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Detailinformationen zur Tour 3:  Jasmund - Steilküste

 1. Bergen - (Ralswiek -) Lietzow     

12 km
ca. 60 min

 

Bewertung
der Etappe:

 

Zustand der Wege

Erlebnis

Natur

Erholung

Versorgung

(Bergen, Ralswiek, Lietzow)

Aussicht

(OA Bergen, Schloss und Jachthafen Ralswiek, Lietzow)

Wetterschutz

Badestellen

(bei Lietzow
im Großen
Jasmunder Bodden)

Zu unserer heutigen Tour zu einer der schönsten Gegenden unserer Insel, dem Nationalpark Jasmund, heiße ich Sie herzlich Willkommen. Darüber hinaus lernen Sie die Hafenstadt Sassnitz, und das prominenteste Seebad Rügens - Binz kennen. Sie haben sich heute viel vorgenommen und Sie sollen nicht enttäuscht werden. Na, dann los! Sie starten am Bergener Markt. An der Deutschen Bank vorbei fahren Sie Richtung Sassnitz. Die etwas holprige Raddasstraße mündet in die Sassnitzer Chaussee. Die Straße fällt leicht ab. Am Ortsausgang von Bergen biegen Sie nach rechts auf den asphaltierten straßenbegleitenden Radweg (~~> Sagard 14,5 km, Ralswiek 6,2 km) ein. Nun geht es steil bergab. Überprüfen Sie sicherheitshalber Ihre Bremsen! Vor dem Bahnübergang der Strecke Bergen - Binz/ Sassnitz werfen Sie bitte noch einen Blick nach links. Hier ist auf einem Mast ein Storchennest, welches jedes Jahr durch ein Storchenpaar belegt ist. Mit ein bisschen Glück können Sie dieses beim Füttern ihrer Jungen beobachten. Hinter dem Bahnübergang steigt der straßenbegleitende Radweg etwas an, um dann wieder abzufallen. Nun verläuft der Radweg weiter längs der viel befahrenen B96 in Richtung Sassnitz (~~> Sagard 12,6 km; Ralswiek 4,3 km). Der Radweg wird wellig und steigt vor Ralswiek etwas an. Links sehen Sie den großen Parkplatz, der von Juni bis Anfang September Montag bis Samstag 20.00 Uhr während der Aufführung von Störtebekers Abenteuern völlig belegt ist. Übrigens sollten auch Sie diese Aufführung auf einer wunderschönen, zum Meer hin abfallenden Freilichtbühne, keinesfalls versäumen!!!


Tipp: Wenn Sie es sich kräfte- und zeitmäßig leisten können, so ist ein Abstecher ins nur 1 km entfernte Ralswiek zu empfehlen. Schon am Ortsrand begrüßt Sie eine kleine Schwedenkirche. Majestätisch thront das Schloß oberhalb der riesigen Freilichtbühne, umgeben von einem wunderschönen Park. Ein netter Jachthafen rundet das Bild dieses kleinen, aber weit über Rügen und M/V hinaus bekannten Ortes ab.


Nun tauchen Sie in ein größeres Waldgebiet ein. Gehen Sie die folgende Schußfahrt vorsichtig an! Mitten im Waldstück wechselt nämlich der Radweg die Straßenseite. Bitte äußerste Vorsicht beim Überqueren der vielbefahrenen Bundesstraße B96! Der straßenbegleitende Radweg fällt weiter ab. Linkerhand finden Sie eine Schutzhütte. Sie gelangen nun schnell zum wunderschönen Ort Lietzow. Schon vom Waldrand grüßt Sie ein auf Rügen einzigartiges Schlösschen. Ihr Weg führt Sie über den Damm, der den Großen vom Kleinen Jasmunder Bodden trennt. Links an der Schleuse ist ein kleines, schwimmendes Restaurant. Sie haben noch nicht gefrühstückt? Na, dann bitte! Übrigens ist rechterhand, hinter den Bahngleisen, eine Traditionsräucherei, wo Sie ganz frischen Räucherfisch bekommen. Natürlich dürfen Sie sich hier in die Geheimnisse des Räucherns einweihen lassen.

Tipp: Sie spüren es schon, heute ist nicht Ihr Tag. Dann kürzen Sie hier Ihre Tour entscheidend ab und lassen Sie den schwierigsten Teil, die Halbinsel Jasmund, einfach aus. Überqueren Sie die B 96 (~~> Staphel 4,5 km; Neu Mukran 5 km). Folgen Sie dem Bahngleis nach Binz längs des Kleinen Jasmunder Boddens und überqueren Sie dieses am Waldrand. Ein einigermaßen befahrbarer Waldweg bringt Sie zum winzigen Ort Staphel. Radeln Sie weiter auf einer ramponierten DDR-Plattenstraße bis nach Neu Mukran. Biegen Sie auf dieser nach rechts ab. Vorbei an der Bäckerei Peters gelangen Sie zum Ortsausgang. Hier beginnt der asphaltierte Radweg nach Binz. Setzen sie Ihre Tour ab Etappe 7 fort. Sie sparen ca. 40 km ein.

Sie wollen natürlich die gesamte Strecke schaffen! Dann verläuft ihr asphaltierter Radweg längs des kleinen Strandes am Großen Jasmunder Bodden (~~> Sagard 5,5 km; Borchtitz 3 km). Ein direkt am Strand gelegenes Kaffee lädt zum Verweilen ein. Bei Regen bietet eine Wetterhütte Schutz. Der "Glaspalast" unmittelbar an der Waldkante wurde bereits zu DDR-Zeiten für Seeleute gebaut. Fertig geworden ist er bis zur Wende nicht mehr. Heute hat sich hier ein modernes Callcenter etabliert, einer der größten Arbeitgeber auf der Insel Rügen.
Im wunderschönen Buchenwald steigt der nunmehr asphaltierte Radweg steil an. Vielleicht sollten Sie hier Ihr Rad besser ein Stück schieben.

Das älteste Haus Bergens
das Benedix-Haus

 

Ein rücksichtsloser Rügener Raser
tötet vier
junge Rügener...

 

Schloß in Lietzow

 

Die Seebühne für 9000 Zuschauer in Ralswiek

 

Am Großen Jasmunder Bodden

2. Lietzow
Vorwerk
Martinshafen
Polchow
Schloss
Spyker
Bobbin    
Neddesitz

 

12 km
ca. 80 min

 

Bewertung
der Etappe:

 

Zustand
der Wege


Erlebnis

Natur

Erholung

Versorgung

(Lietzow, Martinshafen, Polchow,
Neddesitz)

Aussicht

(Lietzow, Martinshafen,
Ufer am
Großen
Jasmunder
Bodden,
Tempelberg bei Bobbin)

Wetterschutz

(Schutzhütten in Lietzow, am Spykerschen See
und bei Bobbin)

Badestellen


(Martinshafen, Polchow)

Im Frühling bilden hier Millionen Buschwindröschen einen weißen Teppich. Nun geht es rasant und kurvenreich bergab. Am Waldrand, unmittelbar vor einem Gehöft, führt nach links ein unscheinbarer Waldweg nach Semper. Die Rhododenronallee dahin ist sehenswert und war ein Außenstandort der IGA 2003 in Rostock. Interessant sind auch das 1920 erbaute kleine Schloss, die Kaskadenteiche, der nach der Wende wieder hergestellte Waldpark und ein wild-romatisches Hochufer. Dafür sollte man aber einen extra "Wandertag" (zu Fuß) einplanen. Der asphaltierte Radweg verläuft nun unmittelbar längs der B 96. Die Straße und mit ihr der Radweg führt wellig durch Felder. Sie kommen schnell voran. Bei Borchtitz, einen winzigen Ort, biegen Sie hinter einem einzelstehenden Gebäude nach links vom Radweg auf eine schmale Asphaltstraße ab (~~> Glowe 8,6; Polchow 4,5 km). Diese steigt etwas an und fällt dann bis zu einer Gabelung ab. Sie müssen nach rechts abbiegen. Zuvor fahren Sie aber ca. 200 m weiter gerade aus bis zu Rügens dickster Schwarzpappel. Sie ist mit ihrem Umfang von 8 m schon sehr beeindruckend und liefert den passenden Hintergrund für ein Gruppenfoto. Nun verläuft die schmale, asphaltierte Straße längs einer Zeile hoher Pappeln. Linkerhand wird kurzzeitig die Sicht auf den Großen Jasmunder Bodden frei. Sie fahren durch Felder. Nach einer Doppelkurve radeln Sie nach links auf eine breite Asphaltstraße. Gut, dass auch diese nur sehr wenig von Fahrzeugen genutzt wird. Sie passieren ein liebevoll restauriertes Gutshaus. Zu DDR-Zeiten war es dem Verfall preisgegeben. Linkerhand haben Sie teilweise Sicht auf den Bodden, rechterhand sind Felder. Der winzige Ort Martinshafen kündigt sich durch einen unansehnlichen Gewerbebetrieb an. In ein kleines Wäldchen führt ein Weg zu Kriegsgräbern. Diese Kriegsgräberstätte wurde auch erst nach der Wende in einen würdigen Zustand versetzt. Das DDR-Regime hatte nur für tote Kommunisten und gefallene Soldaten der "ruhmreichen Sowjetarmee" etwas übrig. Natürlich vermisst man auch heute noch schmerzlich Denkmäler für eine Million im 2. Weltkrieg ausgebombter Frauen, Kinder und Greise, für 18 Mill. Flüchtlinge und Heimatvertriebene, für 3,2 Mill. Gefallener deutscher Soldaten, für 3,4 Mill. in Kriegsgefangenschaft umgekommener Landsleute, für die deutschen Frauen, die die Ruinen der völlig zerbombten deutsche Städte beiseite räumten und das Weiterleben ermöglichten... Widmen Sie einige Minuten Ihrer wertvollen Zeit diesen Menschen, deren Träume der Krieg je zerstörte.
Nun sehen Sie auch schon linkerhand die Einfahrt zum kleinen Jachthafen. Dieser wenig bekannte, idyllische Ort bietet auf der in den Großen Jasmunder Bodden hineinragenden Mole, eine schöne Aussicht. Gut sichtbar ist das gegenüberliegende Ufer des Großen Jasmunder Boddens mit den Banzelvitzer Bergen. Dort befindet sich auch ein beliebter Zeltplatz. An einem Kiosk können Sie einen Imbiss zu sich nehmen. Ein guter Ort für eine kleine Rast mit maritimen Flair. Nun aber weiter! Im winzigen Ort Neuhof ignorieren Sie die nach rechts abzweigenden Wege. Sie bleiben immer am Ufer des Großen Jasmunder Boddens. Nun müssen Sie mit einem unbefestigten Feldweg vorlieb nehmen. Bei Trockenheit ist dieser Weg gut befahrbar. Immer wieder haben Sie eine schöne Aussicht auf den Bodden. Später verdecken Schlehen- und Sandornbüsche die Sicht. Der Feldweg mündet in die Dorfstraße von Polchow. Nach einem Stück Asphaltstraße radeln Sie nun über eine unangenehme uralte Kopfsteinpflasterstraße. Ihr Weg führt vorbei an einer Anlegestelle und einem schönen Kinderspielplatz. Bänke laden Sie zu einer Rast ein. Die Pflasterstraße macht einen Rechtsknick und mündet auf einer Kreuzung. Haben Sie Appetit auf frisch geräucherten Fisch? Dann fahren Sie zuerst über die Kreuzung gerade aus weiter. Nach ca. 100 m sehen Sie auf der rechten Straßenseite eine beliebte Fischräucherei, die Ihren Appetit stillt.


Tipp: Sie kennen schon das Schloss Spyker und auch Polchow mit seiner mittelalterlichen Kirche! Dann können Sie einige Kilometer einsparen, indem Sie vorbei an der Fischräucherei die ansteigende Asphaltstraße weiter fahren. Sie verlassen den kleinen Ort und überfahren die viel befahrene Straße Sagard - Glowe. Dahinter beginnt der neue, asphaltierte Radweg nach Neddesitz. Ihre Tour verkürzt sich um ca. 5 km.

Ansonsten biegen Sie an der Kreuzung gleich nach links auf einen schadhaften, unbefestigten Weg durch die "Kleingartenanlage am Jasmunder Bodden" ab (~~> Glowe 4,1 km; Bobbin 4,6 km). Der Weg verläuft vorbei an schönen Wochenendgrundstücken in ein NSG. Rechterhand tauchen die Zinnen des Schlosses Spyker auf. An einer Wetterschutzhütte verzweigt sich der Rad-/Wanderweg. Sie biegen nach rechts auf einen nagelneuen, breiten und asphaltierten Radweg ein (~~> Stubbenkammer 17 km; Bobbin 2,5 km, Schloss Spyker 1,3 km). Dieser verläuft verläuft längs des Spykerschen Sees und ist großzügig angelegt. Nach einem reichlichen Kilometer gelangen Sie zum Schloss. Erfreuen Sie sich an diesem wunderschönen Gebäude, welches im 14. Jh. gebaut wurde. Radeln Sie durch einen mit uralten, seltenen Bäumen bewachsenen Schlosspark. Heute ist dieses Schloss, in welchem nach dem 30-jährigen Krieg einst der legendäre schwedische Feldmarschall Wrangel lebte und starb, ein Hotel. Verlassen Sie dieses Kleinod, indem Sie rechts um das Schloss herum auf die asphaltierte, schmale Zufahrtsstraße fahren. Gleich zu Beginn befindet sich linkerhand der Hochzeitsbaum, der Ehepaaren nach Durchschreiten eine lange und glückliche Ehe verspricht. An der Ortsverbindungsstraße Sagard - Glowe beginnt der straßenbegleitende asphaltierte Radweg nach Bobbin (~~> Stubbenkammer 14,2 km; Lohme 9,7 km; Bobbin 0,7 km). Auf der gegenüber liegenden Straßenseite lädt Sie ein Sauriermodell zum Besuch des 2008 auf Rügen eröffneten Saurierparks ein. Mit über 100 Sauriermodellen in Lebensgröße werden Ihnen hier längs vergangene Zeiten erlebbar gemacht. Die jährlich über 1,4 Mill. Urlauber auf Rügen wirds freuen. Der Radweg steigt am OE Bobbin steil an und ist nun gepflastert. Überqueren Sie vorsichtig die viel befahrene Ortsstraße und machen Sie einen kleinen Abstecher zur Kirche St. Pauli. Diese wird erstmals 1250 urkundlich erwähnt und war damals im Besitz des Bergener Klosters. Sie ist im gotischen Stil erbaut und beherbergt ein Taufbecken aus dem 14. Jh. und eine schöne Orgel von 1842. Auf dem Friedhof finden Sie noch Grabsteine aus dem 18. Jh. Fahren Sie auf den ansteigenden Bürgersteig weiter bis zum OA. Hier beginnt wieder der asphaltierte Radweg, der nun von der belebten Straße wegführt (~~> Stubbenkammer 13,5 km; Lohme 9 km; Neddesitz 3,1 km). Sie haben eine gute Aussicht auf die mittelalterliche Kirche. Der Radweg steigt kurvenreich steil an. Wer sein Rad liebt der schiebt!

Tipp: Oben angekommen führt nach rechts ein Pfad auf eine kleine Anhöhe, den Tempelberg (50 m über Meeresspiegel). Von diesem einzigartigen Aussichtspunkt haben Sie eine tolle Sicht auf den Großen Jasmunder Bodden, das Schloss Spyker, den Spykerschen See, Glowe, die Schaabe und das Tromper Wiek.
Gönnen Sie sich einige Minuten auf diesem Aussichtspunkt.

Vorbei führt Ihre Tour an einer Wetterschutzhütte zur Zufahrtsstraße nach Neddesitz. Diese wurde 2007 ausgebaut und ein straßenbegleitender Radweg dazu angelegt. Auf diesem fahren Sie nun Richtung Neddesitz (~~> Stubbenkammer 12,7 km; Lohme 8,3 km; Neddesitz 2,4 km). Der nagelneue, asphaltierte Radweg bringt Sie schnell durch Felder nach Neddesitz. Unmittelbar am OE endet er.


Haben Sie noch ausreichend Zeit und Kräfte? Dann fahren Sie erst einmal gerade aus weiter. Rechterhand passieren Sie ein beliebtes Spaßbad - die Jasmund Therme. In ihr können Sie zu jeder Jahreszeit einen erholsamen Tag verbringen. Das Spaßbad mit beheizten Außenbecken, großer Rutsche und mehreren verschiedenen Saunen und Ruheräumen bietet alle Gewähr dafür. Am Parkplatz können Sie sich an einer großen Karte orientieren. Vorbei am Hotel Jasmar Ressort Rügen mit dem ins Ensemble eingebundenen sanierten Herrenhaus, führt Ihre Fahrt auf einen Feldweg zu den Kreidebrüchen am winzigen Örtchen Gummanz (~~> Kreidemuseum, Natur- und Kreidelehrpfad). Die weißen Felsen der ehemaligen Kreidebrüche, unser Ziel, sind bereits sichtbar. Biegen Sie an der Wegegabelung nach links in den Privatweg ein. Nach wenigen Metern gelangen Sie zum Kreidemuseum. Hier eröffnet sich ein toller Blick auf Kreidefelsen eines alten Kreidebruches, der von 1859 bis 1962 im Betrieb war. Merken Sie sich den Naturlehrpfad mit dem Aussichtspunkt "Kleiner Königsstuhl" und den Besuch des Museums für einen späteren, schönen Spaziergang vor. Der Naturlehrpfad umrundet die Brüche und bietet Ihnen eine tolle Aussicht bis zum Großen Jasmunder Bodden. Fahren Sie nun zurück bis zur Jasmund Therme und biegen Sie an der Kreuzung nach rechts (~~> Stubbenkammer 10,3 km; Lohme 5,9 km; Quoltitz 0,8 km) ab.

Frühling im Wald
bei Lietzow


Kaskadenteiche bei Semper


Rhododendronallee
bei Semper

Das Schloss Spyker

 

Der Hochzeitsbaum am Schloss Spyker

Die Kirche St. Paul
in Bobbin


Die Jasmund Therme
in Neddesitz

 

Winter in Neddesitz


Kreidebrüche bei Gummanz

3. Neddesitz - Nipmerow - Königstuhl

10 km
ca. 70 min

 

Bewertung der Etappe:

 

Zustand

Erlebnis

Natur

Erholung

Versorgung

Aussicht

Wetterschutz

Badestellen

---

Sie wollen schnell weiter! Dann biegen Sie nach links in den nagelneuen ca. 3 m breiten und asphaltierten Radweg (~~> Stubbenkammer 10,3 km; Lohme 5,9 km; Quoltitz 0,8 km) ein. Der Radweg, der für Anlieger und landwirtschaftliche Fahrzeuge zugelassen ist, führt Sie durch Felder. Linkerhand taucht das Wasserwerk Quoltitz auf. Nun steigt der erst 2009 gebaute Radweg steil durch Felder an. Sie haben eine gute Aussicht auf die Kreidebrüche, die Sie gerade erst verlassen haben. Auf dem Scheitelpunkt angekommen (Bakenberg 112 m) öffnet sich Ihnen eine grandiose Sicht auf die Schaabe, das Kap Arkona, die freie Ostsee und das Laubwaldgebiet des Jasmund. Der Radweg fällt nun in Wellen steil ab. Bitte fahren Sie vorsichtig! Nach einer steilen Rechtskurve gelangen Sie zu einem Gehöft, welches zum nahem Ort Nardevitz gehört. Eine Karte zeigt Ihnen den momentanen Standort. Fahren Sie gerade aus (~~> Stubbenkammer 8,0 km, Nipmerow 2,3 km) auf einen unbefestigten und bei Trockenheit etwas sandigen Feldweg. Dieser, teilweise etwas unterfütterte Weg, führt Sie durch Felder. Er ist relativ gut befahrbar und steigt nun etwas an. Vorbei geht es an einzelnen Gehöften. Sie haben immer wieder eine gute Aussicht auf das Meer. Der Weg stößt nun am OE Nipmerow auf die in der Saison viel befahrene Landstraße Sassnitz - Hagen - Glowe.


Sie möchten gern Ihre Strecke abkürzen? Dann fahren Sie gerade aus durch den kleinen Ort Nipmerow. Am Ortsausgang verzweigt sich die Straße. Halten Sie sich links in Richtung Lohme und fahren Sie nach ca. 50 m rechts ab.


Sie wollen den wunderschönen Kurort Lohme nicht auslassen! Dann biegen Sie nach links ab (~~> Stubbenkammer 5,6 km, Lohme 1,2 km). Nach ca. 50 m verlassen Sie diese für Radler gefährliche Straße nach rechts. Ein Aussichtspunkt mit Bänken für eine kleine Rast bietet Ihnen eine grandiose Sicht auf die freie See bis zum Kap Arkona, den Kurort Lohme und die Sendemasten von Radio Rügen. Hinter der Anhöhe bringt Sie nun eine nagelneue Asphaltstraße in schneller Schussfahrt zum kleinem Ort Lohme.
Vorsicht beim Einmünden in die Ortsstraße! An deren Verzweigung fahren Sie gerade aus weiter (~~> Stubbenkammer 4,4 km, Ranzow 1,6 km). Der Kurort Lohme wurde weithin bekannt durch den Abbruch großer Teile des Steilufers, vor dem Sie nach rechts abbiegen.
Infolgedessen mussten Gebäude abgerissen und zeitweilig gesperrt werden. Durch Entwässerung ist der Hang nun ungefährlich. Die Zukunft des beliebten Ferienortes ist gesichert. Der neue Rad-/Fußweg bringt Sie jetzt in den kleinen Ort. Am Parkplatz haben Sie die Möglichkeit sich bei Regen unterzustellen. Verlassen Sie den Ort Lohme. Der Radweg endet am OA. Fahren Sie nun auf der ansteigende Kreisstraße weiter. Linkerhand sehen Sie das Schlösschen Ranzow. Zu DDR-Zeiten eine kleine russische Garnison, ist es heute wieder saniert und in privater Hand. Perspektivisch entsteht hier auch noch ein Golfplatz.
Sie könnten auch nach Ranzow abbiegen und am Schloss vorbei auf einem uralten nur sehr schlecht zu befahrenen Pflasterweg bis zum Königsstuhl fahren.
Ich schlage Ihnen vor, fahren Sie die wenig frequentierte Straße weiter bis zum Ortsrand von Nipmerow (ca. 1 km). Biegen Sie vor dem Parkplatz mit Infotafel nach links zum Waldcampingplatz
ab. Eine schmale Asphaltstraße führt Sie zum Waldrand. Vor dem Campingplatz an der Gaststätte "Zur Spechthöhle" biegen Sie links ab. Der Waldweg fällt bis zur Waldkante ab und führt an einem idyllischen Teich vorbei. Nun taucht der Wanderweg ansteigend in den Laubwald der Stubnitz ein. Eine Wegekreuzung überfahren Sie Richtung Königstuhl (~~> Königstuhl 2,7 km, Herthasee 1,7 km, Pfenniggrab 0,6 km).
Der Waldweg steigt nun sehr steil an und führt Sie zum Pfenniggrab. Die nachfolgende Wegegabelung fahren Sie nach rechts ab (~~> Herthasee 1,1 km, Königstuhl 2,1 km). Der abfallende Waldweg führt Sie durch einen wunderschönen, alten Buchenwald. Eine erneute Wegegabelung passieren Sie gerade aus (~~> Königstuhl). Der Waldweg ist nun sehr breit und gepflegt. Viele Menschen benutzen ihn täglich um vom Parkplatz Hagen zum Königstuhl zu laufen. Aus unerfindlichen Gründen ist hier durch die Naturparkverwaltung Rad fahren verboten. Sie sollte also besser Ihr Rad schieben! Linkerhand erscheint der wunderschöne, sagenumwobene Herthasee. Hier nahm die germanische Göttin Hertha regelmäßig ihr Bad. Alle die sie dabei sahen mussten sterben... Verweilen Sie hier unbedingt eine Weile am Ufer und erfreuen Sie sich an den tollen Wasserspiegelungen. Gehen Sie nun unmittelbar am Ufer des Sees weiter bis zum slawischen Burgwall. Diese hochaufragenden mit Buchen bewachsenen Hügel zeugen von einer fernen Zeit. Der Weg zum Königstuhl (~~> Königstuhl 1 km) fällt nun leicht ab. Nach einem kurzem Anstieg mündet der Weg auf der Zufahrtsstraße zum Königstuhl. Diese ist für den öffentlichen Verkehr (außer Reisebusse, Taxis) gesperrt. Sie wenden sich nach links und am Funkturm vorbei sind Sie in wenigen Minuten am berühmten Königstuhl.

Wunderschöner Laubwald am Herthasee

Herbst am Herthasee

 

Blick auf den Königstuhl von der Victoriasicht

 

Blick von der Victoriasicht

 

Blick vom Steilufer auf die Ostsee

4. Königstuhl - Sassnitz

8 km
ca. 35 min
(Straße)

8 km
ca. 150 min
(Wanderweg)


Bewertung
der Etappe:

Zustand


Erlebnis


Natur


Erholung


Versorgung


Aussicht


Wetterschutz


Badestellen

(im Hafen von Sassnitz)

 

Oberhalb des Parkplatzes befindet sich das neu erbaute Nationalparkzentrum. Hier erleben Sie eine tolle Multivisionsshow und erfahren viel über die Entstehung des Nationalparkes. Auf 2.000 qm Ausstellungsfläche und 28.000 qm Außengelände können Sie bei jedem Wetter einen unterhaltsamen und lehrreichen Tag verbringen (täglich 09.00 - 19.00 Uhr geöffnet). Für Kinder gibt es einen spannenden Abenteuerparcours. Einen Blick vom 118 m hohem Königstuhl auf die Ostsee und das umliegende Steilufer sollten Sie nicht versäumen. Allerdings sind die Preise gepfeffert (Stand 2007: Erwachsene 6 €, Kinder 3 € - Museum und Königstuhl). Für Ihr leibliches Wohl ist bestens gesorgt. Zum Besuch des Museums / Königstuhls müssten Sie Ihre Fahrräder auf dem Parkplatz zurück lassen. Der am Königstuhl beginnende Wanderweg entlang der Steilküste nach Sassnitz bietet eine Vielzahl wunderschöner Aussichtspunkte. Von der nur wenige hundert Meter vom Königstuhl gelegenen Victoriasicht haben Sie einen einzigartigen Ausblick auf den Königstuhl und das Steilufer. Und es kostet Sie keinen Cent! Das Rad müssen sie allerdings bis dorthin schieben, da Radfahren auf den gesamten Steilufer verboten ist.
Am Besten Sie planen für das gesamte Steilufer zwischen Sassnitz und dem Königstuhl einen gesonderten ganztägigen Spaziergang ein. Der sich auf jedem Fall lohnt. Mächtige Buchenwälder säumen die Steilküste. Winzig klein erscheinen die Menschen unten am Ufer. Und das Meer leuchtet in den verschiedensten Farben. Sowohl kleine Fahrgastschiffe als auch riesige Fähren nach Schweden und Dänemark durchfurchen die See. Immer wieder haben Sie tolle Aussichtspunkte, die mit der Victoriasicht gleich zu Beginn des Wanderweges ihren Höhepunkt finden. Die Reste der weltberühmten Wissower Klinken laden zum Verweilen ein. Dieser einmalige Kreidefelsen ist leider 2005 ins Meer abgerutscht. Alles in allem ein Ausflug der Superlative, aber leider nicht mit dem Fahrrad zu genießen. Allerdings verstoßen immer wieder Radfahrer gegen diese Festlegung! Diese müssen dann mehrere kräftezehrende, steile und schmale Treppen überwinden. Wer mit dem Fahrrad fährt bekommt noch zusätzlich Ärger mit der Nationalparkveraltung. Und dabei wäre ein Radweg auf dem Steilufer ein Radweg der Superlative!!! Die umweltbewußten Radfahrer würden dem Nationalpark gewiss keinen Schaden zufügen...
Sie fahren vom Parkplatz die Asphaltstraße zurück. Diese steigt nun etwas an und mündet an der Gaststätte "Auf dem Jasmund" auf die Ortsverbindungsstraße Hagen - Sassnitz Sie fahren nach links ab. Die Asphaltstraße, in der Saison stark befahren, verläuft wellig durch die Buchenwälder des Nationalparkes Jasmund. Sollten Sie den Wunsch haben wenigstens die berühmten Wissower Klinken zu bewundern, dann haben Sie die Möglichkeit nach links von der Straße in Richtung Waldhalle abzubiegen. An der Gaststätte Waldhalle müssen Sie nun allerdings wieder ihre Räder stehen lassen und einige hundert Meter zu Fuß zu diesem berühmten Ort laufen (oder die Räder schieben). Von der Waldhalle aus können Sie dafür nun direkt durch den Wald einen gut befahrbaren Waldweg nach Sassnitz benutzen. Am OE Sassnitz stoßen Sie auf einen kleinen Parkplatz. Fahren Sie die gerade aus weiter verlaufende Straße in den Ort hinein. In einer Senke biegen Sie nach links ab und gelangen so zur Uferpromenade in Sassnitz. Als Treffpunkt mit denen, die die Straße nach Sassnitz benutzt haben, bietet sich die Seebrücke oder besser die Mole an.
Die Radler, welche auf den Abstecher verzichtet haben, biegen nach einem Gefälle bei Auffahrt auf die Ortsstraße in Sassnitz nach links ab und fahren in der Senke nach rechts zur Seebrücke.

Der einzigartige Hochuferwanderweg vom Königsstuhl nach Sassnitz

Blick auf die Kreideküste

 

Gaststätte auf dem Jasmund

 

Der sagenumwobene Herthasee

 

Hier stand bereits König Wilhelm I.
und seine
Gemahlin Victoria!

5. Sassnitz - Fährhafen Mukran

5 km
ca. 40 min

 

Bewertung der
Etappe:

 

Zustand


Erlebnis


Natur

Erholung

Versorgung

Aussicht

Wetterschutz

Badestellen

In Sassnitz, der nördlichsten Stadt Mecklenburg / Vorpommerns haben Sie sich eine Pause verdient. Hier haben Sie viele Möglichkeiten sich zu stärken. Sehr beliebt auf Rügen ist das Gastmahl des Meeres mit einer reichhaltigen Speisekarte zu erschwinglichen Preisen. Gleich mehrere Anbieter verwöhnen Sie mit frischer Räucherware und Fischbrötchen. Von der langgezogenen Mole aus haben Sie einen wunderschönen Blick auf diese Hafenstadt, die langsam wieder im alten Glanz ersteht. Fahren Sie nun die Uferpromenade entlang. Allerorten werden Fischbrötchen und Grillwaren angeboten. Falls Sie mal einen Ruhetag benötigen, können Sie auch von Sassnitz aus Schiffstouren zum Königstuhl und zum Kap Arkona unternehmen. An der Mole haben Sie auch die Möglichkeit ein britisches U-Boot und einige Museen zu besichtigen. Die neue, originelle Fußgängerbrücke zum Stadtzentrum ist ein weiteres Highlight Am Ende der Mole befindet sich der Fischverarbeitungbetrieb Sassnitz. "Rügen Fisch" hat deutschlandweit einen sehr guten Namen. Dahinter steigt die Pflasterstraße steil an. Linkerhand führt eine interessante Holzbrücke in den Buchenwald hinein. In diesem Wald finden Sie die Reste und Trümmer eines der schönsten Schlösser Norddeutschlands. Aber selbst diese sind noch sehenswert. 1877 vom Berliner Bankier Adolph von Hansemann erbaut (Architekt Friedrich Hitzig, ein Schüler von Friedrich Schinkel), wurde es zum Entsetzen der Rüganer 1948 im Auftrag der DDR-Administration gesprengt. Hass auf Faschismus und Adel gleichermaßen waren wohl die Ursachen für diesen barbarischen Akt. Der Abstecher nimmt nur ca. 15 Minuten in Anspruch. An der Straßengabelung haben Sie nun zwei Möglichkeiten weiter nach Mukran zu fahren:
a)
Sie ziehen Ruhe und Natur guten, straßenbegleitenden Radwegen vor:
(Nur für Radler, die auch schlechtere Wege nicht scheuen!)
An der Straßengabelung zweigen Sie nach links ab (--> Kriegsgräberstätte). Als Liebhaber tropischer Schmetterlinge sollten Sie bei Gelegenheit den rechterhand befindlichen Schmetterlingspark Merkurius besuchen. Die Asphaltstraße steigt nun weiter bis zur neuen Berufsschule Sassnitz an. Fahren Sie nach links bis zum Stadion weiter. Unmittelbar davor biegen Sie nach links ab (--> Kriegsgräberstätte). Auf einem relativ gut befahrbaren Waldweg gelangen Sie nun zur gepflegten Kriegsgräberstätte. Ehrendes Gedenken verpflichtet an solch einem Ort! Hier ruhen überwiegend sehr junge Menschen, die in der Überzeugung ihre Pflicht zu tun, ihr Leben verloren. Ob sich zukünftig noch Menschen in Deutschland finden werden, die Leben und Gesundheit für dieses Land einsetzen, wenn Undank und Vergessen der Lohn dafür ist? Es ist doch nur recht und billig, wenn wir auch unserer Opfer gedenken und uns als Schlussfolgerung nie mehr an Kriegen in dieser Welt beteiligen...
Sie setzen Ihre Fahrt auf dem Waldweg fort, der nun eine Senke durchläuft. Danach überqueren Sie eine Wegekreuzung und gelangen zu einigen großen Findlingen, einen Großsteingrab aus der Steinzeit. Linkerhand beginnt ein naturbelassener, ungepflegter Radweg. Dieser fällt ab und trifft an einer steilen Rechtskurve, an welcher sich eine Wetterschutzhütte befindet, auf das Steilufer. Ein guter Platz für eine Rast! Im weiteren steigt der Radweg wieder an und bietet eine tolle Aussicht auf das neue Fischwerk Mukran und die Ostsee. Der Radweg durchquert nun einen idyllischen Golfplatz und endet an dessen Rand. Sie fahren nun an einem einzelstehenden Gehöft und Kleingärten vorbei. Dahinter bietet sich Ihnen direkt am Hochufer eine ausgezeichnete Aussicht auf das Fischwerk (Rügenkrone).
Momentan lagern dort tausende von Rohren für die Gaspipeline von Lubmin nach Russland. Ein unbefestigter Feldweg führt nun auch an riesigen Rohrstapeln vorbei. Dahinter liegt das
Rohrummantelungswerk.
Der teilweise nicht gut zu befahrene Weg verläuft durch Felder und verzweigt sich vor einem Gehöft (Alt Mukran). Sollte Sie noch etwas Zeit haben, dann machen Sie ieinen kurzen Abstecher in Ort Dubnitz. Hier finden Sie ein schön restauriertes Gutshaus und riesige Eiben. Biegen Sie links ab. Der Weg fällt nun bis zur viel befahrenen Straße Mukran - Sassnitz hin ab. Wechseln Sie die Straßenseite und fahren Sie weiter auf dem abfallenden, asphaltierten, straßenbegleitenden Radweg bis zur Ampelkreuzung an der Hafenzufahrt Mukran.

b) Sie wollen nur schnell und sicher ans Ziel kommen
Dann fahren Sie am Schmetterlingshaus rechts die Pflasterstraße hoch.
Biegen Sie die erste Abzweigung nach links in eine ansteigende Ortsstraße ab (~~> Bergen 24 km; Fährhafen 4,2 km). Ihr Weg führt vorbei an einer Radausleih- und Servicestation. An einer Wendeschleife halten Sie sich links und gleich wieder rechts. Folgen Sie einfach den kleinen Hinweisschildern für Radler. Durch ein paar alte Garagen gelangen Sie auf eine breite Ortsstraße.
Biegen Sie auf diese Straße nach links ein. Die Straße hat einen breiten Fuß-/Radweg aus Betonplatten, den Sie nutzen sollten. Sie steigt nach einer Rechtskurve durch ein DDR-Plattenbaugebiet mit Märkten an. Sie passieren ein Alten- und Pflegeheim und gelangen in ein Neubaugebiet mit schönen Einfamilienhäusern. Nun haben Sie gut befahrbare, gepflasterte Radwege. Am Ortsausgang stoßen Sie auf eine Kreuzung. Überqueren Sie die viel befahrene Ortsverbindungsstraße Sassnitz - Mukran. Biegen Sie nach links auf den nagelneuen Radweg nach Neu Mukran ein (~~> Bergen 20 km; Binz 13 km; Fährhafen 2,9 km). Dieser asphaltierte und straßenbegleitende Radweg von Sassnitz nach Neu Mukran wurde erst 2007 gebaut. Er verläuft ein Stück eben und fällt dann systematisch ab. Nur selten haben Sie Sicht zur belebten Straße, welches Ihnen sicher sehr angenehm ist. Rechterhand fahren Sie an Feldern mit Hanglagen vorbei. Passieren Sie den Abzweig nach Drosevitz und tangentieren Sie das winzige Dörflein Dubnitz. Hier könnten Sie sich bei Regen im Buswartehäuschen unterstellen oder auch im Ort ein schönes Gutshaus und riesige Eiben bewundern. An der Ampelkreuzung zum Hafen Mukran treffen sich die Wege a und b.


Haben Sie Lust auf einen Abstecher zum Fährhafen Mukran? Dann Biegen Sie links zum Hafen ab (~~> Hafen). Am linken Straßenrand sehen Sie einen Findling aus Granit, welcher 91 Tonnen wiegt und ein Volumen von 34 qm besitzt. Im Fährhafen legen riesige Fähren nach Trelleborg, Bornholm, Kleipeda und Petersburg ab. Gelegentlich können Sie auch riesige Fahrgastschiffe bewundern. Die mächtigen Stahlrohre am Wegesrand sind für die Gaspipeline von Russland nach Deutschland vorgesehen. Im Rohrummantelungswerk erhalten die Rohre einen mehrere cm dicken Spezialbetonmantel, bevor sie am Grund der Ostsee verlegt werden. Nutzen Sie den rechts der Straße verlaufenden Rad-/Fußweg.

Das Hotel Fürstenhof  zeugt von besseren Zeiten der Stadt Sassnitz.

Hotel Fürstenhof in Sassnitz

 

Findlinge bei Sassnitz

 

Golfplatz Mukran

Der riesige Findling bei Mukran

Fähre bei
der Einfahrt
zum Fährhafen

6. Mukran -
    Prora

6 km
ca. 40 min

 

Bewertung der
Etappe:

 

Zustand


Erlebnis


Natur

Erholung

Versorgung

Aussicht

Wetterschutz

Badestellen

(auf der gesamten Länge feinsandiger Badestrand)

Sie fahren gerade aus weiter über diese Kreuzung Richtung Binz (~~> Binz 10 km; Neu Mukran 1,2 km). Sie müssen nun drei Brücken passieren. Radweg - Fehlanzeige! Nutzen Sie den schmalen Fußweg linksseitig der Straße. Bitte nehmen Sie Rücksicht auf entgegenkommende Radler und Fußgänger. Sie entschädigt nun eine sehr gute Sicht auf den Fährhafen Mukran und das Prorer Wiek. Dieser Hafen, der einst eine störungsfreie Verbindung der DDR zur Sowjetunion sichern sollte, ist nun das Tor in die Anrainerstraßen der Ostsee geworden. Sicher sehen Sie eine der riesigen Fähren oder gar ein Fahrgastschiff im Hafen liegen. Hinter den Brücken bleiben Sie am besten auf der linken Seite und befahren einen schmalen Steig entlang der viel befahrenen Straße.


Tipp: Sie haben sich am Großen Jasmunder Bodden erfreut und die wunderschöne Kreideküste und die Hafenstadt Sassnitz genossen. Aber nun sind Ihre Kräfte erschöpft. Dann haben Sie nun die Möglichkeit Ihre Tour stark einzukürzen. In einer lang gestreckten Linkskurve in Neu Mukran biegen Sie nach rechts von der Straße ab (--> Staphel 1 km). Eine alte Betonplattenstraße führt Sie vorbei an Staphel zum Wald. Auf einen teils sandigen, teils morastigen aber durchaus noch befahrbaren Waldweg gelangen Sie zum Bahnhof Lietzow und dahinter auf die B 96.. Nun fahren Sie auf dem bereits bekannten, straßenbegleitenden Radweg weiter bis Bergen. So sparen Sie ca. 35 km Weg ein.


Sie halten durch. Also vorwärts. Die Ortsstraße steigt nun an. Linkerhand passieren Sie die neue Bäckerei Peters. Hier bietet sich ein Café für eine Pause mit Seesicht und ausgezeichneten Kaffee und Kuchen an. Hinter einem Parkplatz beginnt linkerhand der neue, breite, asphaltierte Radweg nach Binz (~~> Binz 8,4 km, Prora 4,0 km). Der Radweg entfernt sich nach wenigen Metern von der belebten Straße. An einem Parkplatz haben Sie die Möglichkeit die wenigen Meter bis zum Strand zu gehen und den ein- bzw. ausfahrenden Fähren zuzuschauen. Sie haben hier eine gute Sicht auf das Prorer Wiek und den Etappenort Binz. Hinter dem Parkplatz nach einer steilen Linkskurve geht rechts ein Abzweig zu den Feuersteinfeldern (~~> Feuersteinfelder 2,0 km). Eine riesige Ansammlung dieser funkensprühenden Steine inmitten einer Heidelandschaft ist einmalig auf Rügen und ein wirkliches Kleinod. Dafür sollte Sie sich aber mal gesondert Zeit nehmen. Dieser Spaziergang lohnt sich! Übrigens ist die nur wenige Meter vom Radweg entfernte Fischräucherei ein guter Ort für einen Imbiss im Freien.
Sie wollen aber sicher schnell und bequem nach Binz gelangen. Deshalb fahren Sie auf den nicht nur in Saison stark befahrenen Superradweg weiter (~~> Binz 7,6 km; Prora 3,2 km). Das Asphaltband schlängelt sich längs der Dünen durch einen schönen Kiefernwald. Rechterhand tangentieren Sie einen kleinen Parkplatz. Übrigens ein Geheimtipp für einen etwas ruhigeren Strandaufenthalt. Auch Sie dürfen hier ein Bad nehmen! Badehose vergessen? Kein Problem, hier badet jeder wie er es möchte und die meisten nackt. Linkerhand passieren sind die Ruinen von zwei, nach dem Krieg gesprengten Gebäuden des riesigen, über 4 km langen, KDF-Seebades. Hinter den Ruinen befindet sich der 2007 fertiggestellte Jugendzeltplatz mit 900 Plätzen. Sie biegen aber den Radweg folgend nach rechts ab. Der angenehme Radweg endet auf einer breiten asphaltierten Radfahrerstraße. Das Befahren mit Kfz ist nur Anliegern gestattet. Biegen Sie nach links auf diese breite Asphaltstraße ein (~~> Binz 5,2 km, Prora 0,8 km). In Prora West beginnt wieder der asphaltierte Radweg. In den netten kleinen Häusern waren während des Baus des KdF-Seebades die Arbeiter untergebracht. Von 1936 - 1939 arbeiteten hier über 2000 Arbeiter. Später waren Sie für das Personal der riesigen Ferienanlage vorgesehen. Die damals hohe Arbeitslosigkeit auf Rügen fiel durch dieses Bauprojekt schnell auf Null. Sie können die Zufahrtsstraße zum KDF-Seebad nutzen und einen kurzen Abstecher machen. Die hinter Prora West (unmittelbar vor dem Eingang zum Eisenbahnmuseum) nach links abzweigende abzweigende Zufahrtsstraße führt in die ehemalige Offiziershochschule der NVA "Otto Winzer". Sein Denkmal ist linkerhand am Eingang noch sichtbar. Hier wurden junge Männer aus den sozialistisch orientierten Ländern zu Offizieren ausgebildet.
Das ehemalige KdF-Bad, welches für die damalige Zeit, bezüglich Idee und Ausführung, weltweit einzigartig war, ist einen Besuch wert. Hier sollten erstmals in der deutschen Geschichte die einfachen Arbeiter und Angestellten einen äußerst preiswerten Urlaub (für 2 RM / Tag) an Traumstränden verbringen können. Zusammen mit acht riesigen Urlaubsschiffen, sollten fünf solcher Seebäder zukünftig jeden Deutschen einen erschwinglichen Urlaub im Jahr ermöglichen. Der Auftraggeber war die NS-Organisation "Kraft durch Freude". Heute ist die noch unter Denkmalschutz stehende Anlage in einem beklagenswertem Zustand. Nachdem nun der von Urlaubern und Rüganern sehr gut angenommenen Museumsmeile (mehrere, meist private Museen) gekündigt wurde, steht die riesige Anlage fast leer und ist dem Verfall preisgegeben. Die Zielrichtung ist klar: man will keine Baudenkmäler aus dem Dritten Reich, die unserem verordneten Zeitgeist zuwider laufen. Und obwohl es grandiose Ideen zur Verwendung dieser Anlage gibt (z.B. Europäisches Jugendzentrum für Frieden und Völkerverständigung), wird sie wohl eines nicht mehr fernen Tages abgerissen oder bis zur Unkenntlichkeit umgebaut...
Übrigens waren alle Zimmer dieser langen Ferienanlage mit Meeresblick! Eine Festhalle für alle 20.000 Urlauber, zwei Schwimmbäder 40 x 100 m und ein Aussichtsturm mit Café sollten bei schlechtem Wetter für Abwechslung sorgen. Der Kriegsausbruch verhinderte die Fertigstellung dieser wahrhaft gigantischen Anlage, welche auf der Weltausstellung 1937 in Paris mit dem Grand Prix ausgezeichnet wurde. Zu DDR-Zeiten waren im 1939 nur im Rohbau fertiggestellten Seebad über 15.000 Soldaten untergebracht. Zu den hier angesiedelten militärischen Einrichtungen zählten: die Offiziershochschule "Otto Winzer", die junge Menschen der sozialistisch orientierten Staaten zu Offizieren ausbildete (nach der Wende als "Terroristenschule am Meer" verschrien); die Militärtechnische Schule, die technische Unteroffiziere für die NVA zur Verfügung stellte, ein Regiment Militärtransportwesen und Baupioniere (Spatensoldaten), die maßgeblich am Bau des Überseehafens Mukran beteiligt waren, eine Militärmusikschule und das Erholungsheim "Walter Ulbricht" (später Prora) für Angehörige der bewaffneten Kräfte der DDR.

Die mehrere Kilometer lange Ferienanlage der Gewerkschaftsorganisation "Kraft durch Freude".

Das KdF - Seebad
der 20000
in Prora

 

Feuersteinfelder
bei Neu Mukran

 

Soldatenfriedhof
bei Sassnitz

 

Sanddorn
die Zitrone des Nordens

 

Schutzhütten auf Rügen

 

Modell des KdF-Seebades der 20.000
in Prora auf Rügen
(Grand Prix zur Weltausstellung
1937 in Paris)

7. Prora -
    Binz

3 km
ca. 20 min

Bewertung
der Etappe:

Zustand


Erlebnis


Natur

Erholung

Versorgung

Aussicht

Wetterschutz

Badestellen

(auf der gesamten Länge feinsandiger Badestrand)

Vorbei am Eisenbahnmuseum fahren Sie nun auf den neuen Radweg längs der Innenstraße. Eine nett bemalte Halle bietet Ihnen allerlei aus der DDR-Zeit. Für Sammler sicher eine Fundgrube! Die Abzweigung nach links führt Sie in die Anlage des KdF-Heimes. Hier befand sich früher die Technische Unteroffiziersschule "Erich Habersaat". Sie können gern einen Abstecher machen und am Ende der KdF-Anlage wieder auf den Radweg zurückkehren.
Sie fahren auf dem Radweg weiter. Durchqueren sie Prora Ost. Hier wohnten in den größeren Häusern die Bauleitung und in den dahinter liegenden kleineren die Arbeiter der KdF-Ferienanlage Diese voll unterkellerten Häuser sind heute sehr begehrt! Am OE von Binz endet der Radweg. Biegen Sie auf der Straße rechts ab, überqueren Sie vorsichtig die Gleise um gleich wieder links auf den neuen asphaltierten Radweg aufzufahren (~~> Sellin 11,9 km). Nach ca. 1 km verlassen Sie den Radweg und überqueren die Straße (~~> Sellin 10,9 km; Schmachter See 1,3 km). Vorbei an einem Garagenkomplex umfahren Sie nun das schöne Binzer Stadion. Ihr Weg führt nun längs des Ufers des Schmachter Sees zur Schmachter See Promenade. Nehmen Sie sich nun unbedigt etwas Zeit und machen Sie einen Abstecher zur Seebrücke und Promenade von Binz. Dazu fahren Sie die Schachter See-Straße hoch (~~> Seebrücke 0,7 km) und schieben dann am besten das Rad die sich anschließende Hauptsraße bis zur Seebrücke. Auf dieser promiermeile sind immer viele Menschen unterwegs. genießen Sie den Trubel und vor allem die wunderschöne Bäderarchitektur. Hier sind die Worte Kohls von den blühenden Landschaften wahr geworden...
Auf der Seebrücke haben Sie einen tollen Blick auf das Panorama von Binz und natürlich das berühmte Kurhaus. Zeit und Gelegenheit für ein schönes Erinnerungsfoto. Im Sommer bietet Binz eine Vielzahl von Veranstaltungen auf dem Kurplatz bzw. am Strand. Hier finden Sie auch alles an Essen und Trinken was Ihr Herz begehrt.
Besonders zu empfehlen ist italienisches Eis in der Hauptstraße und Fischbrötchen am Ende der Promenade am Fischerstrand.

Oldie - Rennen in Binz

Das jährliche Oldtimertreffen in Binz

 

Promenade am Schmachter See

 

Pension am Schmachter See

8. Binz - Serams - Lancken Granitz
   Groß Stresow
  

8 km
ca. 50 min

 

Bewertung
der Etappe:

 

Zustand


Erlebnis


Natur

Erholung

Versorgung

Aussicht

Wetterschutz

Badestellen


(in Binz

(in Groß Stresow)

Fahren Sie nun auf dem Radweg auf der zweigeteilten Promenade am Schmachter See in Richtung Mönchgut Granitz (~~> Sellin 9,5 km), vorbei am "Garten der Sinne", welcher übrigens, wie auch die Promenade, ein Außenstandort der IGA 2003 in Rostock war. Einige technische Geräte erinnern Sie an den Physikunterricht. Immer wieder haben Sie einen tollen Ausblick auf den renaturierten Schmachter See mit seiner vielfältigen Vogelwelt. Nach einer steilen Linkskurve endet die wunderschöne Promenade. Im Frühling blühen hier hunderte Rhododendrons. Sie fahren nach rechts auf den unbefestigten Radwanderweg längs des Schmachter Sees Richtung Serams - Sellin (~~>Mönchgut Granitz, Sellin 9,1 km). Ein wunderschöner Buchenwald nimmt Sie gefangen. Im Frühling blühen hier tausende Anemonen. Sie bleiben auf den unbefestigten Radweg unmittelbar am Ufer des Schmachter Sees bis zum Bahnübergang des "Rasenden Rolands". Überqueren Sie die Gleise. Der nunmehr asphaltierte Radweg streift eine Wohnanlage mit wunderschönen Ein- und Zweifamilienhäusern. Biegen Sie nach rechts ab (~~> Sellin 7,2; Mönchgut). Ihr Weg führt Sie vorbei an eines Radlerrast (am Kleinbahnhof). Nun steigt der Radweg längs einer Kleingartenanlage leicht an.
Unmittelbar vor einem Gehöft biegen Sie nach rechts auf den gerade fertig gewordenen Radweg nach Serams ab (~~> Serams 2,1 km; Groß Stresow 6,0 km; Sellin 9,0 km). Dieser großzügig angelegte, asphaltierte Radweg windet sich durch Wiesen (hier soll ein Golfplatz entstehen) und steigt an einer Waldkante steil an. Nach einem leichten Gefälle gelangen Sie in das winzige Dörfchen Serams. Linkerhand finden Sie in Storchennest, welches fast jedes Jahr belegt ist. Biegen Sie nach rechts auf die Dorfstraße ein und durchfahren Sie den kleinen Ort. Nach einen Stück übler Pflasterstraße gelangen Sie an eine vielbefahrene Kreuzung. Überqueren Sie diese nach links (~~> Sellin 6,5 km) und setzen Sie Ihre Fahrt auf den im ersten Abschnitt nunmehr steil ansteigenden, straßenbegleitenden Radweg fort. Der asphaltierte Radweg verläuft längs der Bundesstraße B196 am Rande der der Granitz Richtung Sellin. Glücklicherweise sind Sträucher und Bäume zwischen dieser belebten Straße und dem Radweg bzw. der Radweg führt nicht unmittelbar an der Straße entlang. Ab dem Abzweig der Deutschen Alleenstraße nach Putbus verläuft der Radweg anfangs noch wellig, dann überwiegend eben. Unmittelbar vor Lancken-Granitz verlassen Sie den Radweg und überqueren vorsichtig die Bundesstraße B196. Ihre Fahrt verläuft nun auf einer schmalen, nicht mehr neuen Asphaltstraße in Richtung der Großsteingräber. An den rechterhand, etwas abseits der Straße gelegenen Grabanlage, sollten Sie sich eine kurze Rast gönnen. Danach fahren Sie auf der Straße weiter, bis Sie an eine Wegekreuzung mit Orientierungstafel kommen. Biegen Sie nach rechts auf den Fernradweg 6 der Rügenradrundtour ein (~~> Putbus 10 km; Groß Stresow 3 km, Ziegensteine 1,2 km) . Nun fahren Sie einen naturbelassenen Radweg mit leichtem Gefälle, vorbei an den Ziegensteinen, nach Klein Stresow. Sie verlassen das große Waldgebiet an einer Wetterschutzhütte und haben bis Groß Stresow einen schönen naturbelassenen Radweg mit Meeresblick. Nach dem Besuch des quirligen Seebades Binz wird Ihnen die Ruhe und Einsamkeit hier gut tun.

Storchennest in Serams

 

Wunderschöne Bäderarchitektur in Binz

 

Evangelische Kirche
in Binz

 

Rasender Roland
auf Rügen

9. Groß Stresow - Muglitz - Lauterbach

7 km
ca. 35 min

 

Bewertung der Etappe:

 

Zustand


Erlebnis

Natur

Erholung

Versorgung

Aussicht

Wetterschutz

Badestellen

(Groß Stresow)

Groß Stresow ist, im Gegensatz zu Binz, ruhig und beschaulich. Es empfiehlt sich eine kurze Rast unmittelbar am kleinen Sandstrand. Beobachten Sie Fischer beim Einholen der Netze und beim Angeln. Auch ein kurzes Bad ist in dieser seichten Bucht möglich. Allerdings ist die Wasserqualität des Boddens nicht so gut, wie die der Bäderküste. Ein Kiosk bietet Ihnen einen kleinen Imbiss bzw. ein Eis an. Setzen Sie Ihre Fahrt auf dem neuen, asphaltierten Radweg in Richtung Freetz fort. Dieser verläuft eben längs des Ufers mit Sicht auf den Rügischen Bodden. Nach einer Rechtskurve steigt er mit dem Ufer an. Nun versperren Büsche Ihre Seesicht. An seiner höchsten Stelle umfasst er ein einsam gelegenes Wohnhaus und fällt danach nach Muglitz hinein ab. Muglitz besteht nur aus wenigen, aber schönen Häusern. Nun steigt der großzügige, asphaltierte Radweg wieder an und gibt den Blick frei auf die Insel Vilm. Auf der Anhöhe am Waldrand finden Sie eine Wetterschutzhütte, die Ihnen bei Regen Unterschlupf gewährt. Lassen Sie Ihren Blick übers Meer in die Ferne schweifen. Der Radweg fällt relativ steil nach Freetz hinein ab. Fahren Sie bitte nicht zu schnell! Unmittelbar vor Freetz biegen Sie nach links in einen schmalen Pfad ein (~~> Putbus 4,3 km; Stralsund 40 km; Groß Schoritz 17 km; Lauterbach 3,3 km). Genießen Sie die uralten Kopfweiden am Wegesrand. Der Pfad führt nun durch Wiesen und über eine kleine Brücke. Kurz vor Erreichen des Waldrandes finden Sie links einen Rastplatz direkt am Ufer mit einer Bank. Ein idyllischer Ort um innezuhalten und Kräfte zu sammeln. Nun führt der naturbelassene Weg in ein Naturschutzgebiet. Wunderschöner Laub- bzw. Mischwald umfängt Sie.
An einem Wegekreuz im Wald machen Sie einen Abstecher zur unter Naturschutz stehenden Schirmeiche (~~> Schirmeiche 0,1 km). Diese Eiche ist 28 m hoch und hat einen Umfang von 5,80 m! Fahren Sie zurück zur Kreuzung und weiter Richtung Putbus (~~> Putbus 2,0 km). Der Waldweg steigt durch ein ehemaliges Pionierferienlager aus DDR-Zeiten steil an. Hier haben viele Kinder angenehme Ferien für sehr wenig Geld verbringen können. Nun fällt der Waldweg leicht ab. Ein Abstecher zum nahen Ufer mit Blick auf die Insel Vilm ist wünschenswert. Bänke, soweit nicht von Vandalen zerstört, laden zu einer Rast ein. Diese Insel, die schon seit den 30er Jahren unter Naturschutz steht, wurde durch die oberste Führungsriege der DDR für einen ungestörten Urlaub genutzt. Wenn man sich zu DDR-Zeiten über den Aufwand zur Sicherung unser obersten Repräsentanten wunderte, so ist uns das Wundern beim Gipfel in Heiligendamm vergangen. Es ist kein gutes Zeichen, wenn sich politische Führer so vorm Volk fürchten... Heute darf diese Insel, nur geführt von Lauterbach aus, betreten werden. Ein Besuch lohnt sich. Wo in Deutschland gibt es Wälder wo der Mensch seit über 70 Jahren nicht in die Natur eingegriffen hat? Am neu erstandenen Badehaus "Goor", dem ehemaligen Friedrich-Wilhelm-Wilhelm Bad, verlassen sie den Wald. Umfahren Sie das historische Gebäude mit seinem weithin bekannten Säulenportal. Biegen Sie in die Fürst-Malte Allee ein (~~> Garz 14,6 km; Putbus 2,9 km). Die erste Abzweigung nach links statten Sie der Marina, einen großen Jachthafen, Ihren Besuch ab. Genießen Sie dieses Flair. Übrigens können Sie hier kleine Ferienhäuser, die direkt im Wasser stehen, für Ihren nächsten Urlaub buchen. Am Ende der Marina gelangen Sie nach rechts zum Kleinbahnhof. Von hier startet der legendäre Rasende Roland über Binz, Sellin und Baabe nach Göhren. Verlassen Sie den Kleinbahnhof und biegen Sie nach links in eine schmale Pflasterstraße. Vorbei an einer kleinen Bootswerft und einem Fischgeschäft gelangen Sie zum Hafen von Lauterbach. Das Räucherschiff "Berta" bietet Ihnen einen schmackhaften Fischimbiss. Weitere ungezählte Imbissstände sollten alle Ihre Wünsche erfüllen. Hier stehen Ihnen auch Toiletten zur Verfügung. Bänke laden zur Rast ein. Sie treffen in der Saison hier immer viele Urlauber. Lauterbach ist auch Zielort des jährlich stattfindenden Vilmschwimmens, welches immer eine große Resonanz findet. Von hier aus fahren Schiffe der Weißen Flotte nach Baabe und Gager oder um die Insel Vilm. Fahrräder werden selbstverständlich mitgenommen.

Fundament der Preußensäulen bei Groß Stresow

 

Wohnen auf dem Wasser in der Marina in Lauterbach

 

Heringsfischer in Lauterbach

 

Das beliebte Räucherschiff Berta

10. Lauterbach - Putbus

2 km
ca. 20 min

 

Bewertung der Etappe:

Zustand


Erlebnis

Natur

Erholung

Versorgung

Aussicht

Wetterschutz

Badestellen

---

Verlassen Sie diesen gastlichen Ort, vorbei am Gebäude der Fischereigenossenschaft "Insel Vilm". Fahren Sie ein Stück auf der Ortsstraße. Am Ortsausgang beginnt links der gepflasterte, straßenbegleitende Radweg. Vorbei an einem kleinen Einkaufscenter geht es nun immer leicht bergauf nach Putbus. Längs des Putbuser Parks steigt der Radweg steil an. Halten Sie sich links, bis zum Circus. Für das Wahrzeichen von Putbus sollten Sie sich etwas Zeit nehmen. Eine Radwanderkarte gibt Ihnen Auskunft zu den Radwegen um Putbus. Fahren Sie weiter auf dem naturbelassenen Radweg längs der Deutschen Alleenstraße. Der Weg führt vorbei an der Orangerie. Durch das Tor haben Sie einen Blick in den schön gestalteten Innenhof. Dahinter ist der weit über die Grenzen Rügens bekannte fürstliche Park zu Putbus. Neben einer wunderschönen Kirche, den liebevoll restaurierten Schlossterassen, der Fürstengruft, dem Marstall und Denkmälern des Fürsten finden Sie eine einzigartige Parklandschaft mit vielen seltenen, uralten Bäumen. Ein Freigehege macht den Besuch besonders für Kinder attraktiv. Den Park sollten Sie ich in aller Ruhe einmal an einem Ruhetag ansehen.
Der naturbelassenen Radweg fällt ab. Am Theater überqueren Sie an einer Fußgängerampel die viel befahrene Deutsche Alleenstraße. Das fürstliche Theater erstrahlt innen wie außen wieder im alten Glanz. Es ist für Rügen und seine Urlauber eine tolle Bereicherung.
Auf dem Marktplatz sehen Sie nun monumentales Heldendenkmal, gewidmet den Soldaten der Region Putbus, die im 1. Weltkrieg ihr Leben ließen.
Die weiße Stadt am Meer hat für Urlauber einiges zu bieten. Planen Sie für Putbus am besten einen gesonderten Tag ein.

Rosenstadt Putbus

 

Orangerie im
Putbuser Park

 

Jachthafen in Lauterbach

11. Putbus -
      Neklade -
      Bergen

8 km
ca. 40 min

Bewertung
der Etappe:

Zustand


Erlebnis

Natur

Erholung

Versorgung

Aussicht

Wetterschutz

Badestellen

-----

Fahren Sie am Theater vorbei den Marktplatz hinauf in die August-Bebel-Straße. Diese von Stammrosen gesäumte Pflasterstraße fällt nun leicht bis zu einer Abzweigung ab. Sie halten sich links und tauchen in eine Kastanienallee ein. Kreuzen Sie den Radweg Putbus - Garz (~~> Bergen 6,7 km). Nun kommt ein schlimmes Stück unangenehm zu befahrenen DDR-Plattenweges auf Sie zu. Eine Schande für Putbus, 18 Jahre nach der Wende! Im Mai entschädigen Sie hier allerdings die wunderschönen, blühenden, uralten Kastanien. An einer Rechtskurve verlassen Sie den Plattenweg und fahren gerade aus in einen leicht abfallen kurzen Radweg. Am Waldrand endet der Radweg und ein unterschotterter Waldweg führt Sie vorbei an einer unter Naturschutz stehenden dicken Fichte in ein größeres Waldgebiet. Überqueren am Wegekreuz den Rundwanderweg von Putbus (~~> Bergen 4,5 km). Nun fällt der Waldweg etwas ab und trifft an einer Rasthütte auf den nagelneuen asphaltierten Radweg nach Bergen, der Sie schnell voran bringt. Überqueren Sie die Gleise der Bahnstrecke Bergen - Putbus. Nun passieren Sie eine riesige Stallanlage, die offensichtlich die Wende verschlafen hat. Furchtbarer Gestank erfüllt die Luft. Schnell versuchen Sie die etwas ramponierte Dorfstraße von Neklade zu durchfahren. Wenn diese nach rechts abknickt, fahren Sie gerade aus weiter vorbei an einem Wohnblock, der auch einmal bessere Zeiten gesehen hat (~~> Bergen Süd 1,7 km; Bergen Zentrum 3,4 km). Die holprige Plattenstraße steigt steil an. Oben angekommen sehen Sie schon Bergen greifbar nahe. Folgen Sie den Plattenweg vorbei an einer Kleingartenanlage, bis dieser im Ortsteil Bergen-Süd auf die Durchfahrtsstraße trifft. Beim Einmünden in die Straße der DSF (Deutsch-sowjetische Freundschaft) biegen Sie rechts ab (~~> Zentrum 1,5 km) und radeln bis zur nahen Ortsverbindungsstraße Bergen - Putbus. Fahren Sie links auf den ansteigenden Rad- /Fußweg bis zur Ampelkreuzung mit der B 196. Überqueren Sie die Kreuzung und schieben Sie Ihr Rad nun am besten auf dem Fußweg nach oben. Vorbei an der Kreissparkasse, dem Gericht, dem ehemaligen Kloster (heute Museum) und der altehrwürdigen Marienkirche führt Sie Ihr Weg geradewegs zum Marktplatz und somit zum Ziel Ihrer heutigen Tour. Sie haben heute viel geleistet! Der Hunger macht sich bemerkbar und Sie möchten sich nur noch ausruhen. Lange wird Ihnen diese schöne Tour im Gedächtnis bleiben. Ich verabschiede mich von Ihnen und hoffe, Sie auf einer weiteren Tour über unsere schöne Insel begleiten zu dürfen.

Katastrophale Plattenwege
aus der DDR-Zeit
sind überall noch
zu finden!


Kaiserdenkmal im Putbuser Park

 

Das Rathaus
in Bergen

Legende:    ~~> Wegweiser für Radwege;  ==> Wegweiser für Straßen;  OE - Ortseingang;  OA - Ortsausgang;   NSG - Naturschutzgebiet; - analog der Hotelbewertung;   
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