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Detailinformationen
zur Tour 5: Westrügen - Insel Ummanz
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1. Bergen - Patzig 7
km
Bewertung
der
Etappe:
Zustand Erlebnis Natur Erholung Versorgung Aussicht Wetterschutz Badestellen ---
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Glückwunsch,
Sie haben sich zu einer Radtour fernab vom hektischen Treiben der
Bäderorte ins ländlich geprägte Westrügen und
die Insel Ummanz entschieden. Sie gehören zu den Menschen,
denen Ruhe viel bedeutet und die sich auch an den kleinen Dingen
des Lebens erfreuen können. Na, dann los. Sie radeln vom Markt,
vorbei an der Post und ältesten Kirche Rügens, die gepflasterte
Marktstraße hinab. Radwege - leider Fehlanzeige! Bei der ersten
Gelegenheit biegen Sie nach rechts in die Bahnhofstraße ein.
Am Kaufhaus verzweigt sich die Straße. Bleiben Sie rechts
und fahren Sie vorbei am etwas unscheinbaren Bismarkdenkmal und
dem Sanakrankenhaus die steil abfallende, nunmehr asphaltierte Straße
hinunter. An der Ampelkreuzung biegen Sie nach rechts in die Ringstraße
ab. Diese viel befahrene Straße hat leider noch keinen Radweg
in Richtung Märkte / Industriegebiet. Sie passieren eine Tankstelle, halten sich an einer Straßengabelung links und fahren unter der Eisenbahnlinie Bergen - Sassnitz hindurch. An der folgenden Ampelkreuzung biegen Sie nach rechts zum Markt "famila" ab. Nun haben Sie einen großzügig angelegten straßenbegleitenden, gepflasterten Radweg zu Ihrer Verfügung. Wenn dieser endet fahren Sie, anstatt nach rechts zum famila-Markt, gerade aus auf einen Plattenweg. Dieser mündet in einem schmalen Pfad, der längs altehrwürdiger Kastanien zur nahen B96 führt. Übrigens sind nun mittlerweile die wunderschönen Kastanien Rügens auch von Motten befallen und man vermisst schmerzlich im Herbst ihre ansonsten so wunderschöne Färbung... Überqueren Sie bitte die extrem stark befahrene Bundesstraße sehr vorsichtig! Ein unterschotterter Weg, gesäumt von riesigen Kastanien, führt nun entlang des Ufers des Nonnensees (~~> Thesenvitz 3,5 km; Parchtitz 2,4 km). Dieser See entstand erst, als nach der Wende das Pumpwerk ausfiel und sich die Weideflächen mit Wasser füllten. Heute ist er einer der bedeutendsten Flachwasserseen M/V und bietet auf 75 ha. Lebensraum für zahlreiche Vogelarten. Natürlich wurde er als Naherholungszentrum von den Bergenern sehr gut angenommen. Im Winter, wenn er zugefroren ist, tummeln sich hier hunderte Einwohner auf Schlittschuhen. Im Sommer trainiert man hier seine Fitness. Nun beginnt der Rundweg um den Nonnensee, der vorerst naturbelassen ist. An einem Aussichtsturm sollten Sie halt machen und die Vogelwelt dieses Paradieses beobachten. Besonders im Frühjahr und Herbst treffen Sie hier tausende von Gänsen, Schwänen, Enten und anderen Wasservögeln. Am Ende des Sees, hinter einem Durchlass, verzweigt sich der Radwanderweg. Sie fahren nach rechts (2007 fehlte hier die Ausschilderung in diese Richtung), um an der nächsten Abzweigung nach links auf einen neuen Betonspurenweg zu gelangen. Dieser verläuft wellig längs einer Waldkante. Linkerhand ist eine ausgedehnte Weide, auf der Sie oft Rinder sehen. Weiter geht es durch Wiesen, vorbei an einer einsamen Pension mit Reitstall. Auf diesem schönen Radweg, der nun eben durch Felder und Wiesen verläuft, kommen Sie schnell voran. Am Ortseingang von Thesenvitz, einem kleinen aber feinen Dörfchen, biegen Sie nach rechts in eine schmale, wenig befahrene Alleenstraße ab (~~> Neuenkirchen 15,5 km; Patzig 0,8 km). Die Asphaltstraße steigt nach Patzig hin allmählich an. Unmittelbar vor Patzig geht es nach steilen Anstieg ebenso steil bergab in den Ort hinein. Linkerhand befindet sich das Mühlenmuseum. Hier erhalten Sie Informationen über die Funktionsweise alter Mühlen. Weiter unten im Ort gelangen Sie nach rechts auf die auf einem Hang befindliche, mittelalterlichen St. Margarethenkirche. Die im 15. Jh. erbaute Kirche beherbergt den wohl ältesten Taufstein Rügens aus dem Jahre 1250, einen geschnitzten Flügelaltar (15. Jh.) und teilweise freigelegte Wandmalereien aus dem 15 Jh. Leider ist sie auf Grund des zunehmenden Vandalismus und Kirchendiebstahls nicht immer geöffnet. |
Katholische
Kirche in Bergen
Klosterhof
Bergen mit Stadtmauer
Abendstimmung
am Nonnensee
bei Bergen
St. Margarethenkirche in Patzig
Idyllischer Teich in Patzig |
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2. Patzig - Woorke - Veikvitz - Gagern - Silenz - Gingst
17
km
Bewertung der Etappe:
Zustand Erlebnis Natur Erholung Versorgung Aussicht Wetterschutz Badestellen ---
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Die Dorfstraße
beschreibt nun eine Rechtskurve. Nach dieser biegen Sie nach links
in eine abfallende Lindenallee ein (==>
Woorke; Hügelgräber). Die sanierungsbedürftige
Asphaltstraße mündet am Ortsausgang, an einem idyllischen
Teich, in eine DDR-Plattenstraße. Sie biegen aber nach rechts
in einen unbefestigten Feldweg ab. Dieser bei Trockenheit durchaus
passable Weg bringt Sie zu einer einmaligen Grabanlage auf Rügen
- den Hügelgräberfeld von Woorke. Aus der Ebene erheben
sich plötzlich 14 mit Eichen und Buchen bewachsene ca. 8
m hohe Hügel. Diese in der Bronzezeit (ca. vor 3000 Jahren)
entstandenen Großgräber zeugen von der Totenverehrung
durch unsere Vorfahren. Sie sind genau so wie die Großsteingräber
ein Wahrzeichen Rügens. Hinter dem Gräberfeld biegen
Sie an einer Verzweigung nach links auf die neue schmale Straße
nach Woorke ab. Ein Auto wird Ihnen hier sicher nicht begegnen.
Woorke, ein winziger Ort mit nur wenigen Häusern zeugt von
einer unbeschreiblichen Zersiedlung Rügens. Hier haben Fürst
Malte und seine Vorfahren seinerzeit keine gute Arbeit geleistet!
Im winzigen Ort gabelt sich die schmale Straße. Sie biegen
nach rechts ab (~~> Veikvitz I / II).
Ihre komfortable Betonplattenstraße aus der Nachwendezeit
mündet nun in eine alte DDR-Plattenstraße. Der Unterschied
ist spürbar. Diese Holperpiste verläuft durch freie
Felder. Veikvitz II empfängt Sie mit ländlichem Geruch.
Der Ort besteht, wie so viele auf Rügen, nur aus drei, vier
Häusern. Tipp: Vor dem Gasthaus nach links gelangen Sie zum ca. 2 km entfernten Schlosspark Pansevitz. Er gehört zu den wertvollsten Parkanlagen Rügens. Hier erwartet Sie eine Schlossruine und ein wunderschöner, gepflegter Park mit Teichen, Alleen und uralten, wertvollen Bäumen. Der Umweg lohnt sich und nimmt ca. 30 min in Anspruch. Sie verlassen nun das kleine Örtchen Gagern. Am OA gelangen Sie zu einer Wegegabelung. Fahren Sie nach rechts auf den unterschotterten, etwas unangenehmen, aber sehr breiten Feldweg (~~> Silenz). Vor Ihnen erstreckt sich nun ein großer Windpark. Das ist einer der ersten auf Rügen gebauten Windparks. Da auf Rügen fast immer Wind weht, eignet es sich in besonderer Weise dafür. Allerdings regt sich auch Widerstand von Anwohnern und Naturschützern gegen diese umweltfreundlichen Stromerzeuger. Vorbei an den riesigen Windrädern verläuft der Weg durch Felder und gabelt sich in Sichtweite des Dörfchen Silenz. Sie fahren nach rechts weiter. Durchqueren Sie die neu sanierte Gutsanlage Silenz. Vorbei am kleinen aber feinen Gutspark fahren Sie nun in den Ort hinein. Die schmale asphaltierte Ortsstraße mündet auf der Kreisstraße nach Neuenkirchen. Fahren Sie nach halblinks auf diese in der Saison stärker befahrene Straße. Nach ca. 200 m gelangen Sie an eine Kreuzung mit der Kreisstraße von Bergen nach nach Trent. Überqueren Sie diese in der Saison sehr stark frequentierte Straße. Der breite, asphaltierter Radweg steigt leicht an (~~> Insel Ummanz; Gingst 3,5 km). Leider ist er für Anlieger frei und wird gern als Rennpiste verwendet. Er schlängelt sich durch Wiesen und Felder. In einer Doppelkurve bietet Ihnen eine Wetterschutzhütte ihre Dienste an. Der weg steigt an und gibt die Sicht auf Koselower See frei. Dieser See und die Breite trennen die Insel Ummanz von der Insel Rügen. Fahren sie vorbei an einzelstehenden Gehöften und passieren Sie den Abzweig nach Teschvitz. Nun sehen Sie schon zum Greifen nah Gingst mit seinem Wahrzeichen - der mittelalterlichen Kirche. Vorbei an einer Schutzhütte (~~> Rügenrundtour) fahren Sie nach rechts auf die Hauptstraße von Gingst auf. Auch diese Straße, die Sie nur wenige Meter bis zum Markt benutzen, ist in der Saison stark befahren. |
Hügelgrab bei Woorke
Gutshof in Silenz
Gutspark in Silenz
St. Jacobikirche in Gingst
Orgel der St. Jacobikirche |
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3.
Gingst - Kapelle -
7
km
Bewertung der Etappe:
Zustand Erlebnis Natur Erholung Versorgung Aussicht Wetterschutz Badestellen
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Am kleinen
Markt in Gingst gönnen Sie sich erst einmal eine Pause. Dazu
laden verschiedene kleine Restaurants und Läden ein. Sie
können auch draußen sitzen und Ihre Räder im Auge
behalten. Gingst wurde übrigens bereits 1232 urkundlich erwähnt
und war über Jahrhunderte ein bedeutendes Handwerkerdorf
auf Rügen. Davon zeugt das Handwerksmuseum, welches in einem
Gebäude aus dem 17. Jh. untergebracht ist. Dem Museum und
insbesondere der Anfang des 15. Jh. errichteten Jacobikirche sollten
Sie ein bisschen Zeit widmen. Allein schon die spätbarocke
Orgel aus dem Jahre 1790 ist ein Besuch dieser schönen, alten
Kirche Wert. Sie haben sich gestärkt und ein bisschen umgesehen.
Na dann weiter! |
Blick
in den Miniaturenpark in Gingst
Gesundes
und glückliches Federvieh auf Rügen
Geflügelhof
Kliewe bei Mursewiek
Blick auf den Focker Strom
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4.
Waase - Wusse - 10
km
Bewertung der Etappe:
Zustand Erlebnis Natur Erholung Versorgung Aussicht Wetterschutz Badestellen
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Leider
endet der Radweg unmittelbar hinter der Brücke. Sie sind
in Waase, einem kleinen, aber dennoch den größten Ort
der Insel. Die Küsten der Insel gehören neben weiteren
kleinen Inseln zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft.
Sie ist nur ca. 20 qkm groß und hat etwa 650 Bewohner. Ihre
höchste Erhebung beträgt 3 m. Auf Ummanz brüten
zahlreiche Wasservögel. Gelegentlich kann man auch See- und
Fischadler beobachten. Hier gibt es noch wirkliche Stille und
die Möglichkeit mit sich und der Natur eins zu sein. Sie
werden die Insel im Uhrzeigersinn erkunden. Fahren Sie also die
Straßengabelung nach links ab. Am Ufer haben Sie eine schöne
Gaststätte, wo Sie auch unmittelbar am Wasser sitzend ein
gutes Mahl einnehmen können. Gegenüber befindet sich
die 1291 von Zisterzienser Mönchen erbaute Kapelle - St.
Marienkirche mit separaten Glockenturm. Nehmen Sie sich einige
Minuten Zeit und genießen Sie Malereien aus der Zeit um
1470 und den gotischen Schnitzaltar aus dem Jahre 1520. Diese
mittelalterlichen Kirchen sind die versteckten Reichtümer
Rügens. Man kann nur hoffen, dass Sie in einer gottfernen
Welt nicht dem Zeitgeist zum Opfer fallen... Sollten Sie im Frühjahr oder Herbst diese Tour abfahren, ist ein Abstecher in Richtung Tankow nur zu empfehlen. Sie könnten sonst Ihr größtes Inselerlebnis verpassen! Tausende von Kranichen fliegen hier jedes Jahr ein, um sich für den Weiterflug zu stärken. Ein Fernglas empfiehlt sich. Dann könnte es Ihnen sogar gelingen, sich am eleganten Tanz der Kraniche zu erfreuen. Für diesen kurzen Abstecher sollten Sie ca. 45 min einplanen. Ansonsten fahren Sie auf der Hauptstraße von Waase weiter bis die Brücke nach Rügen ins Sichtfeld gerät. Unmittelbar davor, rechter Hand ist ein kleines Museum, welches Ihnen noch einige Minuten wert sein sollte. |
Brücke
zur Insel Ummanz
St.
Marienkirche in Waase / Ummanz
Eingang
zum Ostseecamp Suhrendorf
Radweg auf dem Deich bei Suhrendorf |
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5.
Waase -
8
km
Bewertung der Etappe: Zustand Erlebnis Natur Erholung Versorgung Aussicht Wetterschutz Badestellen
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Sie verlassen
über die Brücke wieder dieses unspektakuläre Eiland
und durchfahren auf bekannter Strecke den Ort Mursewiek. Am OA,
gegenüber der Siedlung "Am Focker Strom" zweigt
eine Straße nach rechts ab (~~>
Lieschow 2,3 km). Fahren Sie in diese schmale Asphaltstraße
hinein. Vorbei an schönen Einfamilienhäusern verlassen
Sie den kleinen Ort Mursewiek. Das schmale Asphaltband, kaum von
Autos genutzt, verläuft durch Felder. Sie haben eine gute
Aussicht auf die Insel Ummanz und die Breite. Sie gelangen an
ein Wegekreuz. Haben Sie es sehr eilig, fahren Sie gleich nach
links ab. Sie haben aber noch Zeitreserven. Dann fahren Sie gerade
aus über die Kreuzung hinweg (==>
Rügen Ferienhof; Brennerei). Nach wenigen Metern taucht
links ein Gebäude auf. Sie sind an Rügens Edeldestillerie
Lieschow angelangt. Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit. Einer
Verkostung dieser edlen und schmackhaften Obstbrände steht
nichts im Wege. Übrigens werden auf Ihren Wunsch auch wunschgemäße
Etiketten auf Flaschen geklebt. Sie haben damit ein persönliches
und qualitativ hochwertiges Geschenk. Weiter geht es auf der schmalen
Straße ins winzige Örtchen Lieschow. Nun wissen Sie,
wie das Ende der Welt aussieht. Und dahinter haben Sie noch wunderschöne
reedgdeckte Ferienhäuser, wo wohl nur sehr gestresste Menschen
Urlaub machen möchten. Hier kann man Stundenland wandern,
ohne jemand zu treffen oder ein Auto fahren zu hören. |
Maislabyrint beim Bauern Lange
Der Hofladen des Bauern Lange
Feine Obstbrände aus der Edeldestillerie Lieschow
Harmonie auf dem Bauernhof |
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6.
Klein Kubitz 9
km
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Am OA Klein Kubitz beginnt nun wieder eine schmale Asphaltstraße. Sie ist von Ahornbäumen gesäumt, von Autos kaum befahren und nicht mehr im Bestzustand. Bei der ersten Gelegenheit, unmittelbar vor dem Ort Groß Kubitz, verlassen Sie diese Allee nach rechts (~~> Altefähr 27 km; Unrow 3,5 km). Eine schmale Asphaltstraße, diesmal im Bestzustand, bringt Sie durch Felder in das kleine aber feine Dörfchen Lüßmitz. Nach einer Kurve sind Sie schon wieder am Ortsausgang. Die schmale, glücklicherweise nicht sehr stark befahrene, Asphaltstraße verläuft nun fast geradlinig und etwas wellig durch Felder. Schon aus größerer Entfernung sehen Sie den nächsten Ort - Unrow. Dieses Dörfchen war zu DDR-Zeiten ein hässliches Kuhdorf und ist nun nicht wieder zu erkennen. Schick herausgeputzt mit neuen Straßen und Gehwegen! Das zur Vorwendezeit halb verfallene Gutshaus im Zentrum des Ortes ist Dank privater Initiative wieder im alten Glanz erstanden. Die dazugehörige Parkanlage ist nun nur noch durch den wunderschönen, gusseisernen Zaun zu bestaunen. Noch vor dem OA Unrow biegen Sie nach rechts auf einen nagelneuen Betonspurenweg nach Landow ab. (~~> Altefähr 23 km; Landow 1,8 km). Dieser nunmehr sehr bequem zu befahrende Weg verläuft in Ufernähe, längs sumpfiger Wiesen und tangentiert die Landower Wedde. Am Ortsrand des winzigen Dörfchens Landow fahren Sie nach links zur Kirche. Ohne diese im 15 Jh. erbaute Backsteinkirche hätte dieser Ort wahrlich nichts zu bieten. Bitte nehmen Sie sich einige Minuten Zeit und besichtigen Sie diese zu DDR-Zeiten stark verfallene "Kultur- und Wegekirche". Viel Geld ist hier vonnöten, um den weiteren Verfall dieses Kleinodes zu stoppen. Auf Grund der ausgezeichneten Akustik werden hier im Sommer nicht nur Gottesdienste, sondern auch Konzerte abgehalten. Der winzige Friedhof ist sehenswert. Verlassen Sie nun den Ort, vorbei an einem Gut in Richtung Dreschvitz. Das schmale, kaum befahrene Asphaltband, bringt Sie durch Wiesen schnell voran. Und so gelangen Sie nach wenigen Minuten zum Ortsrand Dreschvitz. Am Ortseingang haben Sie einen Kontrast, wie er nicht größer sein könnte. Auf der linken Seite Ruinen von landwirtschaftlichen Gebäuden aus der DDR-Zeit und rechterhand eine wunderschöne neue Siedlung. Überqueren Sie vorsichtig die in der Saison sehr stark frequentierte Straße von Samtens nach Gingst (~~> Samtens 7,5 km; Güttin 2,8 km). Fahren Sie auf der nagelneuen meist asphaltierten Dorfstraße in den etwas größeren Ort hinein. Dreschvitz ist rundweg landwirtschaftlich geprägt. Nach der Wende hat es sich stark vergrößert und ist um vieles ansehnlicher geworden. An der zweiten Gabelung, unmittelbar vor dem Denkmal an die Opfer der Weltkriege, biegen Sie nach rechts ab. |
Pension in Klein Kubitz
Abendstimmung am Kubitzer Bodden
Blick auf den Kubitzer Bodden
Die mittelalterliche Kultur- und Wegekirche in Landow |
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7.
Dreschvitz - Güttin 11
km
Bewertung der Etappe: Zustand Erlebnis Natur Erholung Versorgung Aussicht Wetterschutz Badestellen ---
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Eine
neue Pflasterstraße führt Sie in ein Neubaugebiet. Einige
der neuen Häuser werden Ihnen sicher gefallen. An der "Freien
Schule Rügen" verzweigt sich die Dorfstraße. Sie
fahren nach rechts (~~> Samtens 6,4; Güttin
1,7 km). Eine schmales Asphaltband verläuft schnurgerade
längs einer Pappelallee nach Güttin. Am OE schnuppern
Sie die Landluft eines nahen Gutes. Die schmale Asphaltstraße
stößt im rechten Winkel auf die Dorfstraße von
Güttin. Güttin ist auch ein kleiner, landwirtschaftlich
geprägter Ort, der bekannt wurde durch seinen Regionalflugplatz.
Sie fahren nach links auf die asphaltierte Dorfstraße. Unmittelbar
vor dem OA beginnt rechterhand der asphaltierte Radweg nach Teschenhagen.
Auf diesen kommen Sie nun schnell voran. Rechterhand sehen Sie das
Flugfeld und das Flughafengebäude. Hier wäre eine letzte
Rast vor Ihrem Tagesziel möglich. Das Flughafenbistro bietet
sich dazu an, zumal Sie im Freien am Flugfeld sitzen und den "regen"
Flugbetrieb zuschauen können. Möchten Sie sich Rügen
aus der Luft ansehen? Dann können Sie hier Rundflüge buchen
(Preis 2007: 38 € / 20 min, 56 € / 30 min; 83 € /
45 min). Besonders im Monat Mai ist so ein Flug ein bleibendes Erlebnis.
Der Radweg wechselt nun die Straßenseite. Vor einem kleinen
Wäldchen haben Sie noch die Möglichkeit bei Regen unter
einer Wetterschutzhütte Zuflucht zu suchen. Der Radweg steigt
nach Verlassen des Waldstückes durch Felder und Wiesen etwas
an. Rechterhand sehen Sie schon die in der Saison extrem stark befahrene
B 96. Überqueren Sie die Bundesstraße an der Ampelkreuzung
(==> Sehlen 2 km). Sie radeln nun
auf der Asphaltstraße nach Teschenhagen - Sehlen. Überqueren
Sie den Bahnübergang und durchfahren Sie eine anmutige aber
sanierungsbedürftige Lindenallee. Sehlen ist wie viele Orte
der Insel nach der Wende gewachsen und um ein vielfaches schöner
geworden Einzige Ausnahme - die Dorfstraße. Versuchen Sie
den schmalen Asphaltstreifen zu nutzen. Ansonsten bleibt Ihnen nur
noch ein übles Kopfsteinpflaster. Nach einem kurzen Anstieg
gelangen Sie zu einer Kreuzung. Die Buckelpiste macht eine Rechtskurve.
Sie fahren gerade aus weiter (~~> Bergen
6 km; Tilzow 3,3 km) auf den straßenbegleitenden, asphaltierten
Radweg. Zuvor sollten Sie aber einen kleinen Abstecher zur Dankeskirche machen. Diese aus dem Jahre 1866 stammende neugotische Backsteinkirche wurde damals aus Spenden finanziert. Möglicherweise wird sie gerade nicht geöffnet sein. Leider sind die Zeiten, wo Kirchen immer offen waren auch auf Rügen vorbei. Diebe und Chaoten machen auch vor Kirchen und Friedhöfen nicht mehr halt. Der asphaltierte, straßenbegleitende Radweg steigt in ein Waldgebiet hinein an. Die linkerhand halb versteckten Gebäude waren einst, das Munitionslager der DDR-Volksmarine auf Rügen. Oben angekommen steht Ihnen bei Regen eine Wetterschutzhütte zur Verfügung. Nun geht es wellig weiter. Leider endet der schöne Radweg unmittelbar vor der Kreuzung mit der Ortsverbindungsstraße Bergen - Ketelshagen. Sie fahren nach links ab (~~> Bergen 3,5 km; Tilzow 1,3 km). Zuvor nutzen Sie aber die Gelegenheit sich mit Zeugnissen des Kalten Krieges bekannt zu machen. Fahren Sie deshalb gerade aus über die Kreuzung in den Wald hinein. Bald tauchen die ersten bestens getarnten Bunker auf. Hier wurden zu DDR-Zeiten Raketen für die Marine auf Rügen gelagert. Was wäre wohl aus Deutschland im Falle eines atomaren Krieges zwischen NATO und Warschauer Vertrag geworden??? Das Deutsche Volk hätte wohl nur noch in den Geschichtsbüchern existiert... Sie haben genug gesehen. Dann zurück zur Straße und nach rechts. Bis nach Tilzow fällt die breite Asphaltstraße ab. Vorbei am Ort Tilzow unterqueren Sie die Eisenbahnlinie Bergen - Putbus und fahren auf den beginnenden Radweg nach Bergen Süd hinein. Die erste Kreuzung biegen Sie nach rechts ab. Die Straße führt durch das Wohngebiet Bergen -Süd und endet auf der Ortsverbindungsstraße Bergen - Putbus. Biegen Sie nach links auf den Fuß-/Radweg ein. Nun geht es immer nur noch bergan. Überqueren Sie die Ampelkreuzung mit der B 196 und schieben Sie nun am besten Ihr Rad auf dem Gehsteig bis zum Markt. So, dass wars für heute. Sie haben eine ruhige aber sicher auch schöne Tour hinter sich gebracht und Orte abseits des Massentourismus auf Rügen kennen gelernt. Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend und hoffe Sie auf meiner nächsten Tour wieder begrüßen zu dürfen. |
Flugplatz Güttin
Marinebunker bei Tilzow - Andenken an die Zeiten des Kalten Krieges
Ländliches Rügen
Ein seltener Anblick - Bergen im Winterkleid |
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| Legende:
~~> Wegweiser für Radwege;
==> Wegweiser für Straßen
Objekte; OE - Ortseingang OA - Ortsausgang; NSG
- Naturschutzgebiet; |