos genutzt, verläuft durch Felder. Sie haben eine gute Aussicht auf die Insel Ummanz und die Breite. Sie gelangen an ein Wegekreuz. Haben Sie es sehr eilig, fahren Sie gleich nach links ab. Sie haben aber noch Zeitreserven. Dann fahren Sie gerade aus über die Kreuzung hinweg (==> Rügen Ferienhof; Brennerei). Nach wenigen Metern taucht links ein Gebäude auf. Sie sind an Rügens Edeldestillerie Lieschow angelangt. Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit. Einer Verkostung dieser edlen und schmackhaften Obstbrände steht nichts im Wege. Übrigens werden auf Ihren Wunsch auch wunschgemäße Etiketten auf Flaschen geklebt. Sie haben damit ein persönliches und qualitativ hochwertiges Geschenk. Weiter geht es auf der schmalen Straße ins winzige Örtchen Lieschow. Nun wissen Sie, wie das Ende der Welt aussieht. Und dahinter haben Sie noch wunderschöne reedgdeckte Ferienhäuser, wo wohl nur sehr gestresste Menschen Urlaub machen möchten. Hier kann man Stundenland wandern, ohne jemand zu treffen oder ein Auto fahren zu hören.
Nun aber die Strecke zügig zurück bis zur bekannten Kreuzung. Jetzt fahren Sie natürlich rechts ab und sind nach ca. 200 m beim auf Rügen legendären Bauern Lange. Werfen Sie unbedingt einen Blick auf diesen Erlebnisbauernhof In einer wunderschön ausgebauten Scheune können Sie auch ein schmackhaftes Essen einnehmen. Bei schönen Wetter dürfen Sie auch draußen sitzen und Ihre Räder im Auge behalten. Besonders zur Spargelzeit sollten Sie diese Rast nicht versäumen! Bauer Langes Spargel ist legendär. Nun aber weiter! Von der Ausfahrt des Hofes fahren Sie gerade aus über die Wegekreuzung (~~> Ummanz 2,6 km; Gingst 7,6 km; Altefähr 31 km). Eine schmale Asphaltstraße führt durch eine Ahornallee. Linkerhand taucht nun ein Gehöft auf. Am ersten Haus, dem Landclub Lieschow, verlassen Sie nach rechts (~~> Altefähr 30 km; Klein Kubitz 1,8 km) die Alleenstraße Nun müssen Sie sich mit einer alten DDR-Plattenstraße begnügen. Sie gehört allerdings noch nicht zu den schlechtesten Plattenstraßen auf Rügen. Sie führt durch Felder und dann durch eine mit Schilf bewachsene Sumpflandschaft. Unerwartet taucht vor Ihnen ein winziger Ort - Klein Kubitz auf. Die wenigen Häuser sind schön herausgeputzt. Der Plattenweg stößt rechtwinklig auf die gepflasterte Dorfstraße. Dieses Pflaster hat sicher schon einige hundert Jahre auf dem Buckel und wird einiges von Ihnen abfordern. Hoffentlich haben Sie nicht zu schmale Reifen. Sie machen erst einmal einen ganz kurzen, aber lohnenden Abstecher nach rechts. Hinter einer Linkskurve gelangen Sie zur Anlegestelle am Kubitzer Bodden. Für Angler übrigens ein Geheimtipp. Genießen Sie die Aussicht auf den Kubitzer Bodden und die Insel Liebitz. In der Ferne sehen Sie bei guter Sicht die Skyline der Hansestadt Stralsund. Wussten Sie schon, dass Rügen 15 Inseln umfasst. Drei davon haben Sie auf Ihrer heutigen Tour gesehen und eine sogar befahren. Die bekannteste ist natürlich Hiddensee, die Sie auf meiner Tour 6 kennen lernen können. Verlassen Sie nun den Ort auf der rumpligen Pflasterstraße.

Maislabyrint beim Bauern Lange

 

Der Hofladen des Bauern Lange

 

Feine Obstbrände aus der Edeldestillerie Lieschow

 


Harmonie auf dem Bauernhof

6. Klein Kubitz
Lüßvitz - Unrow - Landow -
Dreschvitz

9 km
50 min

 

Bewertung der Etappe:

Zustand

Erlebnis

Natur

Erholung

Versorgung

Aussicht

Wetterschutz

Badestellen

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Am OA Klein Kubitz beginnt nun wieder eine schmale Asphaltstraße. Sie ist von Ahornbäumen gesäumt, von Autos kaum befahren und nicht mehr im Bestzustand. Bei der ersten Gelegenheit, unmittelbar vor dem Ort Groß Kubitz, verlassen Sie diese Allee nach rechts (~~> Altefähr 27 km; Unrow 3,5 km). Eine schmale Asphaltstraße, diesmal im Bestzustand, bringt Sie durch Felder in das kleine aber feine Dörfchen Lüßmitz. Nach einer Kurve sind Sie schon wieder am Ortsausgang. Die schmale, glücklicherweise nicht sehr stark befahrene, Asphaltstraße verläuft nun fast geradlinig und etwas wellig durch Felder. Schon aus größerer Entfernung sehen Sie den nächsten Ort - Unrow. Dieses Dörfchen war zu DDR-Zeiten ein hässliches Kuhdorf und ist nun nicht wieder zu erkennen. Schick herausgeputzt mit neuen Straßen und Gehwegen! Das zur Vorwendezeit halb verfallene Gutshaus im Zentrum des Ortes ist Dank privater Initiative wieder im alten Glanz erstanden. Die dazugehörige Parkanlage ist nun nur noch durch den wunderschönen, gusseisernen Zaun zu bestaunen. Noch vor dem OA Unrow biegen Sie nach rechts auf einen nagelneuen Betonspurenweg nach Landow ab. (~~> Altefähr 23 km; Landow 1,8 km). Dieser nunmehr sehr bequem zu befahrende Weg verläuft in Ufernähe, längs sumpfiger Wiesen und tangentiert die Landower Wedde. Am Ortsrand des winzigen Dörfchens Landow fahren Sie nach links zur Kirche. Ohne diese im 15 Jh. erbaute Backsteinkirche hätte dieser Ort wahrlich nichts zu bieten. Bitte nehmen Sie sich einige Minuten Zeit und besichtigen Sie diese zu DDR-Zeiten stark verfallene "Kultur- und Wegekirche". Viel Geld ist hier vonnöten, um den weiteren Verfall dieses Kleinodes zu stoppen. Auf Grund der ausgezeichneten Akustik werden hier im Sommer nicht nur Gottesdienste, sondern auch Konzerte abgehalten. Der winzige Friedhof ist sehenswert. Verlassen Sie nun den Ort, vorbei an einem Gut in Richtung Dreschvitz. Das schmale, kaum befahrene Asphaltband, bringt Sie durch Wiesen schnell voran. Und so gelangen Sie nach wenigen Minuten zum Ortsrand Dreschvitz. Am Ortseingang haben Sie einen Kontrast, wie er nicht größer sein könnte. Auf der linken Seite Ruinen von landwirtschaftlichen Gebäuden aus der DDR-Zeit und rechterhand eine wunderschöne neue Siedlung. Überqueren Sie vorsichtig die in der Saison sehr stark frequentierte Straße von Samtens nach Gingst (~~> Samtens 7,5 km; Güttin 2,8 km). Fahren Sie auf der nagelneuen meist asphaltierten Dorfstraße in den etwas größeren Ort hinein. Dreschvitz ist rundweg landwirtschaftlich geprägt. Nach der Wende hat es sich stark vergrößert und ist um vieles ansehnlicher geworden. An der zweiten Gabelung, unmittelbar vor dem Denkmal an die Opfer der Weltkriege, biegen Sie nach rechts ab.

Pension in Klein Kubitz

 

Abendstimmung am Kubitzer Bodden

 


Blick auf den Kubitzer Bodden

 

Die mittelalterliche Kultur- und Wegekirche in Landow

7. Dreschvitz - Güttin
Kreuzung B96 -
Teschenhagen -
Sehlen - Bergen

11 km
ca. 70 min

 

Bewertung der Etappe:

Zustand

Erlebnis

Natur

Erholung

Versorgung

Aussicht

Wetterschutz

Badestellen

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Eine neue Pflasterstraße führt Sie in ein Neubaugebiet. Einige der neuen Häuser werden Ihnen sicher gefallen. An der "Freien Schule Rügen" verzweigt sich die Dorfstraße. Sie fahren nach rechts (~~> Samtens 6,4; Güttin 1,7 km). Eine schmales Asphaltband verläuft schnurgerade längs einer Pappelallee nach Güttin. Am OE schnuppern Sie die Landluft eines nahen Gutes. Die schmale Asphaltstraße stößt im rechten Winkel auf die Dorfstraße von Güttin. Güttin ist auch ein kleiner, landwirtschaftlich geprägter Ort, der bekannt wurde durch seinen Regionalflugplatz. Sie fahren nach links auf die asphaltierte Dorfstraße. Unmittelbar vor dem OA beginnt rechterhand der asphaltierte Radweg nach Teschenhagen. Auf diesen kommen Sie nun schnell voran. Rechterhand sehen Sie das Flugfeld und das Flughafengebäude. Hier wäre eine letzte Rast vor Ihrem Tagesziel möglich. Das Flughafenbistro bietet sich dazu an, zumal Sie im Freien am Flugfeld sitzen und den "regen" Flugbetrieb zuschauen können. Möchten Sie sich Rügen aus der Luft ansehen? Dann können Sie hier Rundflüge buchen (Preis 2007: 38 € / 20 min, 56 € / 30 min; 83 € / 45 min). Besonders im Monat Mai ist so ein Flug ein bleibendes Erlebnis. Der Radweg wechselt nun die Straßenseite. Vor einem kleinen Wäldchen haben Sie noch die Möglichkeit bei Regen unter einer Wetterschutzhütte Zuflucht zu suchen. Der Radweg steigt nach Verlassen des Waldstückes durch Felder und Wiesen etwas an. Rechterhand sehen Sie schon die in der Saison extrem stark befahrene B 96. Überqueren Sie die Bundesstraße an der Ampelkreuzung (==> Sehlen 2 km). Sie radeln nun auf der Asphaltstraße nach Teschenhagen - Sehlen. Überqueren Sie den Bahnübergang und durchfahren Sie eine anmutige aber sanierungsbedürftige Lindenallee. Sehlen ist wie viele Orte der Insel nach der Wende gewachsen und um ein vielfaches schöner geworden Einzige Ausnahme - die Dorfstraße. Versuchen Sie den schmalen Asphaltstreifen zu nutzen. Ansonsten bleibt Ihnen nur noch ein übles Kopfsteinpflaster. Nach einem kurzen Anstieg gelangen Sie zu einer Kreuzung. Die Buckelpiste macht eine Rechtskurve. Sie fahren gerade aus weiter (~~> Bergen 6 km; Tilzow 3,3 km) auf den straßenbegleitenden, asphaltierten Radweg.
Zuvor sollten Sie aber einen kleinen Abstecher zur Dankeskirche machen. Diese aus dem Jahre 1866 stammende neugotische Backsteinkirche wurde damals aus Spenden finanziert. Möglicherweise wird sie gerade nicht geöffnet sein. Leider sind die Zeiten, wo Kirchen immer offen waren auch auf Rügen vorbei. Diebe und Chaoten machen auch vor Kirchen und Friedhöfen nicht mehr halt. Der asphaltierte, straßenbegleitende Radweg steigt in ein Waldgebiet hinein an. Die linkerhand halb versteckten Gebäude waren einst, das Munitionslager der DDR-Volksmarine auf Rügen. Oben angekommen steht Ihnen bei Regen eine Wetterschutzhütte zur Verfügung. Nun geht es wellig weiter. Leider endet der schöne Radweg unmittelbar vor der Kreuzung mit der Ortsverbindungsstraße Bergen - Ketelshagen. Sie fahren nach links ab (~~> Bergen 3,5 km; Tilzow 1,3 km). Zuvor nutzen Sie aber die Gelegenheit sich mit Zeugnissen des Kalten Krieges bekannt zu machen. Fahren Sie deshalb gerade aus über die Kreuzung in den Wald hinein. Bald tauchen die ersten bestens getarnten Bunker auf. Hier wurden zu DDR-Zeiten Raketen für die Marine auf Rügen gelagert. Was wäre wohl aus Deutschland im Falle eines atomaren Krieges zwischen NATO und Warschauer Vertrag geworden??? Das Deutsche Volk hätte wohl nur noch in den Geschichtsbüchern existiert...
Sie haben genug gesehen. Dann zurück zur Straße und nach rechts. Bis nach Tilzow fällt die breite Asphaltstraße ab. Vorbei am Ort Tilzow unterqueren Sie die Eisenbahnlinie Bergen - Putbus und fahren auf den beginnenden Radweg nach Bergen Süd hinein. Die erste Kreuzung biegen Sie nach rechts ab. Die Straße führt durch das Wohngebiet Bergen -Süd und endet auf der Ortsverbindungsstraße Bergen - Putbus. Biegen Sie nach links auf den Fuß-/Radweg ein. Nun geht es immer nur noch bergan. Überqueren Sie die Ampelkreuzung mit der B 196 und schieben Sie nun am besten Ihr Rad auf dem Gehsteig bis zum Markt. So, dass wars für heute. Sie haben eine ruhige aber sicher auch schöne Tour hinter sich gebracht und Orte abseits des Massentourismus auf Rügen kennen gelernt. Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend und hoffe Sie auf meiner nächsten Tour wieder begrüßen zu dürfen.

Flugplatz Güttin



Marinebunker bei Tilzow - Andenken an die Zeiten des Kalten Krieges



Ländliches Rügen



Ein seltener Anblick - Bergen im Winterkleid

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Legende:  ~~> Wegweiser für Radwege;  ==> Wegweiser für Straßen Objekte;  OE - Ortseingang  OA - Ortsausgang;   NSG - Naturschutzgebiet;           - analog der Hotelbewertung;