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Übersicht über gefährliche Straßen und Wege auf Rügen

Jedes Jahr verunfallen auf unserer Insel Radfahrer. Ursachen sind meist Unachtsamkeit anderer Verkehrsteilnehmer oder auch eigenes Fehlverhalten. Zu Ihrer Sicherheit bitte ich Sie die unten aufgeführten Straßen nicht mit dem Fahrrad zu befahren. Nehmen Sie lieber einen etwas schlechteren oder auch längeren Weg in Kauf, aber setzen Sie Ihr Leben nicht aufs Spiel. Besonders in der Saison ist auf Rügen sehr viel Verkehr. Dazu kommt, dass viele Straßen zu eng und unübersichtlich sind. In den Alleen sind Radfahrer bei ungünstigem Licht schwer auszumachen. Viele Autofahrer fahren zu schnell und nehmen wenig Rücksicht auf Radfahrer. Der beim Überholen vorgeschriebene seitliche Abstand zum Radfahrer von 1,5 m wird insbesondere von einheimischen Autofahrern nicht eingehalten. Von sehr weit anreisende Urlauber sind nach langer Fahrt und Staus oft müde und unkonzentriert. Einheimische wollen bei schönen Wetter schnell zum Strand...
Eine weitere Gefahr ist die trotz großer Proteste aus der Bevölkerung vorgenommene Beplankung an der B196. Hier kann der Radfahrer in gefährlichen Situationen die Fahrbahn nun nicht mehr verlassen! Bitte planen Sie Ihre Radtour auf Rügen so, dass Sie auf die nachfolgend aufgeführten Straßen verzichten können. Ich stehe Ihnen dabei gern mit Rat und Tat zur Seite.

Gefährliche Straßen, in etwa nach ihrem Gefährdungsgrad geordnet:

  • Bundesstraße B196: Karow - Prora (ca. 5 km)
    --> extrem gefährlich!!!
    (Der Abschnitt Bergen - Karow ist seit August 2007 straßenbegleitend fertiggestellt. Nun versuchen viele Bergener aber auch Urlauber mit dem Rad zum Strand zu fahren und sind am Ende völlig entnervt).

  • Bundesstraße B196: Zirkow - Serams
    --> extrem gefährlich!!! 
    (Dieser Lückenschluss sollte schon längst gebaut sein. Bei tief stehender Sonne sind stellenweise Radfahrer durch die Pkw-Fahrer nicht mehr auszumachen...).

  • Bundesstraße B96: Sagard - Sassnitz
    --> extrem gefährlich!!!
    (Nutzen Sie die längere, dafür sichere Strecke über Mukran nach Sassnitz. Hier gibt es einen straßenbegleitenden, asphaltierten Radweg).


  • Straße: Sassnitz - Hagen - Nipmerow - Bisdamitz - Baldereck - Glowe --> gefährlich!
    (Der Radweg von Sassnitz nach Hagen ist keine gute Alternative. Er verläuft durch den Wald und ist schwer zu finden sowie sehr zeitaufwändig. Den Radweg von Nipmerow über Neddesitz nach Glowe sollten Sie auf jedenfall vorziehen).

  • Straße: Bergen - Kluis - Trent - Schaprode
    --> sehr gefährlich!
    (Wer mit dem Rad von Bergen nach Schaprode / Hiddensee will hat ein echtes Problem. Hier ist man auf Nebenstraßen und teils katastrophale Feldwege angewiesen. Auch ist der Weg schwer zu finden).

  • Bundesstraße B96: Stralsund - Bergen
    --> auch außerhalb der Saison extrem gefährlich!!!
    (Es gibt die Möglichkeit auf Radwegen von Bergen Stralsund zu erreichen. Diese Wege sind wesentlich länger, dafür um vieles sicherer).


  • Straße: Bergen - Siggermow - Putbus
    --> sehr gefährlich!!!
    (Bitte benutzen Sie den Radweg von Bergen über Neklade nach Putbus).

  • Straße: Sagard - Bobbin - Glowe
    --> in der Saison gefährlich!!!
    (Bitte benutzen Sie den Weg längs des Großen Jasmunder Boddens, der auch landschaftlich sehr schön ist).

  • Deutsche Alleenstraße: Garz - Putbus - Nadelitz - B196 bei Serams
    (Bitte benutzen Sie den Radweg auf ehemaligen Bahndamm nach Putbus und weiter am Rügenschen Bodden über Groß-Stresow).

  • Deutsche Alleenstraße: Garz - Poseritz - Gustow - Rügendamm
    (Bitte benutzen Sie den Radweg über Groß Schoritz, bis zum Rügendamm nach Stralsund, der zwar länger aber dafür sicher ist).

  • Straße: Altenkirchen - Putgarten
    --> (viel zu schmale Allee - sehr gefährlich !!!
    (Bitte benutzen Sie den Radweg auf dem Hochufer von Juliusruh zum Kap Arkona).

Radwege, die auf Grund ihres Wartungszustandes Risiken bergen und dringend saniert werden müssten:

  • Naturbelassener Radweg von Putbus nach Ketelshagen
      --> nach Regenfällen teils sehr schlammig!

  • Asphaltierter straßenbegleitender Radweg zur B96 vom Abzw. Ralswiek nach Lietzow
    -->
    einige gefährliche Asphaltaufbrüche

  • Naturbelassener Radweg von Gustrower Höfen nach Nesebanz
    --> nach  Niederschlägen schlammig, teils Geröll, teils sandig

  • Radweg von Altefähr nach Bessin
    --> nach  Niederschlägen schlammig, Geröll, Asphalt aufgebrochen


  • Asphaltierter Radweg Juliusruh - Altenkirchen
    -->
    zu schmal und völlig ramponiert



Meiden Sie bitte die in der Saison sehr stark befahrenen Bundesstraßen und Landstraßen



Wald- und Feldwege sind nicht immer angenehm
zu befahren,
dafür sind sie sicher.



Die Allen auf Rügen sind wunderschön, aber
für Radler lebensgefährlich!



Unangenehme, durch Holztransporter völlig zerfahrene Waldwege (im Bild bei Dreschvitz) sind für Radler eine Zumutung.



Sandige Feld- und Waldwege bergen große Gefahren beim Radeln. Schieben Sie hier lieber Ihr Rad.


Die aus der "guten alten" DDR-Zeit stammenden Plattenwege sind für Rücken und Rad eine echte Tortour.



Dieser Abschnitt des Rügenrundradweges bei Neukamp sollte schnellstens der Vergangenheit angehören!




So sollte ein Radweg für Radler auf Rügen aussehen! Dieser auf der Insel Ummanz auf dem Deich entlang führende, ausreichend breite und asphaltierte Radweg mit Seesicht, sollte für zukünftige Radwege beispielgebend sein.

Rügen könnte ein Paradies für Radler sein und die Saison wesentlich verlängern, wenn der Radwegebau beschleunigt und Unterkünfte für Radler entstehen würden.

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