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Detailinformationen zur Tour 4:  Nordrügen - Kap Arkona

1.  Bergen - Lietzow
    
12 km
ca. 60 min


 

Bewertung der Etappe:

Zustand


Erlebnis

Natur

Erholung

Versorgung

Aussicht

Wetterschutz

Badestellen


(in Lietzow)

Herzlich Willkommen zur längsten und sicher auch anstrengendsten Radtour auf Rügen. Heute sollen Sie von Bergen aus den nördlichsten Teil unserer schönen Insel erkunden. Ich verspreche Ihnen Eindrücke, die Ihnen noch lange in Erinnerung bleiben werden. Sie haben sich heute viel vorgenommen und Sie sollen nicht enttäuscht werden. Na, dann los! An der Deutschen Bank vorbei verlassen Sie den Bergener Markt in Richtung Sassnitz. Die etwas holprige Raddasstraße mündet in die Sassnitzer Chaussee. Die Straße fällt leicht ab. Am Ortsausgang von Bergen fahren Sie nach rechts auf den neuen, asphaltierten straßenbegleitenden Radweg (~~> Sagard 14,5 km, Ralswiek 6,2 km). Nun geht es steil bergab. Überprüfen Sie sicherheitshalber Ihre Bremsen! Vor dem Bahnübergang der Strecke Bergen - Binz/ Sassnitz werfen Sie bitte noch einen Blick nach links. Hier ist auf einem Mast ein Storchennest, welches jedes Jahr durch ein Storchenpaar belegt ist. Mit ein bisschen Glück können Sie dieses beim Füttern ihrer Jungen beobachten. Hinter dem Bahnübergang steigt der straßenbegleitende Radweg etwas an, um dann wieder abzufallen. Nun verläuft der Radweg weiter längs der vielbefahrenen B 96 in Richtung Sassnitz (~~> Sagard 12,6 km; Ralswiek 4,3 km). Der Radweg wird wellig und steigt vor Ralswiek etwas an. Links sehen Sie den großen Parkplatz, der von Juni bis Anfang September Montag bis Samstag 20.00 Uhr während der Aufführung von Störtebekers Abenteuern völlig belegt ist. Übrigens sollten auch Sie diese Aufführung auf einer wunderschönen , zum Meer hin abfallenden Freilichtbühne, keinesfalls versäumen!!!
Nun tauchen Sie in ein größeres Waldgebiet ein. Am Straßenrand befindet sich eine immer gepflegte Unfallstelle, wo 4 junge Rüganer durch einen (ebenfalls Rügener) Verkehrsrowdy ihr Leben ließen. Gehen Sie die folgende Schußfahrt vorsichtig an! Mitten im Waldstück wechselt nämlich der Radweg die Straßenseite. Bitte äußerste Vorsicht beim Überqueren der vielbefahrenen Bundesstraße 96! Der teils sanierungsbedürftige, straßenbegleitende Radweg fällt weiter ab. Linkerhand sehen Sie eine Wetterschutzhütte. Sie gelangen nun schnell zum wunderschönen Ort Lietzow. Schon vom Waldrand grüßt Sie ein auf Rügen einzigartiges Schlösschen. Ihr Weg führt Sie über den Damm, der den Großen- vom Kleinen Jasmunder Bodden trennt. Links an der Schleuse ist ein kleines, schwimmendes Restaurant. Sie haben noch nicht gefrühstückt? Na, dann bitte! Hier gibt es auch leckere und preiswerte Fischgerichte. Übrigens ist rechterhand, hinter den Bahngleisen, eine Traditionsräucherei, wo Sie ganz frischen Räucherfisch bekommen. Natürlich dürfen Sie sich hier in die Geheimnisse des Räucherns einweihen lassen.
Ansonsten bleiben Sie links der Straße auf den gepflasterten, gut befahrbaren Radweg. Dieser entfernt sich von der B 96 und führt zum winzigen Sandstrand von Lietzow. (~~> Sagard 5,5 km; Borchtitz 3 km). Ein direkt am Strand gelegenes Kaffee lädt zum Verweilen ein. Bei Regen bietet eine Wetterhütte Schutz. Für Kinder gibt es hier einen Spielplatz und eine Surfschule bietet ihre Dienste an. Der "Glaspalast" unmittelbar an der Waldkante wurde bereits zu DDR-Zeiten für Seeleute gebaut. Fertig geworden ist er nie. Nun ist er zu einem modernen Callcenter umgebaut worden. Sie haben noch einmal eine schöne Aussicht auf den Großen Jasmunder Bodden und den Ort der deutschlandweit bekannten und beliebten Störtebekerfestspiele - Ralswiek.

Das Rathaus der Kreisstadt Bergen

Die moderne
Sana-Klinik
in Bergen

Lietzow - der Ort zwischen dem
Kleinen-
und Großen
Jasmunder Bodden

Ufer bei Lietzow

2. Lietzow - Vorwerk -
Martinshafen
Polchow (Schloss
Spyker) - Glowe

 

12 km
ca. 80 min

 

Bewertung der Etappe:

 

Zustand


Erlebnis

Natur

Erholung

Versorgung

Aussicht

Wetterschutz

Badestellen


(in Glowe)


Im wunderschönen Buchenwald steigt der Radweg steil an. Im Frühling bilden hier Millionen Buschwindröschen einen weißen Teppich. Nun geht es rasant und kurvenreich bergab. Am Waldrand, unmittelbar vor einem Gehöft, führt nach links ein unscheinbarer Waldweg nach Semper. Die Rhododenronallee dahin ist sehenswert und war ein Außenstandort der IGA 2003 in Rostock. Interessant sind auch das 1920 erbaute kleine Schloss, die Kaskadenteiche, der nach der Wende wieder hergestellte Waldpark und ein wild-romatisches Hochufer. Dafür sollte man aber einen extra "Wandertag" (zu Fuß) einplanen. Der asphaltierte Radweg verläuft nun unmittelbar längs der B 96. Die Straße und mit ihr der Radweg verlaufen wellig durch Felder. Sie kommen schnell voran. Bei Borchtitz, einen winzigen Ort, biegen Sie hinter einem einzelstehenden Gebäude nach links vom Radweg auf eine schmale Asphaltstraße ab (~~> Glowe 8,6; Polchow 4,5 km). Diese steigt etwas an und fällt bis zu einer Gabelung ab. Sie müssen nach rechts abbiegen. Zuvor fahren Sie aber ca. 200 m weiter gerade aus bis zu Rügens dickster Schwarzpappel. Sie ist mit ihrem Umfang von 8 m sehr beeindruckend und liefert den passenden Hintergrund für ein Gruppenfoto. Nun verläuft die schmale, asphaltierte Straße längs einer Zeile hoher Pappeln. Nun wird linkerhand kurzzeitig die Sicht auf den Großen Jasmunder Bodden frei. Sie fahren durch Felder. Nach einer Doppelkurve radeln Sie nach links auf eine breite Asphaltstraße. Gut, dass auch diese nur sehr wenig von Fahrzeugen genutzt wird. Sie passieren ein liebevoll restauriertes Gutshaus. Zu DDR-Zeiten war es dem Verfall preisgegeben. Linkerhand haben Sie teilweise Sicht auf den Bodden, rechterhand sind Felder. Der winzige Ort Martinshafen kündigt sich durch einen unansehnlichen Gewerbebetrieb an. In ein kleines Wäldchen führt ein Weg zu Kriegsgräbern. Diese Kriegsgräberstätte wurde auch erst nach der Wende in einen würdigen Zustand versetzt. Das DDR-Regime hatte nur für tote Kommunisten und Soldaten der "ruhmreichen Sowjetarmee" etwas übrig. Natürlich vermisst man auch heute noch schmerzlich Denkmäler für eine Million im 2. Weltkrieg ausgebombter Frauen, Kinder und Greise, für 15 Mill. Flüchtlinge und Heimatvertriebene, für 3,2 Mill. Gefallener deutscher Soldaten, für 3,4 Mill. in Kriegsgefangenschaft umgekommener Landsleute, für die deutschen Frauen, die die Ruinen der völlig zerbombten deutsche Städte beiseite räumten und das weiter Leben ermöglichten...
Widmen Sie einige Minuten Ihrer wertvollen Zeit diesen Menschen, deren Träume der Krieg je zerstörte.
Nun sehen Sie auch schon linkerhand die Einfahrt zum kleinen Jachthafen. Dieser wenig bekannte, idyllische Ort bietet, auf der in den Großen Jasmunder Bodden hineinragenden Mole, eine schöne Aussicht. Gut sichtbar ist das gegenüberliegende Ufer des Großen Jasmunder Boddens mit den Banzelvitzer Bergen. Dort befindet sich auch ein beliebter Zeltplatz. An einem Kiosk können Sie einem Imbiss zu sich nehmen. Ein guter Ort für eine kleine Rast mit maritimen Flair. Nun aber weiter! Im winzigen Ort Neuhof ignorieren Sie die nach rechts abzweigenden Wege. Sie bleiben immer am Ufer des Großen Jasmunder Boddens. Nun müssen Sie mit einem unbefestigten Feldweg vorlieb nehmen. Bei Trockenheit ist dieser Weg gut befahrbar. Immer wieder haben Sie eine schöne Aussicht auf den Bodden. Später verdecken Schlehen- und Sandornbüsche die Sicht. Der Feldweg mündet in die Dorfstraße von Polchow. Nach einem Stück Asphaltstraße radeln Sie nun über eine unangenehme alte Kopfsteinpflasterstraße. Ihr Weg führt vorbei an einer Anlegestelle und einem schönen Spielplatz für Kinder. Bänke laden zu einer Rast ein. Die Pflasterstraße macht einen Rechtsknick und mündet auf einer Kreuzung. Haben Sie Appetit auf frisch geräucherten Fisch? Dann fahren Sie zuerst über die Kreuzung gerade aus weiter. Nach ca. 100 m sehen Sie auf der rechten Straßenseite eine Fischräucherei, die sicher Ihren Appetit stillt. Ansonsten biegen Sie gleich nach links auf einen schadhaften, unbefestigten Weg ab (~~> Glowe 4,1 km; Bobbin 4,6 km). Dieser Weg führt vorbei an schönen Wochenendgrundstücken in ein NSG. Rechterhand tauchen die Zinnen des Schlosses Spyker auf. An einer Wetterschutzhütte verzweigt sich der Rad-/Wanderweg.


Tipp: Machen Sie bevor Sie gerade aus weiter fahren erst einmal einen Abstecher zum wunderschönen Schloss Spyker. Dazu fahren Sie nach rechts auf den nagelneuen, breiten und asphaltierten Radweg. Dieser verläuft längs des Spykerschen Sees. Nach etwa einem Kilometer sind Sie am Schloss. Erfreuen Sie sich an diesem schönen Gebäude, welches im 14. Jh. gebaut wurde. Heute ist dieses Schloss ein Hotel. Radeln Sie durch einen mit uralten, seltenen Bäumen bewachsenen Schlosspark. Fahren Sie die Zufahrtsstraße zum Schloss hoch bis zur Straße Sargard - Glowe, finden Sie gegenüber die Einfahrt zum 2008 eröffneten Saurierpark. Die jährlich ca. 1,4 Mill. Urlauber auf Rügen wirds freuen.

Sie haben keine Zeitreserven, dann fahren Sie, an der Wetterschutzhütte vorbei, gerade aus weiter (~~> Wittow; Glowe 2,6 km). Ein naturbelassener Rad-/Wanderweg verläuft zwischen dem Mittelsee und dem Spykerschen See in einer einzigartigen Landschaft. Ja, das ist es was Urlauber auf Rügen schätzen! Verweilen sie auf einer kleinen Brücke und genießen Sie die Stille und Aussicht. Hier sind übrigens öfters Angler anzutreffen. Hinter dem Spykerschen See fahren Sie nach links (~~> WITTOW; Glowe 1,6 km) auf eine schmale Asphaltstraße auf. Diese führt an einen Gehöft vorbei. Nun haben Sie eine neue breite Asphaltstraße, die wenig befahren ist und auf der Sie schnell vorankommen. Die Straße verlässt ein Waldstück und führt durch Wiesen nach Alt-Glowe. Sie mündet auf der neuen, vorbildlich ausgebauten und mit Radwegen versehenen Ortsstraße von Glowe. Damit ist Glowe allen anderen Orten auf Rügen weit überlegen. Glowe, unmittelbar am zauberhaften Tromper Wiek gelegen, ist natürlich immer einen Besuch wert. Überqueren Sie bitte vorsichtig die in der Saison stark befahrenen Ortsstraße und fahren Sie halblinks in eine schmale Straße zur Strandpromenade. Von hier aus haben Sie eine sehr schöne Aussicht auf das Tromper Wiek, die Schaabe - einen bedeutenden Badestrand Rügens und natürlich Ihr Ziel - das Kap Arkona. Ein idealer Platz für eine Rast. Die moderne Kinderkurklinik dominiert das Bild am Strand. Sie bringt vielen Kindern ihre Gesundheit zurück. Rechterhand ist der neu ausgebaute Jachthafen. Natürlich ist an der Strandpromenade für Ihr leibliches Wohl bestens gesorgt. In der Saison sind viele Menschen auf der Promenade und am feinkörnigen Sandstrand. Schieben Sie bitte Ihr Rad auf der Uferpromenade in Richtung Kap Arkona. Wenn die Promenade endet, verlassen Sie diese. Fahren Sie über einen kleinen Platz mit mehreren Imbissständen und einer öffentlichen Toilette die wenigen Meter bis zum straßenbegleitenden Radweg nach Breege-Juliusruh.

Rhododendronallee
bei Semper - Außenstandort
der IGA 2003
in Rostock

Schloss Spyker

Blick auf den Spykerschen See

Kurklinik Glowe

Hafen in Glowe


Originelles Wohnhaus in Glowe

Radweg durch
die Schaabe,
die Landenge
zwischen Großen Jasmunder Bodden
und Tromper Wiek

 

Pilze im Waldgebiet
der Schaabe

3. Glowe - Juliusruh -
Drewoldke -Vitt Kap Arkona - (Putgarten)


18 km
ca. 100 min

 

Bewertung der Etappe:

 

Zustand


Erlebnis

Natur

Erholung

Versorgung

Aussicht

Wetterschutz

Badestellen



(Juliusruh)

Der vorerst gepflasterte, dann asphaltierte Radweg (~~> Arkona 15 km; Juliusruh 8 km) verläuft straßenbegleitend durch die Schaabe bis zum Ostseebad Breege - Juliusruh.


Tipp: Sollten Sie genügend Kraft und Fahrsicherheit haben, können Sie sich für den Wanderweg am Ufer des Großen Jasmunder Boddens entlang bis Breege-Juliusruh entscheiden. Hier sind Sie in einer sehr schönen Natur, weitab vom Straßenverkehr. Leider ist die Oberfläche schadhaft (sandig oder matschig) und nur sicheren Radlern zu empfehlen. Dafür haben Sie eine wunderschöne Uferlandschaft mit tollen Ausblicken auf den Großen Jasmunder Bodden und dessen südliches Ufer. Allerdings benötigen Sie mehr Zeit für diese Strecke. Sie müssten am OA Glowe die Straße überqueren und in die kleine Siedlung hinein fahren. Nach rechts radeln Sie dann auf einen Waldweg, der Sie ans Boddenufer bringt.

Sie bleiben auf dem straßenbegleitenden Radweg. Dafür haben Sie jetzt die Gelegenheit zu einem exzellenten Bade an einem der schönsten feinsandigen Strände Rügens. Dieser 10 km lange Sandstrand ist ein Eldorado für Badegäste mit und ohne Badebekleidung. Also worauf warten Sie noch! Sie müssen dazu nur einen der Wege zum nahem Strand nach rechts abfahren. Übrigens sind die Kiefernwälder der Schaabe auch eine gute Adresse für Pilzsammler. Im Herbst haben Sie hier schnell Ihren Korb voll und das Abendbrot gesichert. Sie passieren nun Parkplätze, die in der Saison bei schönem Wetter immer belegt sind. Nach dem ersten Drittel der Strecke wechselt der Radweg die Fahrbahnseite. Bitte lassen Sie äußerste Vorsicht beim Überqueren dieser viel befahrenen Straße walten!
Noch vor dem OE Breege Juliusruh passieren Sie einen Campingplatz. Nun gabelt sich die Straße. Die Straße nach links führt nach Breege.

Tipp: Heute ist nicht Ihr Tag und Sie spüren, dass Sie sich übernommen haben. Dann gönnen Sie sich eine schöne und völlig beschwerdefreie Rückfahrt. Radeln Sie nach Breege zum Hafen und setzen Sie mit dem Schiff nach Ralswiek über. Die Fahrt über den Großen Jasmunder Bodden dauert ca. 1 Std. (nur während der Störtebekerfestspiele; Abfahrt 18.30 Uhr, im Hafen Breege) Von Ralswiek sind es nur noch ca. 7 km bis Bergen.
Preiswerter ist es in Juliusruh in den sogenannten RADzfatz (Linienbus mit Fahrradanhänger) zu steigen. Dieser bringt Sie sicher bis nach Bergen (Bitte den aktuellen Fahrplan einsehen!).

Sie fahren gerade aus weiter in den Ortsteil Juliusruh. Nun sind Sie auf Wittow, dem sogenannten Windland. Übrigens sind Radfahrer oft der Meinung, das Sie gerade hier immer starken Gegenwind hatten...
Sie müssen nun ein kleines Stück Straße vorlieb nehmen. Am Hotel "Aquamaris" fahren Sie auf den gepflasterten Rad-/Fußweg weiter. Am OE Juliusruh biegen Sie nach rechts in den Fischerweg ein. Dieser bringt Sie zur bescheidenen Strandpromenade. Genießen Sie den Blick auf das Tromper Wiek, begrenzt linkerhand vom Kap Arkona und rechterhand von der Kreideküste mit dem Königstuhl. Am Ende der Promenade überwinden Sie einige Treppen und fahren vor bis zur Hauptstraße und nach rechts auf den straßenbegleitenden Rad-/Fußweg.

Tipp: Links der Ortsstraße beginnt ein sehr schöner Landschaftspark. Der 1796 vom Wittower Gutsbesitzer Julius von der Lancken im englischen und französischen Stil angelegte Park lädt zum Spaziergang ein. Haben Sie reichlich Zeit, fahren Sie schnell mal eine Runde durch dieses Kleinod.

Der Übergang von Juliusruh nach Drewoldke ist kaum spürbar. Nach Passieren der letzten Gebäude verlassen Sie den Rad-/Fußweg und biegen nach rechts in eine Asphaltstraße ab (~~> Arkona 9 km; Vitt 8 km). Vorbei führt die wenig befahrene Straße am Wochenendpark Drewoldke und am Wittower Campingpark. Im Sommer sind beide Plätze sehr begehrt. Das Seebad Breege-Juliusruh, zu dem auch Drewoldke gehört, ist eine gute Adresse für badebegeisterte Urlauber, Segler und Angler. Während Juliusruh mit seinem feinsandigen Strand den Badegästen vorbehalten bleibt, ist Breege, am gleichnamigen Bodden gelegen, das Paradies für Wassersportler und Angler. Übrigens können Sie von Breege aus auch mit dem Schiff nach Hiddensee übersetzen. Ein neuer Betonspurenweg steigt nun mit dem Ufer systematisch an. Immer wieder geben Aussichtspunkte den Blick auf die offene See und die Kreideküste frei. Genießen Sie diese Aussicht! Der angenehm befahrbare Betonspurenweg verläuft unmittelbar auf dem Hochufer. Plötzlich tauchen riesige Steine am Weg auf. Sie sind am Großsteingrab "Riesenberg" angekommen. Diese Grabanlage entstand in der Jungsteinzeit 3500 - 1800 v. Chr. als Kollektivgrab einer Sippe. In einer Wetterschutzhütte finden Sie bei Regen Unterschlupf. Der angenehme Weg endet an einer Wegegabelung mit einer weiteren Wetterschutzhütte. Fahren Sie nach rechts auf einen alten DDR-Plattenweg auf. Er gehört zu den wenigen noch "guten" Plattenwegen auf Rügen. Dieser steigt weiter mit dem Hochufer an. Nun gelangen Sie zu einer Radlerrast. Im Freien sitzend, können Sie unmittelbar am Hochufer Ihre Pause genießen. Für Ihr leibliches Wohl wird gesorgt. Linkerhand sehen Sie nun schon die Leuchttürme des Kaps. Nun wechselt der Plattenweg in einen unterschotterten Feldweg. Hinter einem Gehöft endet der löchrige Weg und es beginnt ein komfortabler Betonspurenweg. Vor sich sehen Sie nun ständig die Kapelle von Vitt und die Türme am Kap Arkona. Ins kleine Fischerdorf Vitt hinein fällt der Weg sehr steil ab. Kleinere Kinder sollten hier das Rad schieben. Vitt war bereits im 10. Jh. Hafen und Handelsplatz. Im zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Ort sind in der Saison immer sehr viele Menschen anzutreffen. Schieben Sie bitte Ihr Rad vorsichtig durch die schmalen Gassen hinab zum Hafen. Hier auf der Mole ist der richtige Ort für eine schöne Rast. Bis hin zu frisch geräuchertem Fisch erhalten Sie alles, was Ihr Herz begehrt. Dazu haben Sie eine wunderschöne Aussicht auf die Ostsee und das nahe Kap, den nördlichsten Punkt der Insel Rügen. Verlassen Sie nun das Fischerdorf auf dem nach rechts abzweigenden Weg. Am Ortsrand gelangen Sie zur Kapelle, die Ihnen schon auf Ihrer Anfahrtsstrecke ins Auge fiel. Für diese 1806 - 1816 vom Altenkirchener Pfarrer Kosegarten mit Hilfe der schwedischen Regierung erbaute Rundkirche sollten Sie sich ein paar Minuten Zeit nehmen. Fahren Sie dann auf der neuen Asphaltstraße einige Meter in weiter Richtung Putgarten. An der Wendeschleife für die Arkonabahn, hier ist auch eine öffentliche Toilette, biegen Sie nach rechts in einen unterschotterten Weg ab. Dieser führt zurück zum Steilufer und immer auf diesem entlang. Ein gestiftetes Kreuz erinnert an den Schöpfer dieser wunderschönen Natur. Mit Holzfiguren bringen sich Künstler in Erinnerung. Auf Bänken ruhen sich müde Wanderer aus und genießen die tolle Aussicht 40 m über dem Meeresspiegel. Nun verläuft der breite Rad-/Fußweg längs des Walles der Tempelburg von Arkona. Mit der Erstürmung dieser slawischen Feste durch die Dänen im Jahre 1168 kam das Christentum nach Rügen. Der 1927 von der deutschen Kriegsmarine errichtete Peilturm lädt Sie zu einer Besichtigung ein (Preis: 2€; 2007). Er beherbergt wechselnde Ausstellungen und bietet eine tolle Aussicht auf das gesamte Kap, die Halbinsel Wittow und die Ostsee. Weiter geht Ihre Fahrt zu den beiden Leuchttürmen.

Tipp: Sie haben noch genug Power für einen Abstecher? Dann los! Fahren Sie die nach links abfallende Straße nach Putgarten. Sie ist für den öffentlichen Verkehr gesperrt, so dass Sie gefahrlos und schnell den Kilometer dorthin überwinden. Am OE von Putgarten, welches 1314 erstmals urkundlich erwähnt wurde, liegt ein touristisches Juwel - der Gutshof Arkona. Hier finden Sie viele Ausstellungsstücke, Schauwerkstätten und eine empfehlenswerte Gastronomie. Ein guter Ort für eine Rast.

Der kleinere, quadratische Leuchtturm wurde 1826/27 vom berühmten preußischen Baumeister Schinkel erbaut. Seine aus 19 m Höhe ausgesandten Lichtstrahlen waren 15 km weit zu sehen. Das reichte aber bald nicht mehr aus. Heute ist er Aussichtsturm und Museum. 1902 wurde der runde, mit 36 m wesentlich höhere, Leuchtturm erbaut. Seine Lichtsignale haben eine Reichweite von 40 km und geleiten heute noch Schiffe bei Nacht und schlechter Sicht sicher an Rügen vorbei.

Am beliebten
Sandstrand
der Schaabe

Das Fischerdorf
Vitt - UNESCO - Weltkulturerbe

Kapelle in Vitt

Eine Kerze für
Ihre lieben
Verstorbenen...

Fischerdorf Vitt

Leuchttürme am
Kap Arkona

Putgarten

NVA - Marinebunker
am Kap.
Ein Relikt des
Kalten Krieges

Leuchtfeuer Ranzow
am Kap

So schön sind
Rügens Steilküsten

4. Kap Arkona - Varnkevitz - Nonnevitz - Bakenberg - Kreptitz - Lancken - Goos - Dranske

    

20 km
ca. 120 min

 

 

Bewertung
der Etappe

 

Zustand


Erlebnis

Natur

Erholung

Versorgung

Aussicht

Wetterschutz

Badestellen



(Steilufer bei Varnkevitz; Strand am Bakenberg; Strand am Seeufer in Dranske)

Vorbei an den Leuchttürmen gelangen Sie zu einer Bunkeranlage der DDR-Volksmarine. Von hier aus wären im Falle eines Krieges zwischen Ost und West Seegefechte geführt worden. Heute kann man diese stummen Zeugen des Kalten Krieges besichtigen. Vorbei am kleinem Leuchtfeuer Ranzow führt der naturbelassene Radweg zum 46 m über dem Meeresspiegel gelegenen Hochufer des Gellorts. Nun stehen Sie am nördlichsten Punkt der Insel Rügen und Mitteldeutschlands. Rechterhand befindet sich die so genannte Königstreppe. Über Sie gelangt man zum Strand. Sie fahren nach links auf dem naturbelassenen Radweg in ein NSG hinein. Der Radweg fällt erst einmal ab. Bitte fahren Sie sehr vorsichtig, da der Weg einige Schäden aufweist, schmal und in der Saison stark befahren ist. Verschiedene Sträucher, sehr oft auch Sanddorn, säumen Ihren Weg. Diese äußerst vitaminreichen Beeren sind rügentypisch und werden zu Saft, Likör und Konfitüre verarbeitet. Im Herbst sollten Sie die säuerlichen gelb-orangenen Früchte probieren und damit Ihren Vitaminhaushalt gratis aufbessern. Immer wieder geben Aussichtspunkte den Blick auf die weite See frei. Tief unten leuchtet der feinsandige Strand, übrigens ein Geheimtipp für Freunde der FKK. Linkerhand beginnen nun Felder. Die Sicht aufs Meer versperren Bäume und Sträucher. In der Ferne kündet eine riesige Kuppel von einer Radarstation, die das Ende des Kalten Krieges überlebt hat und heute von der Bundeswehr genutzt wird. Sie gelangen an einen kleinen Parkplatz. Von hier aus führen Treppen hinab zum feinsandigen Nordstrand, ein Eldorado für ungestörte Badefreuden ohne Badebekleidung. Sie fahren weiter auf dem wunderbar gelegenen Hochuferradweg und genießen die Aussicht auf die Ostsee. Neben kleinen Segelbooten können Sie auch immer wieder riesige Fähren, Frachter oder Tanker beobachten. Der sich in einem guten Zustand befindliche, naturbelassene Radweg endet an einer neuen Betonspurenstraße.


Hinweis: Der in den Fahrradkarten vermerkte Rügenrundtour-Fernradweg 6 verläuft gerade aus weiter am Ufer. Auf Grund seines Zustandes ist er keinesfalls zu empfehlen! Nur Radler mit Mountenbikes oder solche, die gern morastige oder sandige Wege befahren, sollten ihn in Angriff nehmen. Er verläuft völlig geschützt durch den Küstenwald bis zum Campingplatz auf der Schwarbe, allerdings ohne jede Ausschilderung.

Sie fahren nach links auf die Betonspurenstraße. Nach wenigen Metern gelangen Sie ins winzige Dörfchen Varnkevitz. Die Straße verläuft s-förmig durch den Ort und gabelt sich am OA. Fahren Sie nach rechts ab. Geradlinig führt die schmale, aber wenig befahrene Allee nach Schwarbe. Am OE biegen Sie nach links ab. Die schmale, ebenfalls wenig befahrenen Straße führt nach Mattchow. Hier biegen Sie rechts ab. Das schmale Asphaltband führt nun völlig ungeschützt, geradlinig durch Felder. Riesige Windräder säumen Ihren Weg. Rechterhand sehen Sie das Waldgebiet der Schwarbe. Nur wenige Autos werden Ihnen begegnen, dafür in der Saison um so mehr Radler. An einem Gehöft stoßen Sie auf eine Straßenkreuzung. Biegen sie nach rechts ab (~~> Dranske 7,0 km; Bakenberg 3,0 km). Die schnurgerade Asphaltstraße bringt Sie zum winzigen Ort Nonnevitz. Sie durchfahren die wenigen Häuser und gelangen zum Waldrand der Schwarbe. An einer Wegegabelung bleiben Sie links (~~> Bakenberg 1,5 km). Nach einer steilen Linkskurve verläuft der Radweg immer an der Waldkante entlang. Linkerhand beginnt der riesige Parkplatz für das Regenbogencamp, einen der größten Campingplätze auf Rügen. Linksseitig beginnt der straßenbegleitende Radweg. Fahren Sie auf diesem bis zu einem Wegekreuz. Sie fahren gerade aus über diese Kreuzung.

Tipp: Machen Sie eine Stippvisite auf dem Campingplatz und am Strand. Dazu biegen Sie nach rechts ab. Der Weg führt in den Wald hinein. Überall stehen nun Wohnwagen, Holzhäuser oder Zelte. Sie finden hier auch öffentliche Toiletten und Verkaufseinrichtungen. Gerade aus führt der Weg zum Strand. Etwas erhöht auf dem Ufer bietet sich eine Bank für eine angenehme Rast an. Sie haben besten Ausblick auf die offene Ostsee. Übrigens sind dieser und der Nordstrand die einzigen Strände auf Rügen, wo im Sommer die Sonne aus dem Meer aufsteigt und im Meer untergeht!
Nichts spricht hier gegen ein Bad im kristallklarem Wasser, auch ohne jegliche Badebekleidung.

Tipp: Möchten Sie die Tour ca. 10 km abkürzen, so biegen Sie auf der Kreuzung nach links ab. Der straßenbegleitende Radweg führt vorbei am Eingang des Regenbogencamps und verzweigt sich. Sie halten sich links. In Gramtitz biegen Sie bei der zweiten Möglichkeit nach rechts ab. Nun gelangen Sie nach Kuhle. Fahren Sie nach rechts auf die viel befahrene Durchfahrtsstraße auf. Nach wenigen Metern gelangen Sie zum kleinem Hafen und somit auf Ihre geplante Strecke (X - siehe 5. Etappe).

Der asphaltierte Radweg endet und eine gut befahrbare Pflasterstraße taucht in den Wald ein. Sie endet an der Gaststätte Haidehof. Nun müssen Sie eine kleine Pforte öffnen, um durch das NSG Kreptitzer Heide Ihre Tour fortsetzen zu können. Nach rechts führt ein Wanderweg. Sie bleiben dem Zeitgeist entsprechend links. Ein schmaler, aber relativ gut befahrbarer Pfad bringt Sie durch die Trockengraswiesen dieses winzige NSG zum Dörfchen Kreptitz. Verlassen Sie erneut durch eine Pforte das NSG. Hinter einem Gehöft beginnt ein schmales Asphaltband, welches nach Lancken hin etwas ansteigt. Die fahren durch Felder und haben rechterhand die offene See. Bei guter Sicht sehen Sie den Leuchtturm von Hiddensee. Die Abzweigung des Radweges zur Ferienresidenz Rugana lassen Sie links liegen (~~> Dranske 3,8 km; Lancken 0,8 km). Am OE von Lancken wechselt der Belag von Asphalt auf Pflaster. Es begrüßen Sie ein verwachsener Dorfteich und schöne Ferienhäuser. Am OA befindet sich das einstmals sehr schöne, nun aber verfallene Gutshaus Lancken, welches schon bessere Zeiten erlebt hat. Sie fahren am Wegekreuz nach rechts ab (~~> Dranske 3 km). Ein schmales Asphaltband verläuft geradlinig durch Felder. Linkerhand sehen Sie den Wieker Bodden, rechterhand die freie See. Vor dem winzigen Ort Dranske-Hof gabelt sich die Straße. Sie fahren gerade aus weiter in den Ort hinein. Gleich darauf kommen Sie am kleinen aber feinen Dörfchen Koos vorbei. Wenn Sie einen kurzen Abstecher in den Ort machen, werden Sie feststellen, dass in Koos nur Menschen wohnen, die genügend Moos haben. Weiter verläuft Ihr Weg in Richtung des deutlich sichtbaren Leuchtturms auf der Insel Hiddensee. Am Rehbergort, einen Aussichtspunkt, macht die kaum befahrene Straße einen Knick und verläuft geradlinig in den Ort Dranske hinein. Dranske war zu DDR-Zeiten eine Basis der DDR-Volksmarine. Viele Hundert Soldaten wohnten hier mit ihren Familien. Nun stehen die Blöcke verwaist und mussten schon teilweise abgerissen werden. Sie stoßen fast rechtwinklig auf eine breitere Straße. Der Wegweiser nach Wiek (~~> Wittower Fähre 16,5 km, Wiek 7,5 km) zeigt nach links. Ich möchte Ihnen aber doch ein bisschen mehr von diesem Ort zeigen, deshalb fahren Sie nach rechts. Die Pflasterstraße verläuft parallel des nahen Strandes. Am Ende haben Sie einen schönen Rastpunkt direkt am Strand. Von hier haben Sie eine gute Aussicht auf die Insel Hiddensee.

Hochuferradweg
am Kap Arkona

Geheimtipp - Baden
am Nordstrand
bei Varnkevitz



Blick vom Hochufer
auf die offene See

Verfallenes Gutshaus
in Lancken

FKK-Beobachter in Dranske

Blick von Dranske
auf die Insel
Hiddensee

Ein Wahrzeichen
Rügens - Sanddorn

Strand bei Dranske

5.  Dranske - Kuhle - Wiek Zürkvitz - Wittower Fähre - Trent


21 km
ca. 120 min

+ ca. 15 min für Überfahrt mit Fähre

 

 

Bewertung der Etappe:

 

Zustand


Erlebnis

Natur

Erholung

Versorgung

Aussicht

Wetterschutz

Badestellen



(Wieker Bodden bei Wiek)

 

Biegen Sie nach links in einen Plattenweg ein. Dieser bringt Sie an eine Kreuzung. Nach rechts führt die Straße zum ehemaligen Marinestützpunkt auf dem Bug. Es lohnt nicht dorthin zu fahren, da der Bug für Besucher gesperrt ist (NSG). Sie überqueren die Kreuzung und gelangen zum Ufer des Wieker Boddens. Hier befindet sich eine Surfbasis. Meist treffen Sie viele Surfer an. Hier werden auch internationale und nationale Wettkämpfe ausgetragen. Biegen Sie nach links ab und fahren Sie immer am Ufer des Wieker Boddens weiter. Sie passieren einen kleinen Bootshafen. An der gegenüber liegenden Seite des Boddens sehen Sie schon Ihr nächstes Etappenziel Wiek. Am Ende der "Strandpromenade" führt ein Pfad zur Hauptstraße zurück. Fahren Sie nach rechts auf den gepflasterten, straßenbegleitenden Radweg. Am OA Dranske beginnt ein neuer, breiter asphaltierter Radweg. Er führt immer unmittelbar längs der viel befahrenen Straße nach Kuhle. Hinter dem Abzw. Dranske Hof bietet eine Schutzhütte Ihnen Zuflucht, wenn es regnen sollte. Vorbei an einer Einrichtung der BuWe passieren Sie den Abzweig Lancken (~~> Wittower Fähre 13,3 km; Wiek 4,3 km; Kuhle 1,3 km). Der Radweg endet im kleinen Ort Kuhle. Am kleinen Hafen überqueren Sie bitte vorsichtig die Straße (~~> Wittower Fähre 11 km; Wiek 3,0 km). Sie haben nun eine gute Aussicht auf den Wieker Bodden und die Halbinsel Bug. Für Ihr leibliches Wohl ist gesorgt. Ein guter Platz für eine kleine Rast!
Fahren Sie an der Kaikante nach links bis zu deren Ende. Hier beginnt der naturbelassene Radweg, eigentlich ein Pfad, nach Wiek. Der relativ gut befahrbare schmale Weg verläuft ufernah durch eine schöne Landschaft. Nach dem lauten straßenbegleitenden Radweg von Dranske nach Kuhle umfängt Sie nun vollkommene Stille. Immer wieder öffnet sich die Sicht auf den Wieker Bodden. Büsche säumen den Weg. Der Pfad mündet auf den Radweg Altenkirchen - Wiek. Fahren Sie nach rechts auf den gepflasterten Radweg. Dieser verläuft weiter in Ufernähe und mündet auf der gepflasterten Ortsstraße von Wiek. Rechterhand, direkt am Wasser finden Sie Rastplätze. Oftmals begegnen Ihnen hier viele Windsurfer. Das flache Wasser des Wieker Boddens ist auch für Anfänger gut geeignet. Setzen Sie Ihre Fahrt fort bis zum Hafen Wiek. Hier wurde in den letzten Jahren viel für die Verschönerung des Ortsbildes getan. Bänke laden zum Verweilen ein und Kioske bieten Ihnen Speisen, Eis und Getränke. Von der Mole aus haben Sie ein gutes Fotomotiv zur Erinnerung an diese lange Radtour. Haben Sie noch etwas Zeit, fahren Sie zur nahen, 1400 erbauten St. Georgkirche. 1600 wurde für den zerstörten Dachstuhl ein freistehender Glockenstuhl errichtet. Das älteste Ausstattungsstück ist eine Kalksteinfünte aus dem 13. Jh..


Tipp: Sie sind müde und können nicht mehr? Dann haben Sie in Wiek die Möglichkeit Ihre Tour zu beenden und schnell nach Bergen zurück zu kommen. Steigen Sie einfach in den RADzfatz, den Linienbus des RPNV mit Radanhänger ein, und dieser befördert Sie mitsamt Ihres Fahrrades in ca. 45 min. über die Wittower Fähre und Trent nach Bergen. (Bitte den aktuellen Fahrplan einsehen!). Sie geben nicht auf? Na, dann weiter!

Fahren Sie am Ende des Hafens durch eine schmale Gasse zur viel befahrenen Ortsverbindungsstraße Wiek - Glewitzer Fähre. Überqueren Sie die Straße und radeln Sie nach rechts auf den gepflasterten, straßenbegleitenden Radweg. Dieser führt vorbei an der AOK-Klinik. Längs einer Kleingartenanlage verlassen Sie Wiek. Nach wenigen hundert Metern gelangen Sie ins fast unscheinbare Zürkvitz. Hier wechselt der Radweg die Straßenseite. Nach wenigen Metern endet dieser gepflasterte Weg. Nun fahren Sie nach rechts s-förmig durch ein Gehöft. Das uralte Pflaster wird Ihnen keine Freude bereiten. Hinter dem Gehöft ist der Weg wieder gut befahrbar und führt direkt ans Ufer des Wieker Boddens. Der asphaltierte Radweg verläuft nun unmittelbar am Ufer entlang und bietet Ihnen einen wunderschönen Ausblick auf den Wieker Bodden und den Bug. Besonders abends spiegelt sich die untergehende Sonne im Bodden und tausende Wasservögel tummeln sich im Wasser. An einer Wetterschutzhütte endet der asphaltierte Radweg. Der nunmehr naturbelassene, gut befahrbare Radweg entfernt sich etwas vom Ufer und verläuft kurvig durch ein kleines Wäldchen. Passieren Sie den Abzweig des Radweges nach Breege über Lobkevitz (~~> Wittower Fähre 2,5 km). Nun fahren Sie wieder unmittelbar am Ufer und genießen die Aussicht auf den Rassower Strom und die Halbinsel Bug. An einem Pumpwerk wechselt der Belag des Weges von naturbelassen auf Pflaster. Sie kommen auf diesem fast geradlinigen Weg schnell voran. Immer wieder trüben Uferbewachsungen Ihre Aussicht, bieten aber auch bei Wind einen angenehmen Schutz. Bei guter Sicht erhebt sich am Horizont der Leuchtturm von Hiddensee. Nun kommen einige Häuser in Sicht. Sie sind an der Wittower Fähre. Nach einer Linkskurve endet der Radweg auf der Straße. Fahren Sie etwas zurück zur Kasse und lösen Sie Ihren Fahrschein. Nun müssen Sie eventuell etwas warten, bis die Fähre anlegt. Fahren Sie mit dem Rad auf die Fähre und setzen Sie zum anderen Ufer über. Die kurze Fahrt mit der Fähre ist eine angenehme Erholung für Ihr Hinterteil und besonders für Kinder eine interessante Bereicherung der Radtour. Der Preis ist auch erschwinglich. Nach wenigen Minuten haben Sie nun wieder festes Land unter den Füßen. Wittow bleibt hinter Ihnen zurück. Ein nagelneuer, asphaltierter Radweg führt fast geradlinig nach Trent. Er verläuft unmittelbar neben der Alleenstraße. Passieren Sie den Abzweig zur Radisson SAS Ferienanlage (~~> Trent 3,5 km). Rechterhand sehen Sie nun Teile dieser schönen, aber etwas einsam gelegenen Anlage, die unmittelbar nach der Wende entstand. Passieren Sie einen weiteren Abzweig nach Libnitz. Auf den schönen Radweg, der im Herbst mit Zweigen und Samen verunreinigt sein kann, gelangen Sie schnell nach Trent. Der Radweg endet Dieser Ort ist seit 1311 urkundlich erwähnt. Von Interesse ist sicher die um 1400 erbaute Kirche. In der, sich an der Kreuzung im Zentrum befindlichen, Gaststätte Fähreck bekommt man immer ein gutes und preiswertes Eis.

Radweg von Kuhle nach Wiek

Der Hafen von Wiek

St. Georgkirche in Wiek

Der Altar der St. Georgkirche in Wiek

Abendstimmung am Wieker Bodden

Überfahrt mit der Wittower Fähre

Am Biergarten in Trent endet der schöne asphaltierte Radweg

6.   Trent - Neuendorf - Tribbevitz - Helle - Patzig - Thesenvitz - Bergen

 

22 km
ca. 130 min

 

 

Bewertung der Etappe:

 

Zustand


Erlebnis

Natur

Erholung

Versorgung

Aussicht

Wetterschutz

Badestellen

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Tipp: Wollen Sie sich viele Unanehmlichkeiten sparen? Sie sind müde und können nicht mehr? Dann haben Sie in Trent die beste Möglichkeit Ihre Tour zu beenden und schnell nach Bergen zu kommen. Steigen Sie einfach in den RADzfatz, den Linienbus des RPNV mit Radanhänger ein, und dieser befördert Sie mitsamt Ihres Fahrrades in einer halben Stunde an Ihren Zielort (Bitte den aktuellen Fahrplan einsehen!).


Tipp: Haben Sie keine Probleme einige Kilometer eine in der Saison stark frequentierte Straße zu befahren? Sind Sie bereit, ein solches Risiko auf sich zu nehmen? Wenn ja, dann sparen Sie jetzt viel Kraft und Zeit ein. Fahren Sie einfach auf die Ortsstraße in Richtung Bergen, Gingst. Hinter dem kleinem Örtchen Garditz durchfahren Sie ein Wäldchen. Nach ca. 2 km kommen Sie an eine Kreuzung. Fahren Sie nach links von der viel befahrenen Hauptstraße nach Bergen / Gingst ab ins Örtchen Silenz. Die dritte Abzweigung nach rechts kommen Sie durch eine schöne Gutsanlage auf einen Feldweg. Dieser bringt Sie, vorbei an einem großen Windpark, nach Gagern. Durchfahren Sie diesen Ort und folgen Sie einem unterschotterten, breiten Feldweg nach Veikvitz. Setzen Sie die Fahrt auf noch befahrbaren DDR-Plattenwegen über Woorke nach Patzig fort. In Patzig fahren Sie nach rechts auf die Alleenstraße nach Thesenvitz. Am OE biegen Sie nach links auf den Radweg nach Bergen ab. Am Nonnensee vorbei gelangen Sie schnell an Ihr Ziel - Bergen.

Sie gehören zu den ganz hartnäckigen Radlern! Nichts bringt Sie dazu, sich auf einer schmalen Alleenstraße auf die Rücksichtnahme der (Rügener) Autofahrer zu verlassen. Dann kommt nun noch einiges auf Sie zu! Unmittelbar am OA Trent, nahe eines Funkmastes, geht nach links ein unscheinbarer Feldweg ab. Er führt auf den ehemaligen Bahndamm der Kleinspurbahn durch Wiesen. Der Pfad ist stark verwachsen und nach Regenfällen schwer passierbar. Im Spätsommer werden Sie dafür durch schmackhafte Mirabellen am Weg entschädigt. Nach ca. 1 km wird er breiter und besser. Hinter einem kleinem Waldstück kommen Sie an ein Wegekreuz. Fahren Sie einfach darüber hinweg (~~> Neuendorf). Der schmale, relativ gut befahrbare Feldweg durchquert ein Feuchtbiotop und führt am Ufers des Neuendorfer Wiek zur Straße Neuenkirchen - Silenz. Biegen sie nach links auf diese Straße ein. Nach ca. 200 m gelangen Sie zum winzigen Ort Neuendorf. Biegen Sie im Ort an der zweiten Möglichkeit nach rechts von dieser nicht zu stark befahrenen Hauptstraße ab. Ein DDR-Plattenweg führt durch Felder zum Dörfchen Tribbevitz. Bewundern Sie das nach der Wende wieder im alten Glanz erstandene Gutshaus. Biegen Sie nach links und gleich darauf nach rechts auf die DDR-Plattenstraße nach Helle ein. Das einzige angenehme an dieser Strecke ist, dass Sie kaum Autos zu sehen bekommen. Durchfahren Sie diesen landwirtschaftlich geprägten Ort. Ca. 1 km nach Helle radeln Sie in einer Linkskurve gerade aus auf einen schwarzen Feldweg weiter. Diesen fahren Sie, vorbei an einer Kindertagesstätte, bis zu einer nahen Straßenkreuzung. Überqueren Sie diese gerade aus. Sie befinden sich nun auf einer breiteren Asphaltstraße von Rappin nach Ramitz. Nach etwa 200 m verzweigt sich diese Straße. Fahren Sie nach links auf die Asphaltstraße nach Gnies - Ralswiek (~~> Bergen 10,8 km; Kartzitz 1,2 km). Auf dieser wenig befahrenen und ausreichend breiten Straße kommen Sie gut voran. Unmittelbar am Gut Kartzitz sehen, biegen Sie an einer Bushaltestelle nach rechts auf einen Feldweg ab. Zuvor dürfen Sie sich natürlich noch den gepflegten Gutshof aus der Näher anschauen. Ein unbefestigter Feldweg mit mangelhafter Oberfläche führt nun durch Felder. Nach Regen weist er viele Pfützen auf. Bei Trockenheit ist er relativ gut befahrbar. Bei Neu Kartzitz mündet er in ein schmales Asphaltband. Nun kommen Sie bis zu den Hügelgräbern bei Woorke schnell voran. Am ersten Hügelgrab knickt das Asphaltband nach rechts ab. Sie fahren gerade aus in einen etwas löchrigen Feldweg hinein. Dieser an einem Teich am OE Patzig wieder auf die Straße. Radeln Sie diese etwas ramponierte Alleenstraße hinauf bis zur Hauptstraße. Auf dieser biegen Sie nach rechts ab. Vorbei an der schon 1318 begonnenen St. Margarethenkirche steigt die Straße an. Sie passieren das Mühlenmuseum in Patzig. In einer schönen Schussfahrt geht es nun durch eine alte Allee hinab nach Thesenwitz. Am OE biegen Sie nach links auf den Radweg nach Bergen ab (~~> Bergen 4,5 km; Nonnensee 2,2 km). Ein neuer Betonspurenweg führt durch Felder, vorbei an einer Pension mit Reiterhof. Am Waldrand entlang verläuft der Weg wellig bis zum Nonnensee. Biegen Sie nach links durch das Tor auf den naturbelassenen Rad-/Wanderweg um den Nonnensee ab. Dieser See, heute ein Vogelschutzgebiet, ist erst nach der Wende entstanden, als die Pumpen ausfielen. Zu DDR-Zeiten war hier ein großes Weidegebiet. Ein Aussichtsturm ermöglicht Ihnen eine kurze Beobachtung der verschiedenen Wasservögel. Übrigens gefriert dieses flache Gewässer im Winter schnell zu. Dann tummeln sich hunderte Rüganer mit Schlittschuhen auf der glatten Eisfläche. Überqueren Sie bitte sehr vorsichtig die B 96 und fahren Sie auf einem schmalen Pfad, längs riesiger Kastanien bis zur Zufahrtsstraße zum famila - Markt. Weiter führt ein gepflasterter, straßenbegleitender Radweg bis zur Ampelkreuzung am Real-Markt. Überqueren Sie die Kreuzung und fahren Sie nach links auf den breiten Fuß-/Radweg längs der Ringstraße in Richtung Bergen - Zentrum.
Diese stark befahrene Straße führt nun unter der Eisenbahnlinie Bergen - Sassnitz hindurch, vorbei am Abzweig nach Sassnitz zu einer viel befahrenen Ampelkreuzung. Biegen Sie nun nach links in die ansteigende Bahnhofstraße ein. Vor der steil aufragenden Marienkirche, die als eine der ersten christlichen Kirchen auf Rügen bereits 1180 begonnen wurde, biegen Sie nach links zum Markt ab. Wenige Meter steil bergauf und Sie sind am Ziel Ihrer sehr, sehr langen Tour angekommen. Meine Hochachtung für diese Leistung. Sie waren heute viele Stunden im Sattel und wissen nun, wie schön, aber auch wie groß unsere Insel ist. Sie sind noch voller Eindrücke und stolz auf das Geleistete und wollen sicher nur noch eins - sich ausruhen und sich für diese Leistung belohnen. Ich verabschiede mich heute von Ihnen und hoffe Sie auf weiteren Touren begleiten zu dürfen.

St. Katharinenkirche
in Trent

Hier atmet
das Mittelalter

Gutshof Kartzitz
mit Gutspark

Bronzezeitliches Hügelgrab
bei Woorke

Herrenhäuser
auf Rügen
Venz Hof

Das älteste Haus
am Markt in Bergen,
das Benedix-Haus

Bergen - Klosterhof

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